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Bildungsprämie nun auch in Worms erhältlich

VOLKSHOCHSCHULE: Berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit geringem Einkommen

Beraterin Sarah Mühleck übergibt im Beisein von Bildungsdezernent Waldemar Herder einen Prämiengutschein.

Beraterin Sarah Mühleck übergibt im Beisein von Bildungsdezernent Waldemar Herder einen Prämiengutschein.

Worms ist um einen weiteren Mosaikstein in der Bildungskette reicher, wie Bildungsdezernent Waldemar Herder erklärt. Seit Kurzem ist die Volkshochschule der Stadt Worms anerkannte Beratungsstelle im Bundesprogramm Bildungsprämie. Mit der Bildungsprämie fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit geringem Einkommen. 

Mit dem Angebot der vhs werde in Worms und im Umkreis eine Lücke geschlossen, berichtet vhs-Leiterin Agnes Denschlag. Bisher mussten sich an der Bildungsprämie interessierte Arbeitnehmer nach Mainz oder Ludwigshafen wenden. „Ich bin froh, dass wir uns als Stadt nun ebenfalls an diesem Programm beteiligen, denn gerade für Erwerbstätige mit geringem Einkommen bietet die Bildungsprämie die Chance der beruflichen Weiterentwicklung“, unterstreicht der Bildungsdezernent. 

In der Praxis sieht dies wie folgt aus: Nutzungsberechtigt sind Erwerbstätige mit einer Wochenarbeitszeit von mindestens 15 Stunden (auch Selbstständige) bzw. Menschen in Elternzeit in einem entsprechenden Arbeitsverhältnis. Die Einkommensgrenze liegt bei 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro (Erwerbsgemeinschaft) des zu versteuerndes Einkommens. Wer diese Kriterien erfüllt und eine berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahme absolvieren möchte, kann sich bei der vhs beraten lassen. Mit der Bildungsprämie werden bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten gefördert, maximal sind dies 500 Euro pro Jahr. Ist die Person erwerbsberechtigt, erhält sie bei der vhs einen Prämiengutschein. Voraussetzung ist dabei auch, dass die Kursgebühr noch nicht gezahlt wurde. Sollte die Person nicht erwerbsberechtigt sein, beraten die Mitarbeiterinnen der vhs auch hinsichtlich alternativer Fördermöglichkeiten. 

„Das größte Förderinteresse verzeichnen wir momentan im Pflege- und Gesundheitssektor sowie in der Immobilienbranche“, berichtet Sarah Mühleck, eine der Prämienberaterinnen der vhs. Neben Sarah Mühleck steht auch Kathrin Spreen, sogar in den Abendstunden, für Beratungsgespräche zur Verfügung. Wer Interesse an einer Beratung für die Bildungsprämie hat, kann sich bei der vhs, unter Telefon 06241/8534256, melden. 

Die Prämiengutscheine können übrigens auch für Kurse der vhs eingesetzt werden, etwa für Deutsch für den Beruf, EDV-Kurse oder kaufmännische Weiterbildungen.

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