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„Anerkennung für besondere Leistungen”

Verleihung der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste an Christina Heimlich und Helga Herbert aus Worms

Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler überreicht Christina Heimlich und Helga Herbert die Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste. Fotos: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie

„Ihr seit vielen Jahren andauerndes ehrenamtliches soziales Engagement ist durch seine Vielfalt geprägt. Sie sind Gründerin des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerkes e.V. sowie Initiatorin und Trägerin des Mehrgenerationenhauses und der Ehrenamtsbörse in Worms. Die Bedeutung und Arbeit des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerkes lässt sich unter anderem daran erkennen, dass das Netzwerk 2010 vom damaligen Innenminister Karl Peter Bruch als 1. Preisträger des Wettbewerbs „Herausragende Ehrenamtsprojekte der Kommunen 2010“ ausgezeichnet wurde, erklärte Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Donnerstag anlässlich der Verleihung der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste an Christina Heimlich in Mainz.

„Im Kontext der Asylherausforderungen haben sie, sehr geehrte Frau Heimlich, im Rahmen der Ehrenamtsbörse und in Kooperation mit der Stadt Worms die Internetplattform „Wormser helfen“ initiiert und damit einen Beitrag zur bedarfsgerechten Koordination von Sachspenden zugunsten der Flüchtlingshilfe geleistet. Sie waren aktives, ehrenamtliches Mitglied im Moderationsteam der Landesinitiative „Ich bin dabei!“, das sie durch regelmäßige Teilnahme an den Strategie- und Projektwerkstätten sowohl durch ihren Erfahrungskontext im sozialen Engagement als auch durch Ideenreichtum und Kommunikationskompetenz sehr bereichert haben. In diesem Kontext haben Sie ein Gartenprojekt „Kinder lassen wachsen“ initiiert und unterstützt, das die Bewohnerinnen und Bewohner im Umfeld des Mehrgenerationenhauses mit einbezog und ein Forum für gesellschaftliches Engagement darstellt. Einem weiteren Bürgerprojekt der Initiative „Ich bin dabei!“, dem Projekt „Rat im Alltag – RIA“, haben Sie durch die Einbindung in die von Ihnen geleitete Ehrenamtsbörse eine nachhaltige Existenz garantiert und damit einen weiteren Beitrag zum ehrenamtlichen Engagement geleistet”, unterstrich Bätzing-Lichtenthäler das Engagement der 66-jährigen Wormserin.

„Ihre Kontakte zu gesellschaftlich engagierten Seniorinnen und Senioren aus der Landesinitiative „Ich bin dabei!“ nutzten Sie, um Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl des Seniorenbeirates der Stadt Worms zu mobilisieren. Seit Mai 2015 haben sie als engagierte Vorsitzende des Seniorenbeirates das Gremium mit den aktiven Ruheständlern der Initiative neu ausgerichtet und für soziales Engagement begeistert. Des Weiteren haben sie sich im Rahmen Ihrer gemeinnützigen Organisation Wormser Sozial- und Bürgernetzwerk e.V. erfolgreich für das bundesweitere Förderprogramm „Engagierte Stadt“ beworben, das gemeinsam vom Bundesfamilienministerium und bedeutenden Stiftungen auf den Weg gebracht wurde. Inhaltlich geht es dabei um die Koordinierung und Kooperation von Akteuren des Bürgerengagements zu gemeinsamen Vorhaben in der Stadt. Ihnen gelang es, etablierte Netzwerke zu einer Verantwortungsgemeinschaft, die bürgerschaftliches Engagement vor Ort weiterentwickeln möchte, zusammenzuführen und sich den innerstädtischen Quartieren von Worms anzunehmen”, führte die Staatsministerin weiter aus.

