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Durch Kraft an der Basis auch politisch etwas bewegen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer rückt Frauen in den Mittelpunkt ihrer Sommerreise / Besuch in Worms

Heute besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Rahmen ihrer diesjährigen Sommerreise auch das Warbede Frauenzentrum. Foto: Vera Beiersdörfer

Von Vera Beiersdörfer „Starke Frauen, starkes Land“, das ist das Motto der Sommerreise 2018 von Malu Dreyer, bei der sie heute ihren ersten Halt in Worms einlegte. Gemeinsam mit Vertreterinnen des Soroptimist International Club Worms sowie Gabriele Zorn, Präsidentin Soroptimist Deutschland, und der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp informierte sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin im Warbede Frauenzentrum über die Arbeit für Frauen, denen sexualisierte Gewalt angetan wurde und denen durch den Frauennotruf Hilfestellung gegeben wird. 

„Mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben wir eine Frau zu Gast, die sich immer wieder engagiert zu Themen wie sexualisierte Gewalt und Gleichstellung zu Wort meldet“, so Susanne Hamann-Krämer, Vorstandsfrau des Warbede Frauenzentrum e.V., „dies stärkt uns in der Arbeit sehr“.

Unersetzliches Angebot
„Das Warbede Frauenzentrum ist ein unersetzliches Angebot und ich danke den Mitarbeiterinnen für ihr großartiges Engagement. Ich freue mich, dass sich die Soroptimistinnen  durch  Unterstützung der Einrichtung ebenfalls für Frauen in Notsituationen stark machen“, so Malu Dreyer.

Sexualisierte Gewalt an Frauen sei ein Problem, dass sich durch alle Schichten zieht und das spätere Privat- und Arbeitsleben der Betroffenen häufig auch bis hin zur existenzbedrohenden Erwerbsunfähigkeit einschränke.  In diesem Bereich müsse sich die Politik noch stärker einsetzen. „Es reicht nicht, den Einzelfall zu fokussieren“. Ein weiteres Gesprächsthema  war die so genannte Istanbul-Konvention, mit deren Inkrafttreten seit 2014 verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt geschaffen wurden und auf dessen Grundlage diese verhütet und bekämpft werden sollen. „Wir können vor allem dann wichtige Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen erzielen, wenn Politik, Frauenorganisationen und alle gesellschaftlichen Kräfte gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

100 Jahre Frauen-Wahlrecht
2018 ist das 100. Jubiläumsjahr des Wahlrechts für Frauen in Deutschland. „Es wurde schon viel erreicht, jedoch braucht dieser Erfolg einen langen Atem – in der Frauenbewegung und in der Politik“, erläuterte Malu Dreyer. Wichtig sei es, wieder mehr Schlagkraft zu gewinnen – viele Entwicklungen der feministischen Bewegung würden zwar online, aber nicht mehr in konventionellen Medien transportiert.

Nachdem der Ministerpräsidentin Postkarten mit Motiven starker Wormser Frauen überreicht wurden, machte sie sich auf den Weg zu ihrem zweiten Termin in der Nibelungenstadt.

Bestmögliche Versorgung
In der Frauenklinik des Klinikums Worms informierte sich Malu Dreyer über das Projekt „Medizinische Soforthilfe bei Vergewaltigung“.  Es hat sich zum Ziel gesetzt, Opfer einer Vergewaltigung bestmöglich zu versorgen – unabhängig von ihrer Bereitschaft Anzeige zu erstatten. „Das Projekt bringt Frauen, die keine Anzeige erstatten wollen, entscheidende Verbesserungen“, betonte die Ministerpräsidentin: „Denn bislang erfolgte nur im Falle einer Anzeige ein standardisiertes und gesichertes Verfahren für die medizinische und oft auch psychosoziale Betreuung von Gewaltopfern.“

Diskriminierungsfreie Vergütung
Am Nachmittag erkundigte sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Arbeit & Leben GmbH über das Projekt „Dialog Entgeltgleichheit“. Ziel des von der Landesregierung geförderten Projekts ist es, landesweit und branchenübergreifend kleine und mittlere Unternehmen über diskriminierungsfreie Vergütung zu informieren und sie dafür zu sensibilisieren.

Zum Abschluss ihres ersten Reisetages besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Matoi GmbH. Das Unternehmen wurde von zwei Frauen gegründet, die es auch leiten. „In Rheinland-Pfalz gibt es zwar schon viele erfolgreiche Gründerinnen, das große Potenzial weiblicher Gründer ist aber insbesondere in der Technologiebranche noch lange nicht ausgeschöpft“, betonte die Ministerpräsidentin. Frauen gehörten nur in rund jedem vierten Startup zum Gründungsteam. Deshalb werde die Landesregierung den Gründergeist gerade auch von Frauen weiter fördern.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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