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Fußball Public Viewing einmal anders?

Großevents, wie die Fußball-Weltmeisterschaft, verbinden die Fans gemeinhin auch mit Sommer, Sonne und Public Viewing. Doch zumindest dieses dürfte in diesem Jahr anders ausfallen als gewohnt. Schließlich findet das wichtigste und größte Turnier der Welt diesmal nicht in der heißen Jahreszeit, sondern von 20. November bis einschließlich 18. Dezember statt.

Bild von Thomas Breher auf Pixabay

Die hohen Sommertemperaturen in Katar haben eine Verschiebung notwendig gemacht. Jetzt ist sichergestellt, dass die Sportler auf durchschnittlich 26 Grad treffen werden und so ohne gesundheitliche Gefährdung spielen können. In Worms gab es beispielsweise schon zuletzt bei der Fußball-Europameisterschaft kein Public Viewing an öffentlichen Plätzen. In gastronomischen Betrieben war dies jedoch möglich.

Hansi Flick setzt auf die