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14.09 Uhr | 27. November 2019

„Dann ging alles Schlag auf Schlag“

HIGH CHAPARRAL: Neue Dächer für die Stallungen / „Tätowieren für den Tierschutz“
Dreharbeiten der „Harten Hunde“ abgeschlossen

Dank vieler fleißiger Helfer können die Gnadenhoftiere ihre neuen Stallungen beziehen.

Dank vieler fleißiger Helfer können die Gnadenhoftiere ihre neuen Stallungen beziehen. Foto: Ina Pohl

VON INA POHL | Die Dreharbeiten der „Harten Hunde“ (VOX), rund um Ralf Seeger, sind abgeschlossen und auf dem Wormser Gnadenhof „High Chaparral“ hat sich viel getan. Die knapp 300 Tiere, die bei Inhaberin Carry Lerch ein neues Zuhause gefunden haben, können ihre Stallungen wieder beziehen. Neue Dächer über den Ställen, ein neugebauter Unterstand und neue Wege aus Kies und Sand sind die Ergebnisse der arbeitsreichen Umbauarbeiten. „Ich freue mich einfach total. So viele helfende Hände haben mich und die ‚Harten Hunde‘ unterstützt. Seitdem Ralf Seeger und sein Team vor zwei Wochen die Baustelle eingerichtet haben, ging alles Schlag auf Schlag“, erzählte Carry Lerch glücklich. Rund 60 ehrenamtliche Helfer packten mit an und verarbeiteten etwa 30 Kubikmeter Sand und Kies und unzählige Holzbretter. „Wir haben einen alten Stall umgebaut und ihn in eine Quarantänestation für kranke Tiere umfunktioniert“, erklärte Stevie von den „Harten Hunden“.

Die Wormserin Roswitha Volk lässt sich von Tätowierer Dennis ein Cover Up stechen. Foto: Ina Pohl

Die Wormserin Roswitha Volk lässt sich von Tätowierer Dennis ein Cover Up stechen. Foto: Ina Pohl

Unter die Haut

Tierliebe geht unter die Haut: Um den Gnadenhof zusätzlich zu unterstützen, organisierten die „Harten Hunde“ an den vergangenen beiden Wochenenden die Aktion „Tätowieren für den Tierschutz“, die zuerst in einem Zelt der Parkwirtschaft im Wormser Wäldchen und am vergangenem Wochenende dann auf dem Gnadenhof stattfand.
Während auf der „High Chaparral“ gehämmert, gesägt und geschraubt wurde, stachen zwei Tätowierer Kunstwerke auf die Haut von insgesamt 19 Menschen. Die Einnahmen kamen komplett dem Gnadenhof zu Gute. „Es ist einfach toll was die Jungs der ‚Harten Hunde‘ leisten. Ich engagiere mich sehr für den Tierschutz und bin seit Januar bei solchen Aktionen dabei“, verriet Tätowierer Dennis Schwarz, Aggressive Kunst Tattoo, der sein Quartier in einem Bauwagen auf dem Gnadenhof bezogen hatte. „Ich habe durch Mundpropaganda von der Aktion gehört und mir direkt einen Termin ausgemacht. Das ist wirklich eine coole Aktion und das Geld ist für einen guten Zweck“, verriet die Wormserin Roswitha Volk, die sich von Dennis ein Cover Up über ein altes Tattoo stechen ließ. „Dennis hat mich super beraten und ich habe vollstes Vertrauen in seine Arbeit“, freute sich die Wormserin auf ihr neues Kunstwerk. „Solche Aktionen machen wir bei all unsere Projekten. Wir wollen auch im nächsten Jahr eine große Convention veranstalten bei der etwa 50 Tätowierer für den Tierschutz stechen. Die Mitglieder der Tattooszene leben oft vegan und engagieren sich stark für das Wohl der Tiere, das wissen die meisten Menschen gar nicht“, erklärte Stevie.

Tatkräftige Helfer

„Ich bin einfach überwältigt von der Hilfe der vielen Menschen“, zeigte sich Carry Lerch sichtlich gerührt. Hilfe bekamen die „Harten Hunde“ auch vom Motorradclub Germanen Mannheim, die mit Arbeitskraft und Material die Bauarbeiten unterstützten. „Wir haben vor zwei Jahren das erste Mal für den Wormser Gnadenhof gespendet. Carry hat von der Spendenübergabe ein Bild an ihrem Saloon hängen. Als Ralf Seeger sich den Gnadenhof Anfang November ansah, wurde er auf das Bild aufmerksam und wollte uns als Unterstützer haben“, berichtete Roberto Paterna, Mitglied der Germanen Mannheim.
Auch der Motorradclub habe sich seit Jahren dem Tierschutz verschrieben, erklärte Paterna. Wirklich sprachlos wurde Inhaberin Carry Lerch, als eine riesige Spende von Fressnapf auf dem Gnadenhof eintraf. Futter, Kleintierzubehör, Hundekörbe, Einstreu, Transportboxen und vieles mehr wurde von der Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör gespendet. „Ich möchte mich auch ganz herzlich bei FZ Glas & Spiegel, Garten- und Landschaftsbau Sascha Ropic, der Firma KDach, dem Brandschutzzentrum Riedel und Heike Diehm von der Parkwirtschaft im Wäldchen bedanken. Ohne all diese Helfer und die ‚Harten Hunde‘ wäre das alles nicht möglich gewesen. Jetzt haben meine Tiere ein schönes und trockenes Zuhause.“

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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