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Die hohe Belastung im Handball und ihre Folgen

Im Leistungssport ist die Belastung der Spieler enorm hoch, das ist so weit nichts Neues. Allerdings gibt es Sportarten, die den Spielern deutlich mehr abverlangen als andere, was zu häufigeren und gefährlicheren Verletzungen führen kann. Manche Sportvereine in populären Sportarten können es sich leisten, Spieler monatelang nicht spielen zu lassen und zu schonen. Andere Sportarten, wie z.B. Handball haben dafür nicht das notwendige Geld.

Die Spielerbelastung im Handball
Im Gegensatz zu anderen Sportarten wie z. B. Fußball geht es beim Handball nicht um dauerhaftes Ausdauern, sondern um kurze, schnelle und hochintensive Spielphasen in denen schlagartig ein Maximum an Bewegung abgerufen werden muss. Das führt dazu, dass schnell Verletzungen in den beanspruchten Bereichen auftreten, im Handball sind besonders das Sprunggelenk, das Knie, der Wurfarm und die Schulter betroffen.
Hinzu kommen natürlich noch die Unfallverletzungen, also Verletzungen die durch Fouls, Stürze oder Zusammenstöße entstehen. Diese sind nahezu unvermeidlich, allerdings kann man durch Training z.B. Stürze nach einem Sprungwurf vermeiden. Dass Spieler sich etwas brechen oder sich anderweitig verletzen, wenn sie mit einem Spieler zusammenstoßen, bleibt unvermeidbar. Die klassischen Ermüdungsverletzungen, die man aus allen Sportarten kennt, sind natürlich auch im Handball vorhanden. Nach tausenden Sprüngen kann auch ein gut trainiertes Knie mal den Geist aufgeben, das Gleiche gilt auch für eine Schulter, die zehntausende Male werfen muss. Umso wichtiger ist eine gründliche Regeneration nach den Spielen und nach dem Training.

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Es mangelt an finanziellen Mitteln
Hier liegt schon das erste Problem im Handball: Da der Handball nicht annähernd über die finanziellen Mittel des europäischen Fußballs oder der amerikanischen Sportarten verfügt, können sich Teams oft nicht den notwendigen Luxus leisten, Spieler zu schonen. Egal ob Massagen, Atemübungen, Ernährungsberatung oder ähnliches, für Regenerationstechniken muss geschultes, professionelles Personal eingestellt werden, dieses können sich aber viele Handballteams nicht in der Größenordnung leisten, wie das der Fußball kann. Das führt dazu, dass die Spieler nicht die individuelle Fürsorge bekommen, die sie eigentlich gebrauchen könnten.
Ein weiteres Problem liegt im Reisen. Während Fußballer per Flugzeug ihre Spiele erreichen, nutzen im Handball die meisten Teams fast ausschließlich den Mannschaftsbus. Natürlich ist es deutlich weniger belastend, im Hotelzimmer auszuschlafen und dann eine Stunde zu fliegen, als mehrere Stunden im Bus zu fahren. Für die zusätzliche Reisebelastung der Champions League bekommt der Sieger im Handball knapp über 500.000 €, während der Champions League Sieger im Fußball über 50.000.000 € bekommt. Diese Summen sollten erklären, weshalb es sich für Handballvereine nicht lohnt, die Spieler im Jet von A nach B zu bringen.
Das alles führt dazu, dass fast kein professioneller Handballer komplett unverletzt spielt, wie Dr. Frowin Fasold in einem Blog-Post von Betway Sportwetten sagt. Jeder Spieler schleppe in der Regel einige Kleinigkeiten mit sich rum, überspitzt gesagt: Unverletzt spielen ist uncool. Dokumentiert werden nur die Verletzungen, die zu einem Spielerausfall führen.


Was muss sich ändern?
Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort, am ehesten würde man die Spieler entlasten, wenn man die Mannschaften in der ersten Liga reduzieren würde, sodass die restlichen Mannschaften weniger Spiele machen müssen. Das würde die Gesamtlast auf die Spieler reduzieren und dafür sorgen, dass die deutschen Mannschaften auch in internationalen Wettbewerben wie der Champions League wettbewerbsfähig bleiben.

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