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18.54 Uhr | 15. Mai 2013

Fortbildung für Wormser „SIWO–Puppenspieler“

Das Fortbildungsprogramm des Vereins zur Förderung der Methode Puppenspiel in der Kriminal- und Verkehrsprävention (VPKV) wurde in diesem Jahr in Bad Bergzabern in der sonnigen Südpfalz veranstaltet.

Jedes Jahr organisiert der Verein ein dreitägiges Symposium für Puppenspieler der Polizeipuppenbühnen. Auch dieses Jahr nahmen fünf SIWO-Puppenspieler an der Fortbildung teil.

Insgesamt 48 Puppenbühnen gibt es bundesweit – einige sind leider schon dem Sparzwang zum Opfer gefallen – in Rheinland-Pfalz existieren nach wie vor fünf Bühnen.

Bei SIWO (Verein Sicheres Worms) handelt es sich um ehrenamtliche Spieler, die von Polizeipuppenspielern ausgebildet wurden und natürlich auch immer wieder gerne an den Workshops des VPKV teilnehmen.
Das straff organisierte Programm des Symposiums beinhaltete drei Workshops: Freude am Spiel (Kursleiter Matthias Träger, Kunstpädagoge aus Bremen und freier Puppenspieler). Die Stimme macht´s (Nicole Elling, Sprachlehrerin nach der Schaffhorst-Anderson-Methode, Schauspielerin und klassische Sängerin) Figurenbau (Bildhauer Jürgen Maaßen aus Düsseldorf, Studium in Kunstgeschichte).

VPKV bietet seit 1997 jährlich bundesweit für Polizeibeamtinnen und- beamten, die Präventionsarbeit im Rahmen des Puppenspiels leisten, Fortbildungsveranstaltungen an. Die SIWO-Puppenbühne ist immer wieder fasziniert von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum der Referenten bei brisanten Themen wie Mobbing, Missbrauch, Gewalt und Diebstahl.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass die Nachhaltigkeit des Puppenspiels zur Lernzielvermittlung besonders hoch ist. Bis zu 90 Prozent der jungen Zuschauer können sich nach einem Jahr noch an das Puppenstück und die vermittelten Themen erinnern. Kein anderes Medium ist derart nachhaltig! Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, gehört immer wieder die bedarfsorientierte Fortbildung des VPKV dazu.

Hauptaugenmerk der SIWO-Puppenbühne liegt auf dem Thema „Nein sagen – mein Körper gehört mir!“ „Dies versuchen wir Vorschul- und Grundschulkindern mit unserem Spiel zu vermitteln. Die Puppen sollen den Kindern den Rücken stärken und ihnen Mut machen, sich gegen Übergriffe jeder Art zu wehren“, betont Puppenspielerin Erika Pinel.

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