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Ein neues Eisen im Feuer

Schmiede auf dem Abenteuerspielplatz in vollem Betrieb / Spardabank spendet 2.500 Euro

Die kleinen Schmiede unter Lars Grafe (links) hämmern wie die ganz Großen und beeindrucken Stefan Ahlert (rechts) mit ihrem Können. Foto: Leonie Ahlert

Die kleinen Schmiede unter Lars Grafe (links) hämmern wie die ganz Großen und beeindrucken Stefan Ahlert (rechts) mit ihrem Können. Foto: Leonie Ahlert

Von Leonie Ahlert | Das Dach steht, das Feuer brennt und der Amboss glüht. Schon am Tor kann man es hämmern und klirren hören. Die neue Schmiede des Abenteuerspielplatz ist endlich betriebsbereit und das lassen sich die Kinder und Jugendlichen nicht zweimal sagen. Nach einer Anleitung dürfen die Nachwuchsschmiede unter Aufsicht ganz eigenständig arbeiten, für Fragen und Hilfestellungen steht ihnen jedoch immer jemand zur Seite. Die Schmiede anzuwerfen dauert etwa eine halbe Stunde und dann kann es direkt losgehen. Zufrieden betrachtet Lars Grafe, der hier die letzten Züge seines Anerkennungspraktikums als Erzieher durchführt, die Kinder beim Ferienprojekt, die gerade eigene Nägel und Buttermesser schmieden. Die kleine Schmiede wirkt, als wäre sie schon immer da, dabei wurde der Bau erst kürzlich beendet und einige Feinheiten fehlen noch.

Schweißtreibende Arbeit

„Das war wirklich eine schweißtreibende Arbeit“, lacht Grafe und erzählt vom Dachbau bei 30 Grad in der prallen Sonne. Beim Bau geholfen haben Stammkinder des Abenteuerspielplatzes, die zwischen 12 und 16 Jahre alt sind. „Das Grundgerüst steht jetzt und wir können schon richtig professionell schmieden“, freuen sich die Kinder, die extra deswegen in den Ferien hergekommen sind. In ihren Lederschürzen, mit den eisernen Zangen und dem großen Hammer neben dem Amboss, sehen die Kleinen schon wie echte Schmiede aus und man merkt dem ein oder anderen an, dass hier nicht nur Neulinge am Werkeln sind. „Wir müssen nochmal nachstreichen, das Stromkabel für die Gebläse muss noch umgelegt werden und es muss noch eine Lösung für einen richtigen Abzug her“, so Grafe. „Wenn ich abends wach liege und darüber nachdenke, fällt mir ständig noch etwas ein, was noch gemacht, ergänzt oder verbessert werden kann.“

Stefan Ahlert von der Spardabank ist begeistert über den schnellen Bau und die vielen Möglichkeiten, die eine Schmiede den Kindern und Jugendlichen des Abenteuerspielplatzes bietet. Für ihn ist es nicht das erste Mal auf dem Platz, denn die große Schaukel konnte vor einigen Jahren auch durch die Spardabank verwirklicht werden. „Die Kinderentwicklung liegt uns sehr am Herzen und wir investieren gerne in die Förderung des Nachwuchses“, erklärt Ahlert, während er den herumwuselnden Kindern bei der Schmiedearbeit interessiert über die Schultern schaut. „Der Abenteuerspielplatz ist ein laufendes Projekt, das Kindern die Möglichkeit gibt, Sachen zu erleben, die zuhause heutzutage nicht mehr möglich sind und genau das macht diese Sache so unterstützenswert.“

Sachspenden gesucht

Bisher wurden von den 2.500 Euro der Spardabank etwa 900 Euro verbraucht. „Ich möchte noch einen Zaun bauen, es fehlen noch ein paar Zangen und ein diebstahlgesicherter Stauraum für das Equipment wäre schön“, erzählt Grafe und bedankt sich in diesem Zuge nochmals bei allen fleißigen Sachspendern, die Amboss, Zangen, Esse, Hämmer und Lederschürzen erst möglich gemacht haben. „Wir würden uns auch weiterhin über Materialspenden freuen, die unserer Schmiede und auch dem Spielplatz selbst zugute kommen“, lächelt er. Wer Werkzeug und Co. und alles, was sonst noch zu einer Schmiede passen könnte, zuhause hat und nicht mehr benötigt, kann dies als Sachspende zu den Öffnungszeiten (montags, dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 18 Uhr) vorbeibringen oder sich bei den Mitarbeitern und Helfern unter Telefon 06241/24949 oder unter der E-Mail abenteuerspielplatz-worms@gmx.de melden. Nach seinem sozialen Jahr möchte Grafe in seiner Freizeit weiterhin schmieden und dem Abenteuerspielplatz so ein wenig erhalten bleiben.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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