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  • Di., 06. Januar 2015, 21:20 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks mussten am Dienstagnachmittag eine deutliche 0: 4 Schlappe in Nürnberg einstecken

    Adler Siegesserie gerissen

    Auch Adler-Kapitän Marcus Kink konnte die Mannheimer Niederlage nicht verhindern. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Nach elf Auswärtssiege in Folge haben die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Dienstagnachmittag deutlich mit 0:4 (0:1/0:1/0:2) Toren in Nürnberg verloren. Der Sieg der Franken fällt zwar zwei Tore zu hoch aus, ist insgesamt aber verdient, da die Adler ihre Fähigkeiten nicht abrufen konnten. Das Hauptmanko im Mannheimer Spiel war die mangelhafte Effizienz. So gaben die Adler insgesamt 36 Schüsse auf das Nürnberger Gehäuse ab, die Ice Tigers schossen hingegen nur 25 Mal auf das Mannheimer Tor. Am Ende hieß es aber 4:0 für Nürnberg. Die Spielweise der Nürnberger nennt man dann clever und kaltschnäuzig. Überragend hierbei die erste Nürnberger Reihe mit Ehliz, Reimer und Reinprecht. Sie stach deutlich die Mannheimer Sturmformationen aus. Insgesamt nahm Mannheim auch zu viele Strafzeiten und schwächste sich damit selbst.
    Sicherlich ist es auch so, dass die Cracks im blau-weiß-roten Dress ein „Motivationsproblem“ haben, da sie die Tabelle mit jetzt immer noch 13 Punkten vor Red Bull München anführen. So gesehen, kam der Warnschuss in Nürnberg gerade recht, nicht leichtsinnig und unachtsam zu werden. Denn ein Selbstläufer wird der Gewinn der deutschen Meisterschaft sicher nicht.

    Wie gut die Kurpfälzer die Niederlage verdauen, wird sich schon am Freitagabend zeigen, wenn die Mannheimer im Hexenkessel von Augsburg antreten müssen.

    1.Drittel
    Es war ein insgesamt relativ ausgeglichener Abschnitt, wobei sich die Nürnberg Ice Tigers die etwas besseren Chancen erarbeiteten. Besonders mit ihren Kontern waren die Franken stets gefährlich. Die Mannheimer zwar mit mehr Torschüssen, aber zu kompliziert im Spielaufbau. Das 1:0 für die Tigers durch Jason Jaspers in Überzahl in der 11. Minute war daher nicht unverdient. Zu Ende des Drittels hatte Nürnberg noch einmal gute Chancen, als der Adler-Neuzugang Kurtis Foster auf der Strafbank saß, doch wollte kein Treffer gelingen. So ging es mit der verdienten Führung der Franken in die Kabinen.

    2. Drittel
    Die Adler im zweiten Abschnitt deutlich stärker. Sie machten nun gehörig Druck und dominierten die Franken. Adler-Sürmer Christoph Ullmann in der 25. Minute mit einer riesigen Gelegenheit. Im Anschluss besaßen Joudery und Wagner beste Gelegenheiten, doch ging der Puck nicht ins Tor. Und dann passierte, was passieren musste, mitten in die Mannheimer Drangphase fuhren die Ice Tigers einen Konter, den Patrick Reimer in der 30. Minute zum 2:0 abschloss. In der Folge erhielten die Kurpfälzer zunächst zwei Strafzeiten gegen Jochen Hecht und als sie wieder komplett waren, musste Frank Mauer für zwei Minute hinaus, sodass an eine Aufholjagd nicht zu denken war. Somit hieß beim Pausenpfiff 2:0 für die Ice Tigers.

    3. Drittel
    Auch im letzten Abschnitt wollte der Adler-Motor zunächst weiterhin nicht so recht auf Touren kommen. Doch je länger das Drittel dauerte, umso mehr Druck machten die Mannheimer. Die Kurpfälzer jetzt das stärkere Team. Doch es waren eben nur Chancen, die sich die Mannheimer erarbeiteten, das Tor machte Nürnberg in der 53. Minute. Torschütze war Yasin Ehliz. Als Mannheim zwei Minuten vor Spielende alles auf eine Karte setzte und ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausnahm, ging der Schuss nach hinten los, denn Marc El-Sayed traf zum 4:0 Endstand.

     

    Nürnberg : Mannheim 4:0 (1:0/1:0/2:0)

    Tore:  1:0 (10:39) Jaspers (Reinprecht/Ehliz) - PP1; 2:0 (29:05) Reimer (Reinprecht/Joslin) - EQ; 3:0 (52:46) Ehliz (James/Joslin) - EQ; 4:0 (57:56) El-Sayed (Locke) - EN;
    Schiedsrichter: Oswald/Schimm
Strafen: Mannheim - Nürnberg
Zuschauer: 5.500

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Richmond, Akdag, Wagner, Foster, Reul, Goc, Fischer - Hecht, Mauer, Ullmann, Hospelt, Rheault, Arendt, Höfflin, Metropolit, Raymond, Buchwieser, Kink, Joudrey

    Nürnberg: Jenike (Goll) - Eriksson, Klubertanz, Nowak, Wymann, Joslin, Printz - Ehliz, Renprecht, Reimer, Locke, Jaspers, Oblinger, Buzas, Kaufmann, James, Möchel, El-Sayed, Pföderl
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