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14.48 Uhr | 14. November 2022
Fußball: Heimniederlage gegen Gonsenheim

Für die TSG Pfeddersheim war mehr möglich

Da schaut Christopher Ludwig etwas genauer hin, als die beiden Gonsenheimer sich nicht einig waren, wer den Ball nur klären soll. Am Ende fabrizierten die beiden ein klassisches Eigentor. Foto: Felix Diehl

Da schaut Christopher Ludwig etwas genauer hin, als die beiden Gonsenheimer sich nicht einig waren, wer den Ball nur klären soll. Am Ende fabrizierten die beiden ein klassisches Eigentor. Foto: Felix Diehl

Ein weiterer herber Rückschlag für die TSG Pfeddersheim im Rennen um die begehrten Plätze für die Meisterrunde. Die Gäste waren in der zweiten Hälfte einen Tick cleverer, hatten das nötige Spielglück und feierten ihren 2:1 Auswärtssieg euphorisch. Mit diesem Sieg können sie fast nicht mehr von den ersten fünf Plätzen in der Tabelle verdrängt werden.

Dahin wollen die TSG auch noch, was mit dieser Heimniederlage nun aber immer schwieriger werden wird, um dies zu erreichen. Zur Pause konnten die 120 Zuschauer aus Sicht der TSG noch von einem Heimsieg träumen. Die TSG führte durch ein Eigentor mit 1:0. Zu diesem Zeitpunkt sicher verdient. Überraschend stand Patrick Stofleth nach seiner Sperre wieder im Tor von Pfeddersheim und die Offensive bestand aus, Whaaris Bhatti, Mehmet Yildiz und Patrick Huth. Der Mittelstürmer vom letzten Spieltag, Matthias Tillschneider, spielte dieses Mal auf der linken Abwehrseite. Trainer Daniel Wilde: „ Wir haben zwei Torhüter auf Augenhöhe und haben einen gesunden Konkurrenzkampf auf dieser Position. Je nach Gegner entscheiden wir.“

TSG bleibt weiter am Drücker

Die ersten Minuten gehörten nur dem Team von Trainer Daniel Wilde. Bis die Gäste so richtig am Ball waren, stand es schon 1:0 für die TSG. Sie waren sofort sehr griffig im Spiel, aggressiv gegen und mit dem Ball. Nach dem ersten Eckball köpfte Patrick Huth Richtung Tor. Die beiden Mainzer Lukas Rodwald und Luan Rennstich waren sich nicht einig wer jetzt das Spielgerät aus der Gefahrenzone klärt, schießen sich dabei gegenseitig an und in der vierten Minute fällt die Führung für die TSG. Gonsenheim fand überhaupt nicht statt. In der 14. Minute nächste Gelegenheit für die TSG. Luca Graciotti tanzt seinen Kontrahenten aus, flanke auf Patrick Huth. Leider trifft er bei seiner Direktabnahme den Ball nicht richtig und dieser kann noch zur Ecke abgewehrt werden. In der 20. Minute die erste Aktion von den Gästen in der Offensive.

Doch der auffälligste Gästespieler in der Partie, Kapitän Damir Bektasevic, zielt über das Tor. Das meiste Spielgeschehen fand nur im Mittelfeld statt. So richtig in den Strafraum hinein, kamen beide Teams nicht. Nach einer guten halben Stunde kam etwas Hektik in die Partie. Innerhalb weniger Minuten gab es drei Aktionen wo mehr diskutiert und keinen Fußball mehr gespielt wurde. Auslöser war der Gonsenheimer Stürmer Yannik Ischdonat. Nach einer ganz harmlosen Szene schubst er Marcel Oehler zu Boden. Mindestens eine gelbe Karte hätte es wegen Unsportlichkeit geben können. Doch der Schiedsrichter mahnte beide Akteure nur zur mehr Ruhe auf. Eine fatale Entscheidung für die TSG, was sich im Laufe der Partie noch zeigen sollte.

