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Eine Premiere mit vertrauten wie verdienten Gesichtern

Bei der Neujahrsbegrüßung des Oberbürgermeisters wurden am Freitagabend erstmals im WORMSER Mozartsaal Rosemarie Häußler, Heinrich Bock und Joachim Decker mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms ausgezeichnet

Michael Kissel war es ein sichtliches Bedürfnis, Joachim Decker, Rosemarie Häußler und Heinrich Bock (von links) für ihr Engagement auszuzeichnen. Foto: Robert Lehr

Michael Kissel war es ein sichtliches Bedürfnis, Joachim Decker, Rosemarie Häußler und Heinrich Bock (von links) für ihr Engagement auszuzeichnen. Foto: Robert Lehr

VON ROBERT LEHR Es war die Macht der Gewohnheit, die so einige Wormser Honoratioren wie Heiner Boegler, Otfried Eger oder Florian Gerster am Freitagabend ins Rathaus er Stadt Worms gelockt hatte. Doch nicht hierher, sondern erstmals in den WORMSER Mozartsaal hatte der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel zu seiner traditionellen Neujahrsbegrüßung eingeladen.

Doch die Drei befanden sich in guter Gesellschaft, denn sie waren nicht die einzigen, die von der freundlichen Pforte eine Ecke weiter in das Kultur- und Tagungszentrum geschickt wurden.

Macht der Gewohnheit oder „Gewohnheit der Macht“
Hier folgte das Stadtoberhaupt dann eher einer „Gewohnheit der Macht“ – in diesem Falle allerdings einer demokratisch legitimierten – und begrüßte die zahlreichen Vertreter aus Gesellschaft, Politik, Parteien oder Verbänden, Kirchen und Vereinen zu dem eher zwanglosen Treff, in dessen Mittelpunkt neben dem Austausch bei Sekt und Häppchen, die Ehrung besonders engagierter Mitbürger mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms steht.

Traditionell gehört zur Neujahrsbegrüßung auch ein Rück- wie ein Ausblick des Stadtoberhauptes. Im Mittelpunkt der Rede Michael Kissels standen dabei die fehlenden Ansiedlungsmöglichkeiten für potentielle Gewerbe und Industrie, die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit, aber auch  die Chancen, die sich für die Nibelungenstadt aufgrund ihrer Bewerbung als UNESCO-Weltkulturerbe oder der Neuausrichtung der Nibelungen-Festspiele ergeben. Foto: Robert Lehr

Traditionell gehört zur Neujahrsbegrüßung auch ein Rück- wie ein Ausblick des Stadtoberhauptes. Im Mittelpunkt der Rede Michael Kissels standen dabei die fehlenden Ansiedlungsmöglichkeiten für potentielle Gewerbe und Industrie, die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit, aber auch die Chancen, die sich für die Nibelungenstadt aufgrund ihrer Bewerbung als UNESCO-Weltkulturerbe oder der Neuausrichtung der Nibelungen-Festspiele ergeben. Foto: Robert Lehr

In diesem Jahr waren dies Rosemarie Häußler aus Worms-Pfeddersheim, Heinrich Bock aus Worms-Leiselheim und Joachim Decker aus Hochheim.

Mit Engagement weit über den Hausfrauenbund hinaus
Rosemarie Häußler habe sich in vielfältiger Weise und seit Jahrzehnten um ihre Mitmenschen und eine Vielzahl von Institutionen bemüht, so das Stadtoberhaupt. Seit 1992 sei sie Vorstandsmitglied im Deutschen Hausfrauenbund Pfeddersheim; von 1997 bis 2012 gar Vorsitzende des Deutschen Hausfrauenbundes. Daneben Mitglied im Landesverband des DHB und seit 2008 Mitglied im Verwaltungsrat des DHB.

Unermüdlich zeichne sie seit 1999 verantwortlich für die Organisation des Bücherstandes der Arbeitsgemeinschaft der Wormser Frauenverbände; seit 2002 arbeite sie dort aktiv im Vorstand.

Auch politisch sei Rosemarie Häußler seit vielen Jahren engagiert, so im Vorstand der Wormser Frauenunion, seit 1987 als Vorstandsmitglied der CDU Pfeddersheim und seit 2004 als Mitglied im Ortsbeirat Worms-Pfeddersheim.

Sowohl am Amtsgericht Worms, als auch am Landgericht Mainz habe sie je 4 Jahre als Schöffin gewirkt, erinnerte Kissel. Zudem arbeite sie seit 2003 im ökumenischen Frauenkreis und seit 2009 im Vorstand der evangelischen Kirche Pfeddersheim.

Musikalisch umrahmt wurde die Neujahrsbegrüßung von„Get it“, dem Gary-Fuhrmann-Jazz-Ensemble der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule der Stadt Worms. Foto: Robert Lehr

Musikalisch umrahmt wurde die Neujahrsbegrüßung von„Get it“, dem Gary-Fuhrmann-Jazz-Ensemble der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule der Stadt Worms. Foto: Robert Lehr

Aufbau des BabysitterRings
Darüber hinaus habe sie 1977 den „BabysitterRing“ aufgebaut, „seit 1980 war sie in verschiedenen Elternausschüssen von Kindergarten und Schule aktiv“, und von von 1997 bis 2008 hätte sie ältere Menschen ohne Angehörige im Verein Martin-Luther-Haus betreut.

