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08.26 Uhr | 5. August 2022
AUS DEM POLIZEIBERICHT: Ein gescheiterter Schockanruf fand am Donnerstag in Osthofen statt

Betrügerin forderte 160.000 Euro

Erneut wurden ältere Menschen von unbekannten Betrügern telefonisch kontaktiert. Musterfoto: Polizei Worms

Erneut wurde eine Seniorin von unbekannten Betrügern telefonisch kontaktiert. Musterfoto: Polizei Worms

Osthofen (ots) – Zu einem Schockanruf mit dem Ziel 160.000 Euro zu erlangen kam es am Donnerstag. Gegen 13.45 Uhr wurde eine 79-jährige Seniorin aus Osthofen von einer Betrügerin angerufen. Diese gab sich am Telefon als Richterin aus und behauptete, deren Tochter habe bei einem Verkehrsunfall eine Radfahrerin getötet. Um eine Haftstrafe der Tochter zu verhindern, sollte die 79-Jährige einen sechsstelligen Geldbetrag zum Wormser Amtsgericht bringen. Darüber hinaus forderte die unbekannte Täterin die Seniorin zur Verschwiegenheit auf. Die 79-Jährige erkannte schließlich die Betrugsmasche und beendete das Gespräch.

Immer wieder kommt es zu solchen Schockanrufen. Die Betrüger setzen bewusst auf einen Schockmoment und setzen ihre Opfer zeitlich unter Druck, um sie zu unüberlegten und schnellen Entscheidungen zu drängen. Oft bemerken Opfer den Betrug erst, wenn es zu spät ist. Man sollte sich deshalb am Telefon auf keinen Fall unter Druck setzen oder zu kurzfristigen Entscheidungen verleiten lassen – egal, wie plausibel eine Situation zunächst dargestellt wird.

So kann man sich vor Telefonbetrügern schützen:

  • Am besten auflegen, wenn man sich nicht sicher ist, wer anruft und man sich unter Druck gesetzt fühlt.
  • Man sollte den Angehörigen unter der bekannten Nummer anrufen.
  • Man sollte am Telefon nie über persönlichen und finanziellen Verhältnisse sprechen.
  • Niemals sollten Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben werden!
  • Man sollte eine Vertrauensperson hinzuziehen oder man verständigt über den Notruf 110 die Polizei!
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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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