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Ein schwerer Sieg, bei dem alle an die Schmerzgrenze gehen mussten

TSG Pfeddersheim besiegt den FV Diefflen mit dem letzten Tropfen Benzin mit 4:3 / Samstag gehts zu Schott Mainz

Christoper Ludwig (Mitte) schaut gebannt seinem Kopfball auf dem Weg zum 2:2-Ausgleich für die TSG Pfeddersheim in das Tor des FV Diefflen hinterher. Foto: Felix Diehl

VON KLAUS DIEHL Lange 126 Minuten im Pokalspiel gegen den klassenhöheren Regionalligisten VfR Wormatia Worms waren den Oberliga-Spielern der TSG Pfeddersheim verständlicherweise anzumerken. Keine drei volle Tage mit 72 Stunden lagen zwischen diesem Spiel und dem unbequemen Gast aus Diefflen. TSG-Trainer Marc Heidenmann wollte deshalb auch nach dem Schlusspfiff am letzten Samstag keine kritische Bewertung des Spiels abgeben und war nur glücklich, dass drei weitere Punkte mit viel Herzblut und letztem Einsatz in Pfeddersheim blieben. Er lobte vielmehr zu recht die mentale Einstellung und vorzügliche Moral aller Spieler, die in den ersten Minuten überhaupt nicht in ihr gewohntes Spiel kamen und durch Tore von Fatih Günes und Chris Haase mit 0:2 in Rückstand lagen. Da musste man Schlimmes befürchten. Aber alle TSG-Spieler versuchten einen Gang höher zu schalten. Besonders Sebastian Kaster, der gegen den VfR Wormatia schon sehr stark spielte, lief seinem Gegenspieler Raheem Smali wiederholt davon und wurde von diesem in der 35. Minute im Strafraum gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Christopher Ludwig bombensicher. Nun war Pfeddersheim auf Betriebstemperatur und erneut war es Ludwig, der in der 41. Minute nach einer Ecke am höchsten stieg und per Kopf zum 2:2 traf.

Doch war dies noch nicht das Ende starker zehn Minuten der Gastgeber und die Klasse und Unbekümmertheit von Atsushi Kikutani solle sich einmal mehr zeigen, als er (43.) gar zum 3:2-Halbzeitstand traf. Viele der TSG-Spieler und auch Trainer Marc Heidenmann wären sicherlich froh gewesen, wenn der Pausenpfiff auch der Schlusspfiff gewesen wäre. Sie ahnten nicht zu Unrecht, dass die zweiten 45 Minuten in körperlicher-physischer Hinsicht noch schwerer werden würden. Zumal Diefflen sehr entschlossen aus der Pausen-Kabine kam und die TSG-Abwehr sofort beschäftige. Zum Glück war da noch der erst in der 35. Minute eingewechselte TSG-TorjägerAndres Buch. So auch in der 56. Minute, als er ein hohes Zuspiel über einen Gegner hinweg spitzelte, dabei aber auch weit nach außen abgedrängt wurde, jedoch aus einem spitzen Winkel den heraus eilenden Enver Marina im Tor der Gäste mit einem flachen Schuss zum 4:2 ins lange Eck überwinden konnte. Ein echtes Tor der Marke „Buch“.

Diese Zweitore-Führung war aber noch keine Garantie für drei Punkte, zumal die kräftemäßig frischeren Gäste in der 77. Minute durch das zweite Tor von Haase auf 4:3 herankamen. Dabei hatten sie sich in der 56. Minute durch die rote Karte wegen absichtlichen Handspiels für Cacine Baizdi personell geschwächt. Pfeddersheim sah sich zunehmend in die Defensive gedrängt, doch die Abwehr stand und wenn es sein musste, wurde der Ball auch einmal in die Walachei getreten. Das bessere Rezept waren aber schnelle Konter, besonders über Sebastian Kaster, dem das Abschlusspech ebenso an den Füßen klebte. So wurde ein Schuss gerade noch von der Torlinie gekratzt, eine weitere Vorlage von Kaster setzte Waaris Bhatti freistehend neben das Tor. So blieb es bis zum Schlusspfiff eine Art Zitterpartie, die am Ende auch gerechterweise zu Gunsten der TSG Pfeddersheim ausging.

„Erfrischender Fußball war heute aufgrund der Physis der Spieler nicht drin“, so Marc Heidemann. Seine Schützlinge zeigten aber ein hohes Maß an Moral, was die Zuschauer auch mit Beifall bestätigten. Nicht jedoch die mitgereisten Fans aus Diefflen, die ständig über den Schiedsrichter herzogen und die TSG-Spieler erfolglos provozierten. TSG-Trainer Marc Heidenmann freute sich neben der Leistung seiner Mannschaft, dass er jetzt wieder eine normale Trainingswoche hat, dem am Samstag, um 14.30 Uhr, folgt das Auswärtsspiel beim Ex-Regionalligisten TSV Schott Mainz.

Gegen Diefflen spielten: Patrick Stofleth (Tor), Benjamin Himmel (78. Florian Lutz), Fabio Schmidt, Sebastian Kaster, Waaris Bhatti, Tobias Bräuner, Mathias Tillschneider Christopher Ludwig, Jonathan Toco (35. Andreas Buch), Marcel Öhler (55. Marc Bullinger), Atsushi Kikutani.

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Geschrieben in Fußball, Sport

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