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Adler-Dampfwalze überrollt Krefeld

Die Mannheimer Kufencracks schossen am Freitag die Pinguine mit 7:0 Toren aus der Halle

Das Krefelder Tor stand unter Dauerbeschuss der Mannheimer Angreifer (blaue Trikots). Fotos: Gernot Kirch

Das Krefelder Tor stand unter Dauerbeschuss der Mannheimer Angreifer (blaue Trikots). Fotos: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitagabend in der heimischen SAP-Arena mit 7:0 (2:0/4:0/1:0) Toren gegen die Krefeld Pinguine. Die Partie war der erhoffte Befreiungsschlag nach drei Niederlagen. Für den neuen Mannheimer Coach Bill Stewart war es der erste Sieg, seit er vor anderthalb Wochen das Zepter übernahm und hinter der Bande der Badener steht.

Sicherlich glänzte noch nicht alles im Spiel der Mannheimer und man darf den Sieg nicht überbewerten, aber der Trend geht eindeutig nach oben. So machten die Adler über 60 Minuten Druck und waren über die gesamte Distanz konzentriert. Auch stimmte die Moral und die Leidenschaft. Die Cracks im blau-weiß-roten Dress kämpften verbissen um jeden Puck und die Checks wurden zu Ende gefahren, sodass es in der Bande ordentlich krachte. Kurz um, es scheint wieder Feuer im Team zu sein. Was der Sieg gegen Krefeld wert ist, muss sich aber erst zeigen, denn der KEV steht „nur“ auf Rang 12 in Tabelle. Die Adler werden in den kommenden Wochen beweisen müssen, dass sie auch gegen andere Kaliber bestehen können. Denn zur Ehrlichkeit gehört auch, dass die Krefelder über weite Phasen gut mitspielten und durchaus Chancen besaßen, aber im zweiten Abschnitt ihnen die vier Tore innerhalb von sechs Minuten das Genick brachen.

Zu erwähnen ist noch, dass Adler-Stürmer Marcel Goc gegen den KEV wieder mit von der Partie war. Auch Angreifer David Wolf soll in Kürze wieder spielen können, damit wären die Adler bis auf Abwehrspieler Carlo Colaiacovo wieder komplett.
Am Sonntag müssen die Adler in Düsseldorf bei der DEG antreten.

Zur Chronologie

1. Drittel

Die Adler mit druckvollem Beginn. Nach anderthalb Minuten besaß Ryan MacMurchy die große Chance zur Führung, aber er verpasste. Die Partie entwickelte sogleich Feuer und Emotionen. In der 4. Minute gerieten Adler-Kapitän Marcus Kink und der Krefelder Marcel Müller aneinander.
Nach knapp viereinhalb Spielminute war es soweit und Adler-Stürmer Andrew Desjardins mit dem 1:0 für die Blau-Weiß-Roten. In der 7. Minute dann gar das 2:0 für Mannheim durch Verteidiger Sinan Akdag. Der Treffer fiel in Überzahl. Der Sturmlauf der Adler ging weiter. Die Blau-Weiß-Roten dabei mit einem extrem hohen Tempo. Der KEV keineswegs schlecht und mit Chancen, aber die Adler einfach besser und den berühmten Schritt schneller. Fazit: Kampf- und laufstarke Badener führen verdient mit 2:0 Toren

2. Drittel

Der zweite Abschnitt war lange relativ ausgeglichen. Ab der 29. Minute gehörte der Abschnitt jedoch alleine den Adlern und sie überrollten die Pinguine komplett. Den Torreigen zum 3:0 eröffneten in jener 29. Minute die Krefelder mit einem Eigentor selbst. Der Unglücksrabe war Mikko Vainonen. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde der Treffer Adler-Stürmer Ryan MacMurchy gutgeschrieben, der als letzter Mannheimer den Puck berührte. In der 32. Minute war es der alte Haudegen Christoph Ullmann, der die Blau-Weiß-Roten mit 4:0 in Front brachte. Nur eine Minute später markierte Garrett Festerling gar das 5:0 für die Badener. Ebenfalls in der 34. Minute schoss Chad Kolarik das 6:0 heraus. Fazit: Innerhalb von wenigen Minuten schoss Mannheim vier Tore, mehr gibt es nicht zu sagen.

3. Drittel

Mannheim auch im letzten Abschnitt im Vorwärtsgang, wobei Krefeld weiterhin frech mitspielte. Irgendwie war aber natürlich die Luft ein wenig raus. In der 51. Minute erhöhte Brent Raedeke mit einem herrlichen Rückhandschuss gar auf 7:0 für die Badener. Bei diesem Resultat blieb es bis zur Schlusssirene. Fazit: Ein Drittel, das belanglos dahinplätscherte und am Ausgang nichts mehr änderte.

Aufstellung:

Mannheim: Pickard (Endras) – Stuart, Reul, Johnson, Larkin, Akdag, Carle, Goc – Plachta, Desjardins, Raedeke, Setoguchi, Festerling, MacMurchy, Hungerecker, Kolarik, Adam, Sparre, Ullmann,M. Goc, Kink

Krefeld: Pätzold (ab 33. Min,Klein) – Davis, Trivellato, Nordlund, Vainonen, St. Pierre, Keussen, Faber – Umicevic, Pietta, Müller, Orendorz, Ness, Hofland, Gawlik, Feser, Schymanski, Miller, Grygiel, MacKay

Zuschauer: 9.000

Strafminuten: Mannheim 4 Min – Krefeld 8 Min

Tore: 1:0 (04:28) Desjardins (Larkin/Plachta) – EQ; 2:0 (06:429 Akdag (Desjardins/Raedeke) – PP1; 3:0 (28:57) MacMurchy (Carle) – PP1; 4:0 (31:38) Ullmann (Goc) – EQ; 5:0 (32:32) Festerling (Setoguchi) – EQ; 6:0 (33:11) Kolarik (Hungerecker) – EQ; 7:0 (50:36) Raedeke (Desjardins) – EQ;

Geschrieben in Eishockey, Sport am 16. Dezember 2017

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