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Dirk Hoffmann trumpft auf

Sieg in der Nebenrunde der Deutschen Hallen-Tennismeisterschaft

Dirk Hoffmann bei den Deutschen Hallen-Tennismeisterschaften.

Dirk Hoffmann bei den Deutschen Hallen-Tennismeisterschaften.

Am zweiten Wochenende im März fanden die 34. Nationalen Deutschen Tennis-Hallenmeisterschaften der Altersklassen 30 und 35 in Eggenstein statt. Ein Turnier, das der beim TC Rot-Weiß Worms spielende Dirk Hoffmann immer in guter Erinnerung behalten wird, denn er konnte hier einen seiner bisher größten Erfolge feiern – den Gewinn der Nebenrunde in der Konkurrenz der Herren 35.

In der ersten Runde im Hauptfeld traf er auf Philipp Heller (LK3) vom Ski Club Ettlingen. „Eigentlich genau mein Spiel“, beschreibt Hoffmann das Match. „Er spielte langsam, versuchte klug zu agieren. Ich machte Druck, spürte aber schnell meine Erkältung. Ich hätte eigentlich nicht spielen sollen. Also ließ ich das Spiel, wohlwissend dass es eine Nebenrunde gibt, an mir vorüberziehen und verlor 2:6 und 3:6.”

Sieg nicht gefährdet
Am nächsten Tag ging es Hoffmann gesundheitlich besser. Am frühen Nachmittag stand dann sein nächstes Spiel gegen Alexander Antrett vom TC Blau-Weiß Herxheim an, der in der deutschen Rangliste Herren 40 an Nummer 33 geführt wird. „Er ist auf den Beinen fit und ich wusste, dass das ein laufintensives Spiel werden wird. Ich bereitete mich darauf vor und konnte am Ende das Spiel mit 7:6 (7:0 im Tiebreak) und 6:3 gewinnen. Dabei hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mein Sieg gefährdet war“, beschreibt Hoffmann das Match.

In der nächsten Runde wartete mit Jürgen Fassbender ein echter „Brocken“ auf Hoffmann. „Er hatte mir bereits im Vorfeld gehörig Respekt eingeflößt. Aber auch er ist ein Spieler der mir eigentlich liegt, da er recht langsam spielt – unglaublich fit auf den Beinen, ein Kämpfer durch und durch“, beschreibt Hoffmann seinen Gegner. „Erschwerend hatte er gefühlt die komplette Halle – er ist der Sohn der Turnierleiterin und der Vereinsansässige Trainer – hinter sich. Der erste Satz ging mit 6:3 sehr souverän mich, da Jürgen große Probleme mit meinem Tempo hatte. Dann beschränkte er sich auf Zerstören und Rhythmuswechsel, was sehr gut funktionierte. Ich verlor meine Linie und musste den Satz im Tiebreak (in dem ich bereits 4:0 führte) mit 5:7 abgeben. Die Zuschauer tobten. Im Tiebreak waren die Ballwechsel gefühlt Stunden lang und wurden nur durch glückliche oder spektakuläre Punkte – zum Beispiel ein Stopp im Fallen – entschieden. Am Ende, nach drei Stunden und vierzig Minuten, stand ein 10:7 für mich“, beschreibt Hoffmann das längste Match seines Lebens.

Harte Schläge, schnelle Punkte
Ein völlig anderes Spiel erwartete Hoffmann mit seinem Endspielgegner Alexander Gerasch (TC Graben-Neudorf). „Er hat im Prinzip die gleiche Spielweise wie ich. Harte Schläge und schnell die Punkte machen. Er hat einen unglaublich harten Aufschlag und die Vorhand hat einen heftigen Zug. Mit der Rückhand spielt er einen gefährlichen Slice“, beschreibt Hoffmann diesen Gegner. „ Nach dem schweren Halbfinale konnte ich morgens kaum gehen und hatte beim Einspielen starke Schmerzen in den Beinen. Ich dachte mir, dass es gut wäre, die raus zu laufen. Das klappte im ersten Satz noch gut und ich konnte ihn mit 7:5 gewinnen. Im zweiten Satz kamen die Krämpfe. Da nach dem ganzen Schinden Aufgeben nicht zur Debatte stand, ließ ich den zweiten Satz an mir vorbeiziehen und hoffte auf den Champion-Tiebreak. Dies funktionierte gut und Alexander machte einige leichte Fehler und somit konnte ich auch diesen mit 7:5, 2:6, 10:7 gewinnen“, beschreibt Hoffmann sein großes Finale um die Meisterschaft in der Nebenrunde der Herren 35 und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Mit einem solchen Erfolg hätte ich in diesem Leben nicht mehr gerechnet“.

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Geschrieben in Sport, Tennis

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