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Das „Land der schwarzen Berge“

Sektion Worms des Deutschen Alpenvereins war auf Tour in Montenegro

Beitragsbild33 Wanderinnen und Wanderer der Sektion Worms des Deutschen Alpenvereins waren unter der Leitung von Edda Decker in Montenegro. Ziel war es, das „Land der schwarzen Berge“ in verschiedenen Höhen zu erwandern.

Ortskundige Führer unerlässlich
Gut ausgebaute und markierte Wanderwege waren im felsigen Areal selten, weshalb ortskundige Führer unerlässlich waren. In zwei Schwierigkeitsgruppen erwanderten wir die reizvollen, in ein frühsommerliches Blütenmeer getauchten Landschaften. Fünf Tageswanderungen erschlossen den südwestlichen Teil des Landes, also das Gebiet zwischen Budva, Tivat, Kotor und Cetinje. 

Dort, wo Berge und Meer aufeinandertreffen, entstehen spannende Kontraste, die sich in seltenen Vegetationszonen ausdrücken. Schwarze Berge sucht man vergeblich; gemeint ist mit „schwarz“ die Unerreichbarkeit der steil verkarsteten Gebirgszüge, die das weniger bekannte Hinterland dominieren. Geringe Einwohnerdichte und die vielfach unberührte Natur schaffen ideale Lebensräume für seltene Tiere wie Smaragdeidechsen, Schlangen, Kiefernprozessionsspinner….und Pflanzen wie verkrüppelte Buchen und Steineichen, Ginster, Zypressen, Oliven, Granatapfelbäume, Robinien. 

Sie lassen noch genügend Platz für Veilchen, Margeriten, Glockenblumen, seltene Orchideen (Bienenragwurz, Knabenkraut…)…  Schafe, Kühe und Pferde nutzen die wenigen, mit Steinmauern umgebenen Weideplätze in der Nähe der Gehöfte. Nur wenige Terrassengrundstücke erlauben den Anbau von Grundnahrungsmitteln.

Tourismus wichtiger Faktor
Infolgedessen baut das seit 8 Jahren in die Selbständigkeit entlassene Land wie seine Nachbarn auf Fremdenverkehr. Wenn man eine Perle besitzt wie die 2000 Jahre alte Stadt Kotor, die schon von den Illyrern mit der Festung St. Ivan gesichert wurde, muss einem nicht bange sein. Diese Stadt ist umgeben von einer Bucht, deren schroffe Wände sich fjordartig in die Küste schneiden. Atemberaubend ist der Blick des türkis schimmernden Wassers auf die Berge in Küstennähe. 

Auch Cetinje, die ehemalige Haupt- und Residenzstadt Nicolas II. profitiert noch heute von seinen einstigen Glanzzeiten.

In der 2. Urlaubswoche wurde das Domizil nach Cavtat in Süddalmatien vor die Tore von Dubrovnik verlegt. in Süddalmatien sind anders als in Montenegro, noch viele Kriegsschäden aus dem Jugoslawienkrieg 1991/1992 zu sehen. Hier in dem klekinen Hafenstädtchen Cavtat fanden die Wasserratten an Pool oder Strand viel Ruhe oder Abwechslung.

Andere steuerten mit Linienbussen oder dem Mountainbike das Mühlendorf Ljuta und die Festung Sokol Grad an. Die Besichtigung von Dubrovnik war natürlich zentrales Thema dieser Woche. Die „Perle der Adria“, nach dem schweren Erdbeben 1979 wieder originalgetreu erbaut, ist eine der schönsten Städte der Adria. Eine gemeinsame Bootsfahrt auf die drei Inseln Kolocep, Sipan und Lopud war ein weiterer Höhepunkt. Einige reisten sogar mit dem Kleinbus über die mittelalterlich anmutende Stadt Pociteij nach Mostar in Bosnien/Hercegovina. 

Und schließlich wurde der 700 m hohe Strazisce erstiegen, unmittelbar an der Grenze zu Bosnien, mit tollem Rundblick vom Gipfelkreuz über Süddalmatien, Bosnien und Montenegro. Einen besonderen Höhepunkt gab es in Cilipi. Nach einer längeren Küstenwanderung kam es zum Treffen mit dem Bergkameraden Bernhard Stein, der zur gleichen Zeit alleine mit dem Fahrrad 1300 km von Pula nach Korfu unterwegs war.

 

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Geschrieben in Sport, Sport-Mix

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