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  • Mo., 13. April 2026, 16:10 Uhr
    WORMS: Vorstellung der neuen Backfischbraut Romy Summers

    „Die Fischerwääder sind mehr als ein Verein“

    Die neue Backfischbraut Romy Summers freut sich schon auf viele Begegnungen und darauf, Worms von einer anderen Seite kennenzulernen.
    Foto: Rudolf Uhrig

    Von Rudolf Uhrig › „De Bojemääschter vun de Fischerwääd“, Markus Trapp, lud am Samstagabend in seinen Amtssitz in der Großen Fischerweide 31 – und schon von weitem war zu hören: Am Willi-Schnee-Platz herrscht beste Stimmung. Drinnen setzte sich diese nahtlos fort, in gemütlich-enger Runde und mit einem Anlass, der im Wormser Brauchtum fest verankert ist: der Vorstellung der neuen Backfischbraut. Ihr erster großer Auftritt steht bereits bevor – bei der Pfingstmarkteröffnung am 23. Mai.
    Mit einem Augenzwinkern richtete er seinen Dank an den Vorstand der Fischerwääder: „Das sind die, die wirklich arbeiten – ich bin ja nur das hübsche Gesicht des Vereins.“ Auch in eigener Sache blieb er humorvoll: „Eigentlich wollte ich das Amt zwei Jahre machen – nächstes Jahr werden es 20. Aber keine Sorge: Ich hänge noch 30 dran“, so der 58-jährige.

    Warme Worte für Marie Bickel

    Für Marie Bickel fand Trapp warme Worte: „Du warst eine außergewöhnliche und tolle Backfischbraut und hast als Wiesoppenheimerin deinem Stadtteil alle Ehre gemacht. Und überhaupt – die Wiesoppenheimer haben sich großartig eingebracht.“ 
    Die 26-Jährige selbst blickte dankbar zurück: „Das Jahr ist wie im Flug vergangen. Ich war auf unzähligen Festen, bei vielen Umzügen – und durfte sogar gemeinsam mit Jan Metzler im Kleid der Backfischbraut Worms im politischen Berlin vertreten.“ 
    Auch für einen kleinen Seitenhieb war Zeit: Besonders angetan zeigte sich Trapp von Maries Instagram-Auftritt. „So konnte ich immerhin sehen, wo ich gestern gewesen bin“, scherzte er.

    Ehre, Aufgabe und Verantwortung

    Dann gehörte die Bühne der Neuen: Romy Summers stellte sich der großen Runde vor. Die 18-Jährige lebt im Wormser Musikerviertel, wurde in Kirchheimbolanden geboren und besucht derzeit die Freie Waldorfschule in Frankenthal. In Worms ist sie dennoch längst verwurzelt: „Meine Mutter Alfi engagiert sich seit 16 Jahren in der Brauchtumspflege. Für mich sind die Fischerwääder daher mehr als ein Verein – sie stehen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und unsere Geschichte.“ Die neue Backfischbraut sieht ihre Rolle als „Ehre, Aufgabe und auch Verantwortung“ – und freut sich auf viele Begegnungen und darauf, „ein vielleicht ganz neues Worms kennenzulernen“.
    Ein wenig Nervosität war ihr anzumerken – da gab Trapp den Grandseigneur: „An meiner Seite ist Aufregung ganz normal. Wenn Frauen ruhig bleiben, müsste ich mir eher Sorgen machen.“
    Im weiteren Verlauf tauschte Annette Kienast-Kistner die von ihr gestaltete Kette, während Oberbürgermeister Adolf Kessel und Landtagsabgeordneter Dirk Beyer Grußworte überbrachten. Auch der Schaustellerverband zeigte sich großzügig: Vorsitzender Martin Rick überreichte beiden Damen einen Präsentkorb.

    Drachenenten

    Zum Abschluss präsentierte Trapp noch die neue Wormser Drachenente für das Entenrennen am zweiten Backfischfest-Wochenende – und betonte in seinem Schlusswort die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: von der Stadt über das Stadtmarketing und die KVG bis hin zu Fastnachtsvereinen, Hausfrauenverein und Schaustellern. Ein Abend ganz im Zeichen gelebter Tradition – und mit viel Vorfreude auf das, was kommt.

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