„Als ehrenamtliche Betreuerin fungiert Frau Häußler seit 2003 und seit 1997 arbeitet sie mit im Organisationsteam der internationalen Frauenwoche“, was später in den internationalen Frauentag mit Infobörse übergegangen sei, lobte Kissel.

Heinrich Bock in Partei, Kirche und Naturschutz aktiv
„Für sein Jahrzehnte währendes vielfältiges ehrenamtliches Engagement wird Heinrich Bock heute mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms ausgezeichnet“, unterstrich Michael Kissel bei der Würdigung des Leiselheimers. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Gymnasiallehrer für Biologie, Chemie und Informatik habe er sich ehrenamtlich in zahlreichen Bereichen engagiert.

In vielen Parteiämtern bewährt
Seit 1979 Mitglied der SPD, sei er von 1980 bis 1999 Ortsvereinsvorsitzender, danach ständiges Vorstandsmitglied bis zum Jahr 2010, gewesen. Darüber hinaus sei er über 15 Jahre Beisitzer im Unterbezirksvorstand der SPD und 10 Jahre Mitglied in verschiedenen Ausschüssen des Stadtrates (Kultur, Umwelt und Naturschutz) gewesen, und seit über 25 Jahren Mitglied des Fachbeirates Natur bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Worms.

„Seit 1979 ist Heinrich Bock ununterbrochen Mitglied im Leiselheimer Ortsbeirat“, erinnerte Kissel und auch auf der kirchlichen Ebene sei er seit vielen Jahren aktiv. Ab Februar 2006 als Mitglied des Vorstandes der Evangelischen Gesamtgemeinde Worms und seit 2005 im Leitungsausschuss für die evangelischen Kindertagesstätten in Worms. Daneben sei der Familienmensch mit 3 erwachsenen Kinder aktives Mitglied des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirche Leiselheim.

Auch bei der Arbeiterwohlfahrt habe sich der Geehrte ehrenamtlich engagiert, lobt Bock Parteigenosse Kissel. Seit 1984 im AWO-Kreisvorstand als Kassenprüfer und als einer der Gründungsmitglieder der AWO Leiselheim im Jahr 1991.

Mit Joachim Decker wurde auch ein Vertreter des Sports geehrt
Auf dem sportlichen Sektor habe sich Joachim Decker besondere Verdienste erworben. Seit 1954 Mitglied der Turngemeinde 1846 Worms, war er aktiver Spieler der ersten Mannschaft der Hockey-Abteilung und 13 Jahre lang Kinder- und Jugendtrainer.

„Neben seinem sportlichen Engagement war und ist Herr Decker zusätzlicher Funktionsträger auf verschiedenen Ebenen“, würdigte Michael Kissel. Von 1980 bis 2002 Vorsitzender der Hockey-Abteilung, sodann bis heute Vorsitzender der TG Worms Hockey e.V. und gleichfalls von 1980 bis heute Mitglied des Gesamtvorstandes der Turngemeinde 1846 Worms e.V.

Im Sportausschuss der Stadt Worms habe er sich von 1984 bis heute engagiert, so Kissel. Die ersten 10 Jahre als stellvertretendes Mitglied und von 1994 bis heute als ordentliches Mitglied. Nach 12 Jahren als Beirat des Stadtsportverbandes Worms sei er 1995 in den Vorstand des Stadtsportverbandes aufgerückt und übe seit 1999 bis heute die Funktion des Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Worms aus.

Auch die beiden Geyer-Brüder Levi und Niklas – ebenfalls beide Schüler der jms  – zeigten ihr außergewöhnliches und preisgekröntes Können  während des Empfanges. Foto: Robert Lehr

Auch die beiden Geyer-Brüder Levi und Niklas – ebenfalls beide Schüler der jms – zeigten ihr außergewöhnliches und preisgekröntes Können während des Empfanges. Foto: Robert Lehr

Verbindung von beruflicher und privater Kompetenz
Aufgrund seiner fachlichen Kompetenz sei er von 1984 bis 1998 Beisitzer im Verbandsschiedsgericht des Hockeyverbandes Rheinland-Pfalz-Saar, um anschließend bis heute als Vorsitzender dieses Gremium zu leiten. Darüber hinaus sei Decker bis heute Mitglied des Bundesschiedsgerichtes des Deutschen Hockeybundes.

Für sein vielfältiges Engagement in den genannten Bereichen habe Decker schon eine Vielzahl von Ehrungen von der Turngemeinde, dem Sportbund Rheinhessen, dem Hockeyverband Rheinland-Pfalz-Saar und dem Landessportbund Rheinland-Pfalz erhalten. Neben der Stadtsportplakette in Silber der Stadt Worms wurde ihm 2008 die Nikolaus-Dörr-/Peter-Hoffmann-Ehrenmedaille der Turngemeinde 1846 Worms e.V. für seine Tatkraft und großes Engagement verliehen.

Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst als Familienrichter am Amtsgericht Worms Ende des vergangenen Jahres könne der engagierte Bergsteiger und Mitglied des Alpenvereines nun auch diesem Hobby mehr Zeit widmen. Er habe bereits unzählige Wanderungen unternommen und viele Berge bezwungen – besonders zu erwähnen im Jahre 2006 den über 6.100 m hohen Island Peak in Nepal.

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