„Im Rahmen unserer Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammenleben in Rheinland-Pfalz!“ bringen Sie sich ebenfalls stark für die Entwicklung von Nachbarschaft ein. Sie haben gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlern aus dem Wormser Sozial- und Bürgernetzwerk und dem Wormser Süden, Ideen und neue Impulse für die Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in diesen Organisationen und Sozialräumen aufgenommen, Kenntnisse für die Gewinnung und Motivation von ehrenamtlich Engagierten nach Worms mitgenommen und erfolgreich in neue Aktivitäten umgesetzt. Schließlich sind sie uns seit vielen Jahren als Leiterin des Diakonischen Werkes Mainz-Bingen und in dieser Funktion als Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Mainz bekannt”, ergänzte Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

„Als ob dies alles nicht genug des Ehrenamts wäre, engagierten Sie sich von 1979 bis 1989 und von 1994 bis 2014 als Mitglied des Wormser Stadtrates und waren in zahlreichen Ausschüssen und sonstigen Gremien der Stadt aktiv. Sehr geehrte Frau Heimlich, als ihnen mitgeteilt wurde, dass die Ministerpräsidentin Sie mit der Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste ausgezeichnet hat, sagten Sie spontan: „Mich? Jetzt bin ich überrascht! Auf so eine Idee wäre ich nicht gekommen.“ Sie sehen, auch Politiker haben gute Ideen und ich freue mich, dass ihr Oberbürgermeister mir seine Idee, nämlich sie auszuzeichnen, als Anregung zugesandt hat und dass unsere Ministerpräsidentin meinen daraus resultierenden Vorschlag aufgegriffen hat. Ich gratuliere ihnen zu dieser Auszeichnung”, freute sich die Staatsministerin neben Helga Herbert eine weitere engagierte Bürgerin aus der Nibelungenstadt auszeichnen zu dürfen.

Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Helga Herbert.

Engagement von Helga Herbert gewürdigt

„Sie sind seit 1999 Mitglied im Vorstand des Landesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz e.V. Zwischenzeitlich waren Sie stellvertretende Vorsitzende und sind derzeit Beisitzerin. Bereits 1997 gründeten Sie eine Angehörigengruppe in Alzey, die seitdem ununterbrochen unter ihrer Leitung steht”, verwies Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler auf das Wirken von Helga Herbert.

Von 1999 bis 2014 sei Herbert über drei Legislaturperioden als Mitglied, stellvertretende Vorsitzende und auf Berufung durch den Kreistag des Landkreises Alzey-Worms stellvertretendes Mitglied für den Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz e.V. im Psychiatriebeirat des Kreises Alzey-Worms gewesen. Seit 2008 reguläres Mitglied im Psychiatriebeirat der Stadt Worms. Von 2002 bis 2014 darüber hinaus stellvertretendes Mitglied in der Besuchskommission nach dem Landesgesetz für psychisch kranke Personen für die Rheinhessen-Fachklinik in Alzey.
Weitere Verdienste haben Sie sich als Mitglied in der Psychosozialen Arbeitsgruppe und in verschiedenen Arbeitskreisen, als Sprecherin im Arbeitskreis „Chronisch psychisch kranke Menschen“ und bei der intensiven Mitarbeit im gemeindepsychiatrischen Verbund des Landkreises Alzey-Worms erworben, fügte Bätzing-Lichtenthäler an.

„Frau Zinndorf vom Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz e.V. beschreibt Sie als eine sehr couragierte Angehörige, die sich mit viel Engagement, Beharrlichkeit und ihrer ganzen Kraft für die Verbesserung der Versorgung der psychisch kranken Menschen in Rheinland-Pfalz sowie für deren Angehörige einsetzt. Das, liebe Frau Herbert, ist das Engagement, das die Selbsthilfeorganisationen benötigen, um ihre Anliegen voranzubringen und ihre Situation zu verbessern. Dass Sie sich in dieser Weise einsetzen, auch nachdem ihr psychisch kranker Sohn bereits vor einigen Jahren verstorben ist, freut mich ganz besonders”, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Hochachtung vor der Leitung der 77-jährigen Wormser Bürgerin.

„Das ist ja der Wahnsinn! Jetzt bin ich aber platt! Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll“, war ihre erste Reaktion auf die Verleihung der Sozialmedaille, wie wir die Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste kurz nennen. Wenn ich ihnen einen Rat geben darf, freuen Sie sich einfach über die Auszeichnung und genießen Sie die Anerkennung ihrer besonderen Leistungen”, schloss die Staatsministerin ihre Laudatio, um im Anschluss die Ehrung vorzunehmen.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile am 9. August 2018

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