Sie sind hier: Home » Worms und Ortsteile » Ein Provisorium jagt das Andere

Ein Provisorium jagt das Andere

FLP zeigt sich fassungslos zur geplanten Containeranlage auf der Schulwiese

Fassungslos sind die Ortsbeiratsmitglieder Detlef Kettner und Michael Antz, jetzt solle die Schulwiese für die Versäumnisse geopfert werden.

Fassungslos zeigen sich die Ortsbeiratsmitglieder Detlef Kettner und Michael Antz, jetzt solle die Schulwiese für die Versäumnisse geopfert werden.

Nach der jahrelangen Suche eines Containerstandorts habe das Desaster seine Vollendung gefunden, so die FLP. Eine als Übergangslösung angedachte Kindertagesstätte, in Modulbauweise aus Containern, solle jetzt schnellst möglich auf der Schulwiese errichtet. „Die ganze Odyssee begann ja 2016 damit, Container an den maroden Kindergarten in der Freiherr-von-Stein-Straße zu platzieren. Logischerweise wurde diese Variante schnell verworfen und im August 2018 wurde vom Stadtrat eine Containeranlage für zwei Kita-Gruppen auf den Schulparkplatz (Kosten ca. 1,2 Mio. Euro) beschlossen“, so die FLP. In der Ortsbeiratssitzung am 9. April sei dem Gremium ganz nebenbei bei der Information zur Sanierung der alten Bergschule die neue Planung einer jetzt vier Gruppen umfassenden Containeranlage auf der Schulwiese präsentiert worden.

Noch in der Novembersitzung 2018 des Ortsbeirates seien jegliche Zweifel an dem Fortbestand des Bergschul-Kindergartens vom Ortsvorsteher ausgeräumt worden, der dann aber jetzt die überraschten Ortsbeiratsmitglieder zur Abstimmung aufgefordert hätte. Auf dieser Informationsbasis lehnten die beiden Ortsbeiratsmitglieder Detlef Kettner und Michael Antz die Abstimmung ab.

Die Beiden holten sich Informationen bei der Schulleitung, beim Elternbeirat und dem 1. Vors. der TSG ein. Hier habe man ebenfalls eine kritische Haltung erfahren und deshalb sei bei der Ortsbeiratssitzung am 16. April eine erneute Diskussion beantragt worden. „Leider fand man dazu bei den anwesenden Bürgervertretern kein Interesse, so die FLP. Der Vorschlag von Kettner und Antz, man solle aufgrund vieler Vorteile den Standort auf dem alten Tennisplatz der TSG in der Grabenstraße prüfen, sei dann folglich nicht zur Diskussion gekommen. Auch in der Stadtratssitzung am 17. April habe man die Standortoption „TSG-Gelände“ nicht weiter berücksichtigt.

Als Fazit stehe fest, ein Neubau einer Kindertagesstätte im ehemaligen Bundeswehrgelände sei von der Stadtverwaltung und den etablierten Parteien nie gewollt worden. Das sture Festhalten an einem Kinder- und Jugendzentrum, das seit über 10 Jahren in der Planung sei und noch sicher weitere 10 Jahre zur Umsetzung brauche, mache jetzt ein Provisorium auf der Schulwiese notwendig. Ein Provisorium, das den Steuerzahler geschätzte 2 Mio. Euro kosten solle (ohne Rückbaukosten), die Schulwiese in Beschlag nehme und eine schlechte Anbindung an die Infrastruktur mitbringe. „Diese Entwicklung ist sehr frustrierend und absolut unlogisch, deshalb muss sich was ändern”, so der Ortsvorsteherkandidat der FLP Detlef Kettner.

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Worms und Ortsteile

Kommentare sind geschlossen

Nibelungen Kurier - Zutrittsprüfung

Herzlich willkommen
beim Internet-Auftritt des Nibelungen Kurier – der Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland.

Seit rund 35 Jahren geben wir zweimal wöchentlich eine gedruckte Ausgabe heraus. Zusätzlich bieten wir diesen kostenlosen Onlinedienst an, auf dem wir täglich das Neueste aus Worms und der Region für Sie bereitstellen. Sowohl die gedruckte als auch die Onlineausgabe sind werbefinanziert.

Warum sehe ich nibelungen-kurier.de nicht?

Sollten Sie Probleme haben, versuchen Sie es mit einem alternativen Browser zum Beispiel:

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter info@nibelungen-kurier.de gerne zur Verfügung.


Impressum
Nibelungen Kurier Verlag GmbH
Print-Carl-Anlage 20
67547 Worms
Telefon: 06241 9578-0
Fax: 06241 9578-78
info@nibelungen-kurier.de

Geschäftsführer: Frank Meinel und Dieter Schaller
Amtsgericht Mainz, HRB 11190
Umsatzsteuernummer-ID DE 1499 65202
Verantwortlich für den Inhalt: Frank Meinel

Datenschutzerklärung