Unnötiges hartes Foul

In der 38. Minute holte sich der Gonsenheimer dann seinen gelben Karton ab. An der Außenlinie, in der Pfeddersheimer Hälfte, leistete sich Ischdonat ein völlig unnötiges hartes Foul an Luca Graciotti. Bei mehr Konsequenz vom Schiedsrichter, kurz vorher, wär es der Platzverweis gewesen. Danach wurde wieder etwas mehr Fußball gespielt. In der 40. Minute hätte Matthias Tillschneider bei etwas mehr Mut, in Richtung Tor, genug Platz gehabt. So zögerte er einen Augenblick und seine Flanke auf Huth war dann zu ungenau. Die letzten Minuten gehörten den Gäste und zwar durch einige Eckbälle nacheinander.

Wobei nur der erste Eckball etwas Gefahr für das TSG Tor ausstrahlte. Beide Torhüter hatten keine Gelegenheit sich in der 1. Hälfte groß auszuzeichnen. Die Defensive um Nils Gans stand sehr sicher und stabil. Die TSG hatte jetzt auch nicht die hundertprozentigen Torchancen, hatten viel mehr Spielanteile und das Geschehen auf dem Platz im Griff. Das einzige was dem Team anzukreiden wäre, das sie nicht konsequenter auf das zweite Tor gegangen sind.

Von der Siegesserie der Gonsenheimer war nicht viel zu sehen. Sie präsentierten sich etwas zu sicher und behäbig. Bestimmt hatte Trainer Anouar Ddaou die passenden Worte parat. In der 2. Hälfte zeigten die Gäste ein anderes Gesicht. Sie übernahmen sofort das Kommando und die Spielkontrolle. Doch die TSG Abwehr stand noch sicher und verteidigte alles weg. In der 60. Minute wurde es zum ersten Mal brenzlig im Strafraum der Gastgeber.

Der gerade eingewechselte Hady Kallo hatte freie Bahn, doch Patrick Stoffleth taucht nach unten und mit der linken Hand dreht er den Ball noch um den Pfosten. Klasse Aktion vom TSG-Torhüter. Gleich darauf der erste gute Konter der TSG. Zu unplatziert war letztendlich der Schuss von Patrick Huth, zentral auf den Gäste Torhüter. In der 66. Minute fällt der verdiente Ausgleich. Damir Bektasevic mit einem Zuckerfreistoß, keine Chance für Stoffleth. Doch wer holt den Freistoß heraus, Yannik Ischdonat. Etwas fragwürdig die Entstehung zu diesem Freistoß. Zuerst wurde der Ball gespielt und dann kam der Kontakt zustanden.

 

Es kommt noch schlimmer

Die Führung für Gonsenheim in der 71. Minute: Yannik Ischdonat. Zugegeben, ein schöner Treffer aus sieben Meter ins obere Toreck. Trainer Wilde probierte alles, brachte Benjamin Himmel und Vlaznim Dautaj und Matthias Tillschneider geht in die vordere Reihe. Patrick Huth hatte eine Torchance und sein Freistoß zieht knapp am rechten Pfosten vorbei. Bei den Gästen geht der Freistoß ins Tor, bei der TSG halt nicht. Eine Niederlage die so hätte nicht passieren müssen. Auf beiden Seiten kamen nicht viele Torchancen zustande. Die Gäste haben die wenigen besser genutzt. Trainer Daniel Wilde: „ Für mich ein Spiel auf Augenhöhe. Dass die Gäste um den Aufstieg mitspielen, dafür war kein Unterschied zu sehen.  Das erste Tor für Gonsenheim war mehr als sehenswert und beim zweiten haben wir in der Entstehung schlecht verteidigt. Sind dann nach vorne kopflos angerannt. Wir hatten schon schlechte Spiele in der Saison, wie gegen Engers oder Waldalgesheim. Jetzt haben wir in den letzten Wochen unsere Leistung stabilisiert. Nur der Ertrag fehlt halt noch. Das ist halt bitter für das Team.“

Das Erreichen des 5. Tabellenplatzes wird nicht einfach werden. Der direkte Konkurrent Blau-Weiß Karbach holte einen Heimsieg und besitzt nun drei Punkte mehr als die TSG. Am Samstag geht es zum Tabellenführer TuS Koblenz.

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Geschrieben in Sport

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