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13.27 Uhr | 26. Mai 2023
WORMS: Verantwortliche des Museums der Stadt Worms und des Nibelungenmuseums ziehen positives Fazit zum Museumstag

Franken, Mittelalter und Luther in Worms

Zum Internationalen Museumstag hatten das Andreasstift und auch das Nibelungenmuseum bei freiem Eintritt geöffnet. Foto: Stadt Worms

Bei freiem Eintritt öffneten das Museum der Stadt Worms im Andreasstift und das Nibelungenmuseum am vergangenen Sonntag anlässlich des 46. Internationalen Museumstags ihre Türen. Die Häuser boten ein vielseitiges Angebot und freuten sich über regen Zuspruch: Rund 260 Besucher zählte das städtische Museum, welches nach langer Schließung erstmals wieder das zweite Obergeschoss mit seinen Abteilungen Franken, Mittelalter und Luther in Worms öffnete. Im Nibelungenmuseum waren es 100 Besucher. Dort konnte man am weltweiten Aktionstag zum letzten Mal dem Rhein in den Dichtungen der Nibelungensage auf den Grund gehen.

Seit Eröffnung der Installation „NIBEL RHEIN“, die Teil eines großen trinationalen Ausstellungsprojektes des Netzwerks Museen war, nutzen 3.655 Besucher diese Gelegenheit. Dem dazugehörigen Vortrag „Der Rhein als Sehnsuchtsort der Dichter“ von Dr. Ellen Bender, Vorsitzende der Nibelungenliedgesellschaft, wohnten etwa 40 Personen bei. Außerdem war das Team von „museum live“, dem museumspädagogischen Angebot der Wormser Museen, am vergangenen Wochenende auf dem Spectaculum mit einem kostenlosen Nadelfilzen-Workshop für Kinder vertreten. Dieser erfreute sich mit 180 Teilnehmern großer Beliebtheit.

Mit dem Vortrag von Dr. Ellen Bender fand die Installation „NIBEL RHEIN“, eine Kooperation des Nibelungenmuseums mit der Nibelungenliedgesellschaft, ihren Abschluss. Der Vortrag betonte die inspirierende Kraft des Rheinstroms: „Schon seit dem 12. Jahrhundert machen rheinische Minnedichter das Land am Rhein zum Sehnsuchtsraum. Ob in der Fremde, auf Kreuzzügen oder Italienzügen: Das Land am Rhein tragen die rheinischen Liederdichter als Liebesheimat in ihren Herzen. Das Glück ist am Rhein zu Hause. Das Herz gehört der Dame am Rhein“, erklärt Bender. Ein Besuch des Vortrags in der Magnuskirche ließ sich dank kurzer Wege sehr gut mit einem Besuch im Museum der Stadt im Andreasstift kombinieren.

Dort boten Darsteller der Wormser Freilichtbühne „Theater im Museumshof“ an fünf Stationen szenische Führungen an: Die Teilnehmer trafen dabei auf Figuren von damals und heute, die Bezüge zu den Ausstellungsthemen und -stücken herstellten. Beispielsweise nahmen sie in der Jungsteinzeit-Ausstellung Bezug auf die aktuelle Klimaproblematik, denn mit dem Sesshaftwerden des Menschen nahm seine Beeinflussung der Umwelt ihren Lauf.

In der Römischen Abteilung schlüpften zwei Schauspielerinnen in die Rolle von Römerinnen und stellten Szenen aus Ovid-Texten nach. Kirsten Zeiser, Leiterin von „Theater im Museumhof“, zeigte sich begeistert angesichts der vielen Besucher und deren positivem Feedback: „Wir freuen uns sehr, so viele Meschen erreicht zu haben!“ Ulrike Breitweiser, Verwaltungsleiterin des Museums der Stadt und des Nibelungenmuseums, ergänzt: „Gerade mit Blick auf das sonnige Wetter am vergangenen Sonntag und die Veranstaltungen, die parallel stattfanden, ist das ein tolles Signal für die Museumsarbeit.“ „Mit unserm Angebot sind wir dem Motto des Museumstags ,Museen mit Freude entdecken‘ einmal mehr gerecht geworden“, zeigte sich auch der wissenschaftliche Leiter Dr. Olaf Mückain sehr zufrieden.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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