Sie sind hier: Home » Worms und Ortsteile » Demokratie jetzt!

Demokratie jetzt!

Gelungene Vernissage zur Ausstellung im Kunsthaus / Nochmals am 10. Juni geöffnet

Donner forderte die Besucher auf, sich in der Ausstellung Zeit zu nehmen, genau hinzusehen, nicht alle Exponate erschließen sich von selbst. 

Donner forderte die Besucher auf, sich in der Ausstellung Zeit zu nehmen, genau hinzusehen, nicht alle Exponate erschließen sich von selbst.

Rund einhundert geladene Gäste besuchten am 31. Mai die Vernissage zur Ausstellung – Demokratie jetzt! – in den Galerieräumen des Kunsthauses in Worms. Die Ausstellung wurde von Horst Rettig initiiert und kuratiert.

Oberbürgermeister Michael Kissel ließ es sich nicht nehmen, trotzt seines engen Terminkalenders, die Ausstellung zu besuchen. Das Thema Demokratie, so Kissel, sei ihm so wichtig, dass er die Zeit gerne investiere.

In seiner Ansprache erklärte Hans-Martin Donner, selbst Künstler im Kunsthaus Worms, dass die Ausstellung Ausdruck einer großen Sorge um unsere demokratischen Grundwerte sei.

„Demokratie jetzt!“ sei als Forderung zu verstehen, so Donner.  Die Ansicht, dass die Demokratie gefährdet ist, sei keine „Panikmache“, sondern den großen Umbrüchen unserer Zeit geschuldet. Mit den drei Stichworten, Globalisierung, informationelle Selbstbestimmung und Nationalismus/ Rechtspopulismus, die er kurz erläuterte, begründete Donner das Unwohlsein mit diesen Umbrüchen.

Resignieren oder aufbegehren, war deshalb die Frage, die er an das Publikum richtete. 

Auch was Kunst leisten kann, ob es überhaupt eine allgemein gültige Antwort gäbe, ob Kunst politisch sein soll und darf und welche Bevölkerungsgruppen erreicht werden, wenn Künstler gesellschaftspolitische Themen aufgreifen, wurde thematisiert.

 

Da Künstler von ihrer Arbeit leben müssen, stellte Donner die Frage, ob nur der etablierte Künstler sich die politische Provokation leisten könne, da es zweifelhaft sei, ob das politische Engagement in der Kunstwelt überhaupt honoriert werde. 

Als Fazit und als Statement resümierte Donner: „Ich glaube, wir können und müssen als Künstler einen Beitrag leisten für Toleranz, für Pluralismus, für Rechtsstaatlichkeit, für demokratische Prinzipien.“ 

Es sei die Aufgabe der Kunst aufzurütteln, souveränes Wahrnehmen und kritisches Hinsehen zu fördern, so Donner, dann könne die Kunst revolutionär sein.

Die Ausstellung zeigt Bilder und Installationen, verschiedener Künstler des Kunsthauses sowie den Künstlern des atelierblau. 

Gerade sie hätten sich besonders engagiert, immer vor dem Hintergrund, was passiert mit uns, wenn rechte Demagogen weiter an Zulauf gewinnen, so Donner. 

Eines ihrer Objekte erinnert an das Unrecht von Hadamar.

Die Ausstellung ist nochmals am Sonntag, dem 10. Juni, von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Worms und Ortsteile

Kommentare sind geschlossen

Nibelungen Kurier - Zutrittsprüfung

Herzlich willkommen
beim Internet-Auftritt des Nibelungen Kurier – der Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland.

Seit rund 35 Jahren geben wir zweimal wöchentlich eine gedruckte Ausgabe heraus. Zusätzlich bieten wir diesen kostenlosen Onlinedienst an, auf dem wir täglich das Neueste aus Worms und der Region für Sie bereitstellen. Sowohl die gedruckte als auch die Onlineausgabe sind werbefinanziert.

Warum sehe ich nibelungen-kurier.de nicht?

Sollten Sie Probleme haben, versuchen Sie es mit einem alternativen Browser zum Beispiel:

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter info@nibelungen-kurier.de gerne zur Verfügung.


Impressum
Nibelungen Kurier Verlag GmbH
Print-Carl-Anlage 20
67547 Worms
Telefon: 06241 9578-0
Fax: 06241 9578-78
info@nibelungen-kurier.de

Geschäftsführer: Frank Meinel und Dieter Schaller
Amtsgericht Mainz, HRB 11190
Umsatzsteuernummer-ID DE 1499 65202
Verantwortlich für den Inhalt: Frank Meinel

Datenschutzerklärung