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  • Fr., 01. Mai 2026, 13:44 Uhr
    NIBELUNGEN-FESTSPIELE: Die Theatercompagnie „Les Enfants Terribles“ versprechen ein intensives Erlebnis mit internationalem Touch

    „Die Hunnenkönigin“ lässt es schneien

    Das Ensemble der Nibelungen-Festspiele freut sich auf die Arbeit in Worms.
    Foto: Rudolf Uhrig

    Von Rudolf Uhrig › „Es könnte sein, dass wir bald über den ‚schrecklichen Zustand‘ berichten müssen, dass wir total ausverkauft sind“, sagte am Donnerstagmorgen der künstlerische Leiter der Nibelungen-Festspiele, Thomas Laue, anlässlich der zweiten Pressekonferenz zur diesjährigen Inszenierung „DIE HUNNENKÖNIGIN“ im Wormser. 80 Prozent der Karten sind bereits weg.

    Ab kommenden Montag allerdings wird es ganz besondere Karten (der Preiskategorie 3, Sa.–Do. 60 Euro, Fr. u. Sa. 71 Euro) geben, denn rund 50 Besucher dürfen an den seitlichen Rängen hautnah am Geschehen auf der Bühne Platz nehmen. Diese Idee kommt von der Londoner Theatercompagnie „Les Enfants Terribles“, in deren Aufführungen das Publikum sogar auf der Bühne sitzt. „Das wird ein ganz intensives Erlebnis werden“, versprach Laue.

    Besonderer Spirit

    Vom Ensemble waren Maria Dragus (Kriemhild), Aram Tafreshian (Etzel), und  Vinzenz Wagner (Siegfried) anwesend.  Anna Martine Freeman und Miguel Torres Umba sind derzeit noch in anderen Engagements unterwegs. Sie alle betonten, dass sie sich sehr auf die Arbeit in Worms freuen; vom besonderen Spirit haben sie alle schon gehört. Vom großen Zusammenhalt, von der Spielfreude – und überhaupt sei es wohl ein „ganz, ganz tolles“ Team. Auch gab es erste Eindrücke vom Bühnenbild, das Sean Tuner entworfen hat. „Es wird sogar schneien“, verriet er.

    Bei der Pressekonferenz am Donnerstag wurde auch eine Visualisierung des neues Bühnenbildes von Sean Turner präsentiert. Foto: Rudolf Uhrig
    Foto: Rudolf Uhrig

     

    „In der Londoner Szene hat man auf den historischen Stoff einen ganz eigenen Blick“, sagt Laue. Er freut sich sichtlich, dass die diesjährigen Aufführungen etwas Besonderes werden. Die Geschichte der Burgunderprinzessin Kriemhild, die nach Siegfrieds Tod zur mächtigsten Herrscherin Europas aufsteigt, wird frisch, jung und poppig erzählt und es wird getanzt, gespielt und sogar gesungen.

    Alice Merton und Alexander Wolfe gaben dazu am PK-Morgen eine Kostprobe.

    Katharina Binz, die scheidende Ministerin, sprach von einer Strahlkraft der Festspiele, die man sich anfangs gar nicht habe vorstellen können. Sie hob das große Engagement der Protagonisten hervor, die mit Nico Hofmann, dem Intendanten, nochmals eine andere Qualität mit sehr viel Innovation erreicht habe.

    Internationaler Touch

    Nico Hofmann freute sich auch, dass es Thomas Laue gelungen war, den Nibelungen-Festspielen einen internationalen Touch zu verleihen, denn die Uraufführung des Stücks „Die Hunnenkönigin“ entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Londoner Theatercompagnie „LES ENFANTS TERRIBLES“. Die preisgekrönte Compagnie bringt somit erstmals ihre unverwechselbare Mischung aus Schauspiel, Musik, Magie und Puppenspiel nach Worms. Allerdings sagt Hofmann auch ganz klar dazu, dass es darauf gar nicht so sehr ankomme, sondern auf die Qualität.

    Regie wird auf Englisch geführt, das Stück selbst kommt natürlich auf Deutsch zur Aufführung. „Irgendwie wird es funktionieren“, lachen alle.

     

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