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12.53 Uhr | 11. September 2019

Beliebtes Ziel für Touristen und Ausflügler

DENKMALTAG: Aussichtsturm auf dem Kloppberg eröffnet Blick über Region

Ob Kirchenruine, historische Villa, Glockenturm oder altes Stellwerk: Am Tag des offenen Denkmals luden in diesem Jahr zum 26. Mal Erinnerungsorte ein, auf Entdeckungsreise zu gehen. Im Landkreis öffneten 19 Denkmäler an 15 Orten ihre Türen. „Der Tag des offenen Denkmals hat sich zum Publikumsmagnet entwickelt und lockt immer mehr Besucher an historische Stätten, die oftmals in dieser Form nicht zugänglich sind“, betonte Landrat Ernst Walter Görisch bei der offiziellen Eröffnung des Denkmaltages am Aussichtsturm auf dem Kloppberg in Dittelsheim-Heßloch. Diesmal stehe der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur. Passend zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“ nehme der Tag des offenen Denkmals das Bauhaus als Strömung, die für Moderne und Abkehr von tradierten Vorstellungsweisen, Techniken und praktischen Umsetzungen stehe zum Anlass, Umbrüche in Kunst und Architektur in den Vordergrund zu stellen. Jede Entwicklung bringe neue Möglichkeiten, aber auch Anforderungen für die Architektur mit sich, die sich in Form, Gestaltung und Nutzung des Denkmals äußerten. So fänden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute, von historischen Bauten bis hin zu Parks und archäologischen Stätten. Die Eröffnung des Denkmalstages 2019 finde an einem typischen Denkmal der Moderne im Landkreis statt: dem Aussichtsturm auf dem Kloppberg. Dieser 1931 durch den damaligen Bürgermeister Johann Winter VII. errichtete massive Turm mit halbrundem Gaststättengebäude und Lünettenfenstern repräsentiere in besonderem Maße das diesjährige Motto. Dabei sei der weithin sichtbare Turm einer der wenigen charakteristischen Vertreter der Neuen Baukunst im Landkreis Alzey-Worms.  

Sicherung der Kulturdenkmäler als wichtige Aufgabe

Herzlich dankte Landrat Görisch dem ersten Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Dittelsheim-Heßloch, Rainer Fuhrmann, für die Aktivitäten rund um die Sanierung und Erhaltung des Aussichtsturms. Darüber hinaus dankte der Kreischef allen Denkmaleigentümern sowie den verantwortlichen Personen, Gruppierungen und Vereinen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement dazu beitragen, die Denkmäler zu erhalten, zu präsentieren und zugänglich zu machen. Der dauerhafte Schutz und die Sicherung bedeutender Kulturdenkmäler für die Gegenwart und Zukunft stelle eine wichtige Aufgabe dar, auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen.

Die Ortbürgermeisterin der Gemeinde Dittelsheim-Heßloch, Elisabeth Kolb-Noack, begrüßte die Gaste, die zur Eröffnung des Denkmaltags gekommen waren und wünschte der Veranstaltung viel Erfolg. Der Kloppberg sei gern besuchter Aussichtspunkt, der einen herausragenden Blick über die Region eröffne.  Darüber hinaus fungiere das Areal als Ausgleichsfläche der Gemeinde. Vor fünf Jahren habe man an dieser Stelle mit der Renaturierung begonnen, mehr als 60 Schafe weideten heute auf dem 12 Hektar großen Gelände, das auch Heimat für unter Schutz stehende Pflanzen sei.

Entwicklung des Aussichtsturms

Rainer Fuhrmann berichtete über die Entwicklung des Aussichtsturms im Laufe der Jahrzehnte. Im Anschluss an die einstige militärischen Nutzung des Platzes, waren nach der Errichtung des Turms 1931 hier lange Zeit die  Kloppbergfunker beheimatet. Nachdem der Verschönerungsverein ein Lokal im halbrunden Gebäude eingerichtet hat, wird der Turm heute gerne als Ausflugslokal besucht oder für Feste genutzt.

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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