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„Ein wichtiges sportpolitisches Signal”

Stadt kann Zusage doch einhalten / TGW Hockey erhält Zuschuss in Höhe von 36.000 Euro / Haushaltsverträgliche Lösung gefunden

Es waren keine guten Nachrichten, die die TG Worms Hockey vor dem Jahreswechsel ereilten: Die Stadt darf den Zuschuss in Höhe von 36.000 Euro für den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes nicht auszahlen, hieß es. Aufgrund der angespannten Haushaltslage hatte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) Investitionen und Investitonsfördermaßnahmen wie solche Zuschüsse unter Vorbehalt gestellt. Doch wie der Volksmund weiß, beginnt im neuen Jahr auch das neue Glück: Gemeinsam mit der ADD konnte die Stadt nun eine Lösung für den Verein erzielen.
 
Rückblick: Im Investitionshaushalt 2016 hatte die Verwaltung entsprechend den Beschlüssen des Sportausschusses und des Stadtrates eine 20-prozentige Beteiligung in Höhe von 36.000 Euro für die Erneuerung des Kunstrasenplatzes mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 180.000 Euro veranschlagt. Dies habe der bisherigen Handhabung in der Sportförderung entsprochen, wonach die Stadt sich neben dem Land mit 40 Prozent und dem Verein mit weiteren 40 Prozent mit 20 Prozent beteiligen darf – aufgrund eines Beschlusses des Ministerrats aus dem Jahre 1995 ausdrücklich auch bei nicht ausgeglichenem Haushalt – hatte Oberbürgermeister Michael Kissel vergangenen Monat erläutert. Diese Praxis habe in Worms bislang bestens funktioniert, zuletzt bei der Erneuerung des Rasenspielfeldes im Wormatia-Stadion und davor beim Neubau der TGW-Halle auf der Jahnwiese. In beiden Fällen sei auch die Nutzung für den Schulsport als  zusätzliches Argument für die Beteiligung der Stadt akzeptiert worden, so der Stadtchef. Um das eigene Risiko so gering wie möglich zu halten, mussten alle antragstellenden Vereine jedoch mit ihrem Förderantrag bestätigen, dass sie gegebenenfalls auch ohne kommunalen Zuschuss in der Lage wären, die geplante Maßnahme aus eigener Kraft zu finanzieren – so auch beim Projekt der TGW-Hockeyabteilung. In diesem Falle kam dem Verein zugute, dass der reguläre Anteil der TGW durch eine private Spende gesichert war.

Haushaltsverträgliche Lösung gefunden
 
Mit der Haushaltsverfügung 2016 hatte die ADD schließlich darauf hingewiesen, dass die strengen Bestimmungen der Verwaltungsvorschrift den von der Stadt herangezogenen Ausnahmetatbestand angesichts der defizitären städtischen Haushalts- und Finanzlage nicht rechtfertigten. OB Kissel und Sportdezernent Uwe Franz hatten jedoch deutlich gemacht, dass sie an der Förderung des Projektes festhalten und bei der ADD das angesprochene positive Votum erwirken wollten. Gemeinsam mit der ADD und dem Innenministerium konnten Stadtchef und Sportdezernent nun in der Tat eine haushaltsverträgliche Lösung finden: Der erwartete Zuschuss der Stadt in Höhe von 36.000 Euro kann somit alsbald an die TGW-Hockey ausgezahlt werden. Damit kann die Stadt ihre Zusage einhalten. „Ich bin sehr froh, dass sich die ADD gesprächsbereit gezeigt hat und wir gemeinsam einen Weg finden konnten, den Verein doch noch finanziell zu unterstützen. Diese Wendung ist ein wichtiges sportpolitisches Signal“, betont der Oberbürgermeister.

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