
Von Clara Werger › Am Donnerstag fand die Pressekonferenz zum Wormser Backfischfest in der „Bojemääschterei in der Fischerwääd“ statt. Im beschaulichen Innenhof mit rot-weiß gestreiftem Herzdekor versammelten sich die wichtigsten Vertreter und Organisatoren des Backfischfestes zusammen mit Oberbürgermeister Adolf Kessel. Zugegen waren der Geschäftsführer der Kultur und Veranstaltungs GmbH Markus Reis, Dennis Ottinger aus dem Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Worms und Markus Rick vom Schaustellerverband Wonnegau-Worms. Außerdem der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Wonnegauer Weinkeller Dr. Andreas Schreiber, Florian Peschel, Geschäftsführer des Festzeltes mit Project 4, sowie „Bojemääschter“ Markus Trapp und die Backfischbraut der Fischerwääd Marie Bickel.
Oberbürgermeister Kessel gedachte zunächst dem verstorbenen René Bauer, ehemaliger Vorsitzende des Wonnegauer Schaustellerverbandes, mit schlichten Worten: „Er fehlt einfach.“ Auf dem Backfischfest wird ihm ebenfalls gedacht werden, wie Markus Trapp als „Amtskollege“ des Oberbürgermeisters anmerkte. Der Verstorbene wird mit einer Weinstange gewürdigt, die sich mit einer Größe von 0,4 Litern für Schorle eignet. „Er hätte gewollt, dass wir uns nicht zu sehr grämen“, so Trapp weiter.
Danach betonte Adolf Kessel den hohen Stellenwert des Backfischfestes für Worms: „Das Backfischfest ist ein Fest der Traditionen und des Brauchtums, mit dem sich unzählige Wormserinnen und Wormser gerne identifizieren.“ Ausdrücklich bedankte er sich bei den unzähligen Akteuren, von deren „Engagement das Fest lebt.“
Nach einer Vorstellungsrunde übergab er das Wort gleich an Markus Reis, der das Programm für 2025 vorstellte. Wie gehabt wird das Backfischfest am Samstag, dem 30. August, um 15.15 Uhr auf dem Marktplatz eröffnet, wenn der „Bojemääschter“ und seine Backfischbraut die Amtsgeschäfte im Rathaus übernehmen. Untermalt wird das Programm u.a. von den Zunftgesellen, dem Fanfarencorps und den Ledertänzern. Gemeinsam geht es dann zum Festplatz, wo der Wonnegauer Weinkeller um 17 Uhr offiziell eröffnet wird.
Beim großen Festumzug am Sonntag soll es dieses Jahr 90 Teilnehmende geben.
Auch in der Fischerwääd wird wie jedes Jahr einiges geboten: Der Brauchtumsverein lockt neben dem Frühschoppen vor dem Umzug am Sonntag, dem 31. August, ab 10 Uhr, auch mit der Fischerwääder Kerb am Mittwochabend sowie der Kinderolympiade, ab 16 Uhr, mit Lampionumzug, um 20 Uhr, in den Abendstunden des Backfischfest-Freitages.
Es gibt eine Änderung zum Brauchtumsabend, der nicht wie sonst am Donnerstag, sondern am Dienstag stattfinden wird.
Am letzten Festtag, dem 7. September, kommt es im Wormser Floßhafen dann direkt nach dem beliebten Entenrennen um 14 Uhr ab 14.30 Uhr mit dem Fischerstechen zu einem der Höhepunkte im Rahmenprogramm. Den krönenden Abschluss gibt es in den Abendstunden des 7. Septembers ab 21 Uhr mit dem großen Höhenfeuerwerk mit musikalischer Untermalung am Rhein.
Dennis Ottinger sagte einige Worte zu den geplanten Fahrgeschäften: „Ich glaube, es wird an nichts fehlen.“ Dieses Jahr war es ihnen gelungen, zum ersten Mal die Geisterbahn „Fahrt zur Hölle 2.0“ von der traditionsreichen Schaustellerfamilie Fellerhof für das Fest zu gewinnen. Außerdem wird es eine 62 Meter hohe Riesenschaukel und das bewährte Breakdance geben. Zum Sicherheitskonzept gab er an, dass der Standard der letzten Jahre erhalten bleiben solle.
Florian Peschel stellte fest: „Was wäre das Backfischfest ohne Weinzelt?“ Dieses Jahr sollen die Zelte eine größere Kapazität haben und es kommen wieder DJs und Bands wie zum Beispiel die „Pfeifedeggel“.
Gegen Ende ergriff Markus Trapp das Wort. Er machte die Gäste auf den neuen Sammlerpin aufmerksam, dessen Erlös in das Museum fließen wird. Zum Abschluss gab es im Innenhof noch ein Glas Riesling, um sich schon mal aufs Backfischfest einzustimmen.
Mehr Informationen unter www.backfischfest.de
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