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Die heiße Phase läuft

35 Bewerber stellen sich beim Live-Casting von „Worms macht die Klappe auf“ im LincolnTheater vor

Unter Anweisung von Aimé-Jipsy Mikona gab Bianca alles, um sich ihren Traum von der Schauspielerei zu erfüllen. Foto: Vera Beiersdörfer

Unter Anweisung von Aimé-Jipsy Mikona gab Bianca alles, um sich ihren Traum von der Schauspielerei zu erfüllen. Foto: Vera Beiersdörfer

Von Vera Beiersdörfer Was 2015 mit einem Kurzfilm-Ideenwettbewerb für Jugendliche begann, hat sich mittlerweile zu einem ausgewachsenen Projekt gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit  entwickelt. Als die Initiative „Worms macht die Klappe auf“ damals dazu aufrief, Einfälle für die Handlung eines Kurzfilms einzusenden, ahnte Initiator Aimé-Jipsy Mikona noch nicht, was in den darauffolgenden Wochen alles passieren sollte. Gewonnen hatte die Einsendung von Björn Leonhard, Schauspieler Peter Englert griff dessen Liebesfilm-Idee auf und schrieb ein Drehbuch mit dem Titel „Julia und Djamal – Zwei Welten, eine Liebe!“. Dieses handelt von den Widrigkeiten der jungen Liebe eines Flüchtlings und einer Deutschen. Dann hieß es für Aimé-Jipsy Mikona Klinkenputzen und Sponsoren finden, um dem Projekt nicht nur auf Papier Leben einzuhauchen. Durch die gesammelten Gelder sowie das Preisgeld des Jugend-Engagement-Wettbewerbs des Landes Rheinland-Pfalz, den die Initiative für das Kurzfilmprojekt im Februar gewann, soll nun das Vorhaben realisiert werden.

Daher waren Interessierte aller Altersgruppen aufgerufen, sich mittels Onlineverfahren für das Casting der vier bis sechs benötigten Nebenrollen zu bewerben. „Aus über 100 ernsthaften Bewerbungen haben wir uns schließlich für 35 Personen entschieden und diese zu unserem Live-Casting ins LincolnTheater eingeladen“, freute sich Aimé-Jipsy Mikona über den regen Zuspruch. Am Dienstag war es endlich soweit von 10 bis 21.30 Uhr sprachen die Laien und Hobbyschauspieler vor. Eigentlich hätte die Jury aus drei Personen bestehen sollen, jedoch waren Peter Englert, der derzeit ein Schauspielengagement bei den Bad Hersfelder Festspielen hat, sowie seine Assistentin Kim verhindert. „Da wir sowohl die Eltern- als auch die Jugendlichen-Rollen besetzen, sind heute Bewerber im Alter von 14 bis Mitte 40 hier. Zum Teil erhielten wir Bewerbungen, die wir aufgrund des weiten Anreiseweges bereits ablehnen mussten“, erklärte Mikona. Beim Casting mit dabei war auch die 39-jährige Bianca.  Die Mutter einer zweijährigen Tochter wurde beim Geldabheben in der Sparkasse Osthofen auf das Projekt aufmerksam. „Als mir das Plakat ins Auge stach, kam er wieder auf, der Traum einmal vor der Kamera zu stehen“, erinnerte sich die Kirchheimbolanderin. Bereits vor zehn Jahren habe sie an einem Casting einer großen deutschen Filmgesellschaft teilgenommen, dort aber leider sehr negative Erfahrungen gesammelt „Wir wurden abgefertigt wie am Fließband“.

Anders sollte es ihr im LincolnTheater ergehen. Nachdem sie morgens doch kalte Füße bekommen und Aimé-Jipsy Mikona per SMS eine Absage geschickt hatte, war sie umso erstaunter, als sie dieser persönlich anrief, um ihr Mut zuzusprechen. „Diese menschliche Vorgehensweise hat mich animiert, mein Glück zu versuchen und wer weiß, vielleicht habe ich ja eine Chance“, erläuterte Bianca ihre Entscheidung doch am Casting teilzunehmen. Dann ging es für sie direkt auf die Bühne, wo ihr die gesamte emotionale Bandbreite abverlangt wurde. Sichtlich erleichtert, die Aufgaben bewältigt zu haben und glücklich über das entspannte Vorgehen beim Wormser Casting, wartet sie nun auf Antwort. In den nächsten ein bis zwei Wochen will sich Projektinitiator Mikona entscheiden, wer eine Rolle als Nebendarsteller erhält. „Das wird echt nicht einfach, es waren einige tolle Leute dabei“.

Der Filmdreh in der Nibelungenstadt soll an vier bis fünf Tagen im September stattfinden.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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