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Adler erneut gerupft

Die Mannheimer Kufencracks unterliegen in Düsseldorf mit 1:2 Toren und rangieren in der Tabelle nur mehr auf Rang 9

Adler-Verteidiger Sinan Akdag erzielte das einzige Mannheimer Tor in Düsseldorf. Foto: Gernot Kirch

Adler-Verteidiger Sinan Akdag erzielte das einzige Mannheimer Tor in Düsseldorf. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die Düsseldorfer EG siegte am Sonntag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in einer mäßigen Partie verdient mit 2:1 (1:1/0:0/1:0) Toren gegen die Mannheimer Adler. In der Tabelle stehen die Badener auf Rang neun, die DEG belegt den zehnten Platz.
Wer in Mannheim auf einen schnellen Umschwung mit neuen Trainer hoffte, wurde erneut enttäuscht. Unter Bill Stewart haben die Adler bis jetzt dreimal verloren und nur einmal gewonnen.

Man merkte am Sonntag von Beginn an, beide Teams „wollten“. Sie kämpften und rannten, aber es war nicht immer schön, was sie zeigten. Beides sind in dieser Saison nun mal keine Spitzenclubs. Zu viel war besonders bei Mannheim Stückwerk und es fehlte der roten Faden was Zusammenspiel und Raumaufteilung anging. In dieser mittelmäßigen Form müssen die Badener um den Direkteinzug in die Play-Offs fürchten, auch die Pre-Play-Offs werden kein Selbstläufer.

Bei Mannheim fiel erneut auf, es fehlt im Defensivverhalten häufig die klare Zuordnung. Zudem vermisste der Beobachter im Angriff die Durchschlagskraft, die Stürmer blieben alle harmlos. Zu wenige Cracks gehen in den Slot unmittelbar vor dem gegnerischen Torhüter, wo es weh tut. Stattdessen wird in einem viel zu weitem Radius um das gegnerische Tor herumgefahren und sinnlos hin und her gepasst. Die Schüsse aus der Distanz sind dann haltbar, weil der Torwart freie Sicht hat. Nein, ein erfolgreicher Angriff sieht anders aus. Es fällt schwer, einen Stürmer zu benennen, der in Düsseldorf diese Bezeichnung auch verdiente, denn alle war eine Enttäuschung und blieben meilenweit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Zur Chronologie

1. Drittel

Ein flottes, wenn auch kein hochklassiges Drittel. In der 15. Minute die 1:0 Führung für die Adler durch Verteidiger Sinan Akdag. Aber nur 45 Sekunden später gelingt der DEG das 1:1 durch Alexander Barta. Fazit: Ein gerechtes Remis zum Pausenpfiff

2. Drittel

Der zweite Abschnitt bot ähnliches Eishockey, offensiv und flott, aber ohne die ganz große Klasse und zwingende Chancen. Dann waren 30 Minuten vorbei und es stand weiterhin 1:1 unentschieden. In der 32. Minute fährt Adler-Stürmer Andrew Desjardins alleine auf den DEG-Goalie zu, aber der Mannheimer scheitert. Auch in der Folge viele Offensivbemühungen auf beiden Seiten, aber ohne Torerfolg. Fazit: Torloses Drittel ohne die ganz großen Glanzlichter.

3. Drittel

Die Düsseldorfer bekamen in der 43. Minute einen Penalty zugesprochen, doch scheiterte Alexej Dimitriev an Mannheims Torsteher Ched Pickard. In der 51. Minute der Düsseldorfer Strodl mit der großen Chance zur Führung, aber er scheiterte. Insgesamt die DEG aber druckvoller. Dann waren noch sieben Minuten spielen und alle fühlten, das nächste Tor würde wohl die Partie entscheiden. In der 55. Minute ist es dann Alexej Dimitriev, der für Düsseldorf zum 2:1 traf. Kurz vor Schluss nahmen die Badener ihren Goalie zugunsten eines weitern Feldspielers vom Eis, aber es half nichts mehr, es blieb beim 2:1 für die Cracks vom Niederrhein. Fazit. Die Bemühungen der DEG wurden belohnt, die Adler blieben blass. Im Sturm fand Mannheim quasi nicht mehr statt.

 

Aufstellung:

Mannheim: Pickard (Endras) – Stuart, Reul, Johnson, Larkin, Akdag, Carle, Goc – Plachta, Desjardins, Raedeke, Setoguchi, Festerling, MacMurchy, Hungerecker, Kolarik, Adam, Ullmann,M. Goc, Kink

Düsseldorf: Bakala – Ebner, Burlon, Daschner, Picard, Novak, Marshall, Haase – Boyce, Machacek, Lewandowski, Kammerer, Barta, Dimitriev, Welsh, Bordson, Henrion, Weiß, Strodl, Brandt

Zuschauer: 7.400

Strafminuten: Mannheim 8 Min – Düsselorf 8 MIn

Tore: 0:1 (14:46) Akdag (Setoguchi/ N. Goc) – EQ; 1:1 (15:31) Barta (Dimitriev/Kammerer – EQ; 2:1 (54:17) Dimitriev (Kammerer/Barta) – EQ;

Geschrieben in Eishockey, Sport am 17. Dezember 2017

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