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Extreme Hitze: Reaktion auf Klimawandel wichtiger denn je

Konzept der Stadt Worms zur lokalen Anpassung an den Klimawandel soll Belastungen für die Menschen und die Umwelt mindern

2016 hat der Stadtrat das Konzept der Stadt Worms zur lokalen Anpassung an den Klimawandel beschlossen. „Die aktuelle und ungewöhnlich anhaltende Hitzewelle zeigt, wie wichtig es ist, dass auch wir als Kommune auf den Klimawandel reagieren, um seine Folgen und Belastungen für die Menschen und die Umwelt zu mindern“, betont Oberbürgermeister Michael Kissel.

Die Grundlagendaten des Konzeptes belegen, dass Worms zu den „hot spots“ des Klimawandels in Deutschland gehört und eine hohe „Vulnerabilität“ (Verletzbarkeit) gegenüber den komplexen Auswirkungen des Klimawandels aufweist. Ein von der Stadt beim Deutschen Wetterdienst in Auftrag gegebenes Gutachten stellt die Situation unzweideutig dar. Hierin wird deutlich, dass sich der Klimawandel stark auf das Stadtklima auswirken wird.

Durchschnittlichen Temperaturen steigen
Nach den Prognosedaten werden sowohl in der nahen als auch in der fernen Zukunft die durchschnittlichen Temperaturen stark ansteigen, und zwar in allen Jahreszeiten. Bereits bis zum Ende des Jahrhunderts wird eine Verdoppelung der Anzahl der Sommertage (mit Höchsttemperaturen von 25 Grad und mehr) prognostiziert. Ebenso wird eine Zunahme von Tagen mit Temperaturen von 30 Grad und darüber – die so genannten Hitzetage wie in diesem Sommer – erwartet. Auch laut einer Studie des Netzwerks World Weather Attributions hat der Klimawandel im nördlichen Europa das Risiko für Hitzewellen deutlich erhöht. Die Wahrscheinlichkeit für eine Hitzewelle hat sich demnach mehr als verdoppelt.

Das Konzept der Stadt Worms sieht insgesamt 48 Maßnahmen unterschiedlicher Prioritäten vor, um dem Klimawandel zu begegnen, die zwischen Juli 2015 und April 2016 zusammen mit dem Klima-Bündnis e.V. entwickelt wurden. Einige davon hat die Verwaltung bereits umgesetzt oder die Umsetzung auf den Weg gebracht. So sieht etwa die Fortschreibung des Flächennutzungsplans eine Ausweitung der Begrünung im Stadtgebiet vor: Dazu gehören die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen und auch die Ausweitung des Baumbestands an öffentlichen Plätzen.

„Refill“ sinnvoll bei Ausnahmetemperaturen
Zudem nimmt Worms an dem „Refill“-Konzept teil. An verschiedenen Stationen können mitgebrachte Trinkflaschen kostenlos mit Wasser gefüllt werden. „Bei solchen Ausnahmetemperaturen, wie wir sie momentan erleben, ist eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser essentiell. Deshalb bin ich froh, dass wir uns bereits an diesem Konzept beteiligen“, so der Oberbürgermeister. Allerdings könne dies nur ein erster Anfang sein, so OB Kissel weiter. „Wir sollten konkrete Schritte für die Installation öffentlicher Trinkwasserspender an verschiedenen Stationen in der Stadt planen“, damit sich die Wormser und die touristischen Besucher unserer Stadt auch im öffentlichen Raum mit frischem Trinkwasser versorgen können“, so Michael Kissel.

In die Arbeitsgruppe Gesundheit zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes fallen auch Maßnahmen wie Informationskampagnen zum Verhalten bei Hitze, ein Hitzeaktionsplan oder ein Hitze-Frühwarnsystem. Insgesamt enthält das Konzept 19 Maßnahmen mit hoher Priorität.

„In den nächsten Jahren können Extremwetterlagen – und dazu gehören beispielweise auch Starkregenereignisse, wie wir sie in diesem Jahr ebenfalls bereits mehrfach erlebt haben – weiter zunehmen. Wir müssen uns bestmöglich auf solche Situationen vorbereiten“, unterstreicht der Stadtchef die Herausforderungen der Zukunft.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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