Wir passen den Inhalt an die neue Größe Ihres Fensters an. Einen Moment bitte ...
Die Nibelungen Kurier Seite benutzt cookies. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
Welche cookies wir benutzen dürfen, können Sie in unserer Datenschutzerklärung selbst bestimmen. Verstanden
Sie sind hier: Home » Aus dem Nibelungenland » „Ein Glücksfall für den Artenschutz”

„Ein Glücksfall für den Artenschutz”

NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus”: Familie Bogner aus Eich zeigt besonderes Engagement

Eine Mehlschwalbe beim Nestbau. Foto: NABU Klemens Karkow

Bald kehren die Schwalben aus ihren Winterquartieren zurück und erfreuen die Herzen vieler Menschen, die jährlich auf die Ankunft der Frühlingsboten warten. Doch die Schwalben haben es zunehmend schwerer. Zum einen fehlt es ihnen an Nahrung, da die Insekten immer weniger werden. Auf dem Zugweg als Langstreckenzieher drohen ihnen viele Gefahren und nach der Ankunft bei uns werden die Nester nicht von jedem Hausbesitzer geduldet und zerstört. Dann sind Menschen wie Familie Bogner aus Eich ein Glücksfall für den Artenschutz, denn sie dulden Schwalben an ihrem Haus.

„Wir haben mindestens 20 Brutpaare an der Hauswand“, berichtet Christian Bogner voller Stolz, „die sollen da bleiben“. Das war für den Hausbesitzer von Anfang an klar, als die Renovierung der Fassade anstand. Um die Hauswand vor Kotspritzern zu schützen, strich Bogner mit einer speziellen Nano-Farbe, die Schmutz abweisend ist. „Anfangs war ich skeptisch“, gibt er gerne zu, doch dann habe er den Effekt bemerkt, wie der Regen die Verschmutzungen abwäscht. Ein ca. 18 Meter langes, sogenanntes Kotbrett, hat Bogner extra unter den Nestern angebracht, damit die Kotspritzer gar nicht erst nach unten fallen.

Dieses Engagement hat der NABU Worms-Wonnegau mit einer Auszeichnung bedacht. Neben einer Urkunde für besonderen Einsatz für den Schwalbenschutz ziert das Haus auch die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“. „Wir sind glücklich über solche Menschen“, freut sich Waltraud König vom NABU, „die Plakette weist das Haus und seine Bewohner nicht nur als schwalbenfreundlich aus, sondern ist auch gleich ein Hinweis für andere Menschen, dass dieser Dienst an der Natur durchaus wertgeschätzt wird”.

Noch intensiver mit dem Schwalbenschutz beschäftigen

Der NABU Worms-Wonnegau möchte sich zukünftig noch intensiver mit dem Schwalbenschutz beschäftigen. Der Verband hatte schon vor vielen Jahren eine Aktion, damals noch unter dem Namen: „Schwalben willkommen“ ins Leben gerufen, und zeichnete Haus- und Hofbesitzer aus, die Rauch- und Mehlschwalben an ihren Gebäuden nisten lassen. Allein im Wonnegau wurden rund 40 Auszeichnungen vorgenommen. Wer Schwalben auf seinem Grundstück hat, kann sich für die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben und erhält dann eine Urkunde und eine schöne Plakette zur Anbringung am Haus. Entweder man meldet sich online bei der NABU-Schwalben-Koordinationsstelle auf den Internetseiten des NABU und füllt dort den Bewerbungsbogen aus oder nimmt Kontakt auf mit der Schwalbenbetreuerin des NABU Worms-Wonnegau, Waltraud König, Telefon 06352/789972, auf. Wer seine vorhandene Kolonie erweitern möchte, erhält vom NABU bei Bedarf Kunstnester.

Familie Bogner aus Eich stellt beim Schwalbenschutz ein besonderes Engagement unter Beweis, das der NABU mit einer Auszeichnung würdigte.

 

 

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Aus dem Nibelungenland, VG Eich am 26. Februar 2018

Kommentare sind geschlossen