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„Frischer Schwung und neue Ideen“

Markus Conrad bewirbt sich am 26. Mai für die CDU um das Amt des Landrates für den Kreis Alzey-Worms

Markus Conrad mit seinem Söhnen Lukas, Luis und Leon und deren Enten bzw. den Urkunden über eine 
erfolgreiche Teilnahme am Entenrennen in Osthofen. Foto: Robert Lehr

Markus Conrad mit seinem Söhnen Lukas, Luis und Leon und deren Enten bzw. den Urkunden über eine 
erfolgreiche Teilnahme am Entenrennen in Osthofen. Foto: Robert Lehr

Von Robert Lehr | Auch wenn die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes noch nicht eröffnet ist, war einer seiner Kandidaten der „Hitze“ schon recht nah: Am Ostersamstag nämlich besuchte Markus Conrad mit seinen drei Söhnen das große Osterfeuer und das Entenrennen in Osthofen.

Der CDU-Bürgermeister der VG Wörrstadt und Kreistagsfraktions-Vorsitzender seiner Partei bewirbt sich am 26. Mai als einer von drei Kandidaten um die Nachfolge von Ernst Walter Görisch (SPD), dem aktuellen Landrat des Landkreises Alzey-Worms. Dieser zieht sich Ende diesen Jahres von dem Amt zurück, das er seit dem 1. November 2004 inne hatte. Regulär würde seine Amtszeit am 31. Oktober 2020 enden.
Erst am vergangenen Mittwoch hatte Markus Conrad auf dem CDU-Kreisparteitag in Ober-Flörsheim unter der Überschrift „Mit Erfahrung und Erfolg für Rheinhessen“ das Wahlprogramm seiner Partei für die Kreistags- und Landratswahlen vorgestellt, das einstimmig verabschiedet wurde.

Über diese wesentlichen politischen Vorstellungen bei der Gestaltung des Landkreises hatte Markus Conrad zuvor schon in der Redaktion des Nibelungen Kurier gesprochen.

Seine Bewerbung um den Posten des Landrates mache er mit einem „weinenden und einem lachenden Auge“, gab Markus Conrad zu, denn der große Zuspruch seiner Wähler bei der jüngsten Wahl zum VG-Bürgermeister in Wörrstadt empfinde er als große Verantwortung den Bürger*innen gegenüber.

Allerdings könne er als Landrat „eine Ebene höher noch mehr für die Menschen vor Ort tun“, versprach Markus Conrad.

„Viele Errungenschaften aus meiner Arbeit in Wörrstadt würde ich gerne auf den Landkreis übertragen“, so der CDU-Politiker, der in diesem Zusammenhang z.B. daran erinnerte, dass die VG Wörrstadt seit seiner Ägide ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinne. Dies sei u.a. durch den Rückkauf der Strom- und Gasnetze und den Kauf einer VG-eigenen Windenergieanlage oder durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf VG-eigenen Gebäuden gelungen. Die Verleihung des „European Energy Award“ für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz für Wörrstadt als erster VG in Deutschland sei hierfür eine schöne Anerkennung gewesen.

„Großartige Perspektiven“

„Unser Landkreis liegt in einer lebens- und liebenswerten Region mit großartigen Entwicklungschancen“ unterstrich Markus Conrad. Die Attraktivität des Landkreises Alzey-Worms gelte es künftig mit „frischem Schwung und neuen Ideen zu verbessern und weiterzuentwickeln“. Damit der Kreis sich weiter positiv entwickeln könne, muss er als „Ideen- und Impulsgeber sowie als Koordinator gemeinsam mit den Bürger*innen, den Städten, Verbands- und Ortsgemeinden unsere Heimatregion Rheinhessen kreativ gestalten, weiterentwickeln und nicht nur verwalten“. Rheinhessen als Teil der Metropolregion Rhein-Main weise „großartige Zukunftsperspektiven auf“, zeigt Conrad sich überzeugt.

Der „Zusammenhalt der Gesellschaft“ spielt für den Landratskandidaten ein ganz besondere Rolle. Hierzu räumt er vor allem einer familien-, kinder- und seniorenfreundlichen Gesellschaft, dem Zusammenleben der Generationen sowie einem sicheren Leben im Landkreis eine besondere Bedeutung ein.

