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Fr., 10. Januar 2014, 22:25 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks unterlagen in einer spannenden Partie leistungsgerecht mit 2: 3 (1:0/0:1/1:2) Toren bei den Eisbären
Adlern verlieren bei Angstgegner Berlin
Auch Adler-Kapitän Marcus Kink konnte die Niederlage in Berlin nicht verhindern. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Mannheimer Adler am Freitagabend mit 2:3 (1:0/0:1/1:2) Toren in Berlin verloren. Der Sieg der Eisbären ist verdient, da sie bissiger waren, den Sieg mehr wollten und Mannheim anderseits zu viele individuelle Fehler machte. Damit fällt die Bilanz des neuen Adler-Trainers Hans Zach durchwachsen aus. Von vier Spielen unter seiner Regie konnten die Mannheimer zwei gewinnen und haben zwei verloren. In der Tabelle bleiben die Adler auf Rang sechs.
Es ist einfach wie verhext, die Eisbären Berlin spielen eine grottenschlechte Saison und stehen in der Tabelle nur auf Platz neun, doch wenn es gegen den Erzfeind aus Mannheim geht, sind sie hellwach. Der Name „Adler“ scheint bei den Berliner Kufencracks eine Leistungsexplosion auszulösen und sie packen automatisch ein, wenn nicht gar zwei Schippen drauf. Und bei den Mannheimern ist es genau umgekehrt. Und dies ist seit 2012 so, als die Blau-Weiß-Roten in Spiel vier der Endspielserie bis 14 Minuten vor Spielende mit 5:2 führten und schon fast Deutscher Meister waren, doch Berlin erst das Spiel und dann die Serie drehte und schließlich den Titel holte. Seitdem hat man das Gefühl, Mannheim spielt irgendwie mit weichen Knien in der Hauptstadt. So auch am Freitagabend. Die Eisbären waren gegen Mannheim bis in die Haarspitzen motiviert und waren über 60 Minuten gesehen das bessere Team. Der Sieg geht daher in Ordnung und auf Hans Zach wartet noch viel Arbeit.
Zur Chronologie:
1. Drittel
Die Eisbären erwischten den besseren Start. Die Hauptstädter machten gehörig Dampf und erspielten sich zahlreiche gute Gelegenheiten, doch wollte der Puck nicht ins Adler-Gehäuse gehen. Nachdem die Eisbären bereits zu Beginn eine Überzahlsituation hatten, konnten sie ab der 11. Minute erneut mit einem Mann mehr agieren. Und die Eisbären spielten eine gute Überzahl, doch dann schnappte sich Adler-Stürmer Jochen Hecht den Puck und versenkte ihn zum überraschenden 1:0 für Mannheim. Im Anschluss gab es einen Knacks im Berliner Spiel und die optische Dominanz war dahin. Mannheim konnte sich nun mehr Spielanteile erarbeiten. In der 16. Minute hatte Adler-Stürmer Matthias Plachta die große Chance zu erhöhen, doch vergab er knapp. Ab der 18. Minute konnte Mannheim mit einem Mann mehr agieren, doch konnten die Blau-Weiß-Roten kein Tor erzielen. Jochen Hecht hatte zwar eine Top-Chance, doch vergab er und so blieb es zur Pause beim 1:0 für Mannheim.
2. Drittel
Direkt zu Beginn der zweiten Abschnitts spielten die Badener erneut in Überzahl. Doch war der Auftritt der Blau-Weiß-Roten hier schwach. Sie gaben nicht mal einen Torschluss auf das Berliner Gehäuse ab. In der Folge plätscherte die Partie ein wenig dahin, allerdings zog Berlin die Partie langsam aber stetig wieder an sich. Als Daniel Weiß in der 29. Minute den 1:1 Ausgleich schoss, kippte das Match endgültig und die Eisbären hatten wieder deutliches Oberwasser. Die Hauptstädter drückten nun mit viel Macht und Mannheim war fast ausschließlich in die Defensive gedrängt. Etwas überraschend dann n der 33. Minute die große Chance für Adler-Stürmer Simon Gamache, doch hielt Berlins Goalie Sebastian Elwing glänzend. Insgesamt aber war es jetzt Einbahnstraßen-Eishockey auf den Mannheimer Kasten. Das es mit dem 1:1 unentschieden in die Pause ging, war für Mannheim sehr schmeichelhaft.
3.Drittel
Die Adler begannen sofort mit einer Überzahl, doch konnten sie diese nicht nutzen. Kaum war Berlin komplett fuhren die Eisbären ein mustergültig Angriff und Mads Christensen schoss das 2:1 für die Hauptstädter. Aber nur 24 Sekunden später, als alle dachten jetzt läuft es für die Eisbären, schlugen die Adler eiskalt zurück und Marc El-Sayed markierte den 2:2 Ausgleich. Nun stand die Partie auf des Messersschneide. Es war jetzt ein wirkliches Spitzenspiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. In der 52. Minute dann die Entscheidung zugunsten der Eisbären. Verteidiger Frank Hördler traf zum 3.2 für die Eisbären. Mannheim machte nun auf und agierte offensiver. Die Cracks rackerten und fighteten, man spürte, sie wollten unbedingt den Ausgleich. Eine Minute vor Spielende nahm Hans Zach seinen Torwart heraus und brachte einen sechsten Feldspieler, doch es half nichts mehr, Berlin siegte verdient mit 3:2 Toren.
Ausblick: Am Sonntagmittag um 14:30 Uhr spielen die Adler in der heimischen SAP-Arena gegen den Spitzenreiter der DEL, die Hamburg Freezers.