
Bilder sind nie eindeutig. Jeder sieht darin etwas anderes. So ein Zugang hilft, um Demokratie zu verstehen. Unterschiedliche Interessen und verschiedene Wahrnehmungen müssen mit Mehrheiten zusammengebracht werden. Welche Wirklichkeit sehen wir dabei? Welches Bild machen wir uns über die Politik?
Wer solche Fragen beantworten möchte, muss sich heute damit auseinandersetzen, wie wahrhaftig die Quellen unserer Information sind. Im Museum Heylshof gab es deshalb eine erneute Schulung von Demokratiebotschafterinnen und Demokratiebotschaftern. „Fake oder Fakt“ – dazu unterrichtete Simone Orgel, als Demokratiecoach aus München. Carsten Schneider-Wiederkehr begrüßte als Vorsitzender des Kuratoriums Heylshof. Karl-Rudolf Korte führte in die Seminarthematik kurz ein.
Das Wormser Wirtschaftsbündnis Demokratie hatte Belegschaften der Wormser Unternehmen und Organisationen geladen. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich im neuen Demokratieort des Museums, um über Gespräche mehr über Desinformation zu erfahren.
Wie gehe ich im Betriebsalltag mit Verschwörungserzählungen, mit Ausgrenzungen, mit Hass und pauschalen Verurteilungen um? Die Gruppe lernte Instrumente der Gegenwehr intensiv kennen.
Ebenso nahmen in einem Folge-Seminar am gleichen Tag 40 Oberstufen-Schülerinnen und Schüler des Gauss- und Rudi-Stephan-Gymnasiums im Heylshof teil. Die meisten waren erstmals in diesen Räumlichkeiten, die vor 100 Jahren für die Wormser Öffentlichkeit die Türen öffnete. Das Museum will noch intensiver Räume der Überschneidung für Wormser bereitstellen. So kann es ein neuer Treffpunkt werden, an dem sich die kommunale Demokratie entwickelt. Das Wormser Wirtschaftsbündnis für Demokratie wird weitere Termine zur Schulung anbieten.
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