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Donner und Dudenhofen über der TSG

Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Pfeddersheim gerät bei 2:4-Niederlage beim FV Dudenhofen schnell uneinholbar in Rückstand

Björn Weisenborn (links im roten Dress) kam in Dudenhofen zu seinem ersten Einsatz für die TSG Pfeddersheim. Der letzte Woche verpflichtete Neuzugang vom Absteiger SC Wiedenbrück aus der Regionalliga West spielte zwischen 2013 und 2015 beim damaligen Regionalligisten VfR Wormatia Worms. Er ist variabel in der Abwehr und im Mittelfeld einsetzbar. Foto: Marcus Diehl

Björn Weisenborn (links im roten Dress) kam in Dudenhofen zu seinem ersten Einsatz für die TSG Pfeddersheim. Der letzte Woche verpflichtete Neuzugang vom Absteiger SC Wiedenbrück aus der Regionalliga West spielte zwischen 2013 und 2015 beim damaligen Regionalligisten VfR Wormatia Worms. Er ist variabel in der Abwehr und im Mittelfeld einsetzbar. Foto: Marcus Diehl

VON JÜRGEN JAAP | „Das hab’ ich so noch nie erlebt!“ Sicher, Christoph Hartmüller ist mit seinen gerade einmal 32 Jahren ja noch ein ganz junger Trainer, aber selbst „alte Hasen“ im Fußballgeschäft dürften solch eine erste Hälfte, wie sie die TSG Pfeddersheim im Auswärtsspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Freitagabend unter Flutlicht beim FV Dudenhofen erlebte, höchst selten in ihrer Fußballer-Vita stehen haben. Das Geschehen kurz gefasst: Ein Gewitter verhindert lange den Anpfiff, dann geht’s los, dann nach ein paar Minuten wieder rein in die Kabine wegen weiterer Blitze, wieder raus aus der Kabine, Donner grollt in Form des heimischen Angreifers über Pfeddersheim, einen lupenreinen Hattrick binnen vier Minuten kassiert die TSG, 0:4 nach 35 Minuten hinten, nicht aufstecken, Ärmel hochkrempeln, Anschluss finden, aber am Ende doch mit 2:4 verloren, durchatmen, wundern und Köpfe schütteln.

Paul Stock schießt TSG binnen vier Minuten ins Jammertal
Christoph Hartmüller und sein Team gingen in Dudenhofen durch ein Wellenbad der Gefühle. „Unsere Auswärtsschwäche ist mir ein Rätsel“, konnte der TSG-Trainer den katastrophalen Start seiner Mannschaft nicht wirklich begreifen. Greifbar war beim Aufsteiger aber der Name, mit dem die latente Schwäche der Gäste zu verbinden war: Paul Stock. Der offensive Mittelfeldspieler des FV Dudenhofen („Wir wussten schon um seine große Qualität“) schoss Pfeddersheim innerhalb von nur vier Minuten in ein Tal der Tränen, zumal die TSG-Abwehr bei den ersten beiden Gegentoren auch noch kräftig Beistand leistete. „Das dritte Tor hat er aber super erzielt“, musste Christoph Hartmüller mitansehen, wie Paul Stock nach den zwei ersten Treffern (14. und 17.) nur eine Minute später den vielleicht schnellsten Hattrick in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar überhaupt nach einem tollen Solo durch die Pfeddersheimer Abwehr perfekt machte.

TSG gibt sich nicht auf und kommt zurück ins Spiel
„Wir waren irgendwie noch in der Kabine oder schauten gebannt in den Gewitter-Himmel“, schüttelte Christoph Hartmüller ratlos den Kopf. Pfeddersheim warf alles nach vorne, wollte den schnellen Anschluss – und lief in einen Konter von FV-Stürmer Julian Scharfenberger zum 4:0 (35.). Die Partie war früh entschieden. Was Christoph Hartmüller aber positiv vermerkte: „Wir haben die Köpfe nicht hängen lassen.“

Direkt vor der Pause gelang der Anschluss zum 1:4 (43.). Mohamedadem Kassa war im Strafraum zu Fall gebracht worden. Sebastian Kaster verwandelte sicher. Kassa und Kaster waren auch die Protagonisten beim zweiten Tor der TSG. Diesmal drückte Stürmer Kaster einen gescheiten Pass von Kassa ein. „Die zweite Halbzeit haben wir klar bestimmt“, sah Christoph Hartmüller nun sein Team im Vorwärtsgang. Shuntaro Kawabe, Fabio Schmidt und wieder Sebastian Kaster hatten das 4:3 mehrfach auf dem Fuß.

Wiedergutmachung gegen FC Hertha Wiesbach
Doch es blieb beim 4:2. Ebenfalls bitter für die TSG: Christopher Ludwig musste schon vor dem Match wegen einer Verkrampfung passen und Eugen Gopko schied direkt nach dem Wechsel mit einer Zerrung aus. Dafür kam der erst unter der Woche vom Regionalliga-Absteiger SC Wiedenbrück verpflichtete Björn Weisenborn zu seinem ersten Einsatz im TSG-Dress. „Er machte seine Sache echt prima, wie überhaupt das ganze Team in Hälfte zwei gut spielte“, fand Christoph Hartmüller.

Strich drunter unter die Auswärtspartie beim Aufsteiger. In der nun steigenden englischen Woche hat die TSG Pfeddersheim am Mittwoch, dem 14. August, 19,30 Uhr gleich doppelt Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Zum einen für die unerfreuliche 2:4-Pleite in Dudenhofen und zum anderen ist mit dem FC Hertha Wiesbach noch ein Hühnchen zu rupfen, fügten die Saarländer der TSG im Uwe-Becker-Stadion doch Anfang April 2019 beim 0:1 die einzige Heim-Niederlage der kompletten Saison 2018/2019 bei.

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar:
FV Dudenhofen – TSG Pfeddersheim 4:2 (4:1)
TSG Pfeddersheim: Diel – Udagawa, Gopko (49. Weisenborn), Mathias Tillschneider, Lutz (83. Müller) – Schmidt, Kawabe, Himmel, Kodraliu – Kassa, Kaster (89. Ikemura).
Tore: 1:0 Stock (14.), 2:0 Stock (17.), 3:0 Stock (18.), 4:0 Scharfenberger (35.), 4:1 Kaster (43. / Foulelfmeter), 4:2 Kaster (52.).
Zuschauer: 235.

 

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Geschrieben in Fußball, Sport

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