Konkret bedeute dies, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden müsse. Auch das Schulangebot, die Jugendarbeit und die Kinder- und Ferienbetreuung müssten bedarfsgerecht ausgestattet und weiter ausgebaut werden. Deshalb seien in den verschiedenen Schulzweigen weitere Ganztagsangebote einzurichten. Ebenso stünden für Conrad ein an Bedarf und Qualität orientierter Ausbau der Kindertagesstätten – auch mit flexibleren Öffnungszeiten – Kinderkrippen und Kinderhorte sowie die Unterstützung der Kinderbetreuung, z.B. durch Tagesmütter oder -väter auf der CDU-Agenda.

Die Kommunen bräuchten hierfür allerdings eine ausreichende finanzielle Unterstützung vom Land, gerade um für eine qualitativ hochwertige Förderung und Betreuung auch zusätzliches Personal einstellen zu können.

Seniorenpolitik forcieren

In der Seniorenpolitik müsse Vieles forciert werden, räumte Conrad ein. Sie sollte nicht nur für die älteren, sondern mit den älteren Menschen gestaltet werden. Beispiele für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik seien Mehrgenerationenhäuser, seniorengerechte Angebote im sportlichen, kulturellen und ehrenamtlichen Bereich, Barrierefreiheit sowie der Ausbau des ambulanten und stationären Betreuungs- und Pflegeangebotes.

Neben der ärztlichen Versorgung auf dem Land, müsse die Tages- und Kurzzeitpflege sowie das betreute Wohnen sichergestellt werden, so Conrad.

Die Integration der hierher gekommenen Menschen sollte mit Hilfe kommunaler Angebote und durch die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements gelingen, wünscht sich Markus Conrad. Sprach- und Integrationskurse, Anlaufstellen für alltägliche Fragen, die Bereitstellung niederschwelliger beruflicher Angebote für Ungelernte, die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und einer preiswerten Wohnung sowie intensivere Koordinierung auf Kreisebene könnten hier von großer Hilfe sein.

Was das Ehrenamt angehe, wünscht sich der CDU-Politiker in der Kreisverwaltung eine „Leit- und Servicestelle Ehrenamt“ als Stabsstelle. Hier könnten die Fragen von Haftung, Versicherungen, Satzungen, Vereinsrecht, Vereinssteuerrecht sowie bei rechtlichen, verwaltungstechnischen und organisatorischen Fragen geklärt werden. So solle das bürgerschaftliche Engagement auf Kreisebene, u.a. durch die Einrichtung einer aktiven „Lokalen Agenda“, gefördert werden.

Weintourismusregion Nr. 1 
in Deutschland

„Nur ein wirtschaftsfreundlicher Landkreis garantiert auch Arbeits- und Ausbildungsplätze“, betonte Markus Conrad, wobei „gute Wirtschaftspolitik auch gute Sozialpolitik“ sei und für allgemeinen Wohlstand sorge. Dazu gehöre vor allem ein florierender Tourismus, der „organisch und umweltschonend in unsere Region passt“.

Ziel sei es, „Weintourismusregion Nr. 1 in Deutschland zu werden“, wozu eine noch stärkere Professionalisierung der touristischen Aktivitäten im Landkreis notwendig sei.

Auch die Anwerbung neuer Unternehmen stehe für Markus Conrad im Fokus. Dabei müsse man über Grenzen und Zuständigkeiten hinweg denken und den Landkreis als Bindeglied der Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Region verstehen. Dabei müsse er mit einem attraktiven und identitätsstiftenden Marketingkonzept auftreten, denn „er soll zur Marke werden“.

Eine integrative Zusammenarbeit innerhalb des Landkreises und über die Kreisgrenzen hinweg sei dafür unabdingbar. Der 1. Regionaltag Rheinhessen vor zwei Wochen sei ein guter Anfang in dieser Richtung gewesen.

Gründung einer 
Kreiswohnungsbaugesellschaft

Priorität habe auch die Förderung des Wohnungsbaus und hierfür insbesondere die Gründung einer Kreiswohnungsbaugesellschaft, die gemeinsam mit den Städten, Verbands- und Ortsgemeinden bezahlbaren Wohnraum schafft. Die Gemeinden müssten neue Baugebiete ausweisen, um die steigende Nachfrage nach erschwinglichen Bauplätzen befriedigen zu können, so der Verwaltungsfachmann. Allerdings ginge dies nur in Verbindung mit einem Leerstandsmanagement, das einer Verödung der Ortskerne entgegenwirkt.

„Wir müssen permanent in unsere Straßeninfrastruktur investieren, denn sie ist die Lebensader des Kreises“, betont Markus Conrad, wobei der Ausbau eines attraktiveren Radwegeangebotes wichtig sei. Zudem gelte es, einen zukunftsfähigen ÖPNV mit zuverlässigen Verbindungen aufzubauen. U.a. benötige man vor allem durchgehende direkte S-Bahn-Verbindungen von Alzey nach Frankfurt, um ein Umsteigen auf die Bahn attraktiv zu machen.

Mobilitätswende vollziehen

Zentrale Herausforderung sei die saubere und sichere Versorgung von Mensch und Wirtschaft mit Energie. Dezentrale und auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung sowie eine Mobilitätswende hin zu umweltfreundlichen Antriebstechnologien sei voranzutreiben. Sparsame, intelligente und verantwortungsbewusste Nutzung von Energie sei der beste und sicherste Weg, Energiequellen zu schonen und Umweltbelastungen zu vermindern. Öffentliche Gebäude hätten dabei eine Vorbildfunktion für den sparsamen Energieverbrauch, erinnerte Conrad an die Erfolge in der VG Wörrstadt.

Markus Conrad sprach sich weiter für kurze Verwaltungswege aus. Dies bedeute für die Bürger*innen dass sie ihre Anliegen mit Unterstützung der Verwaltung schneller und mit weniger Aufwand umsetzen können. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der „rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung von enormer Bedeutung“.

Markus Conrad merkt man die Leidenschaft an, mit der er sich für Rheinhessen einsetzt. Für ihn ist die Region mit seinen beiden urbanen Zentren Mainz und Worms ein „historisch bedeutender und kulturell vielfältiger Großraum in der aufstrebenden Metropolregion Rhein-Main“, die zu den zukunftsträchtigsten Wirtschafts- und Dienstleistungsstandorten Deutschlands zähle.

Um aber den ökonomischen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein, müsse Rheinhessen seine „originären Ressourcen und Interessen bündeln“ und als Gemeinschaftsaufgabe von öffentlicher Hand, privater Wirtschaft und Gesellschaft verstehen.

Markus Conrad wurde 1973 in Villingen-Schwenningen geboren. Mit seiner Gattin Marion und den drei Söhnen Leon, Luis und Lukas wohnt die Familie Armsheim. Nach Grundschulbesuch in Wiesbach absolvierte er die Orientierungsstufe in der Realschule Zweibrücken, danach das Hofenfels-Gymnasium, welches er mit dem Abitur abschloss. Von 1993 bis 1995 absolvierte Conrad eine Ausbildung zum Reserveoffizier des Truppendienstes der Bundeswehr, sein derzeitiger Dienstgrad ist Oberleutnant der Reserve. Als Diplom-Verwaltungswirt (FH) arbeitete Markus Conrad nach seinem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen von 1998 bis 2003 im Haushalts- und Finanzreferat des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. 2003 kandidierte er als Bürgermeister in der VG Wörrstadt, der größten im Kreis Alzey-Worms. Conrad konnte mit nur 29 Jahren dieses Amt erstmals für die CDU gewinnen und mit großer Mehrheit verteidigen. Im Februar hat die CDU auf ihrem Kreisparteitag in Ensheim Markus Conrad einstimmig zum Kandidaten für die Landratswahl am 26. Mai 2019 gewählt. Conrad ist u.a. seit 2014 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und seit 2015 Leiter des Arbeitskreises Rheinhessen der vier rheinhessischen CDU-Kreisverbände Mainz, Mainz-Bingen, Worms und Alzey-Worms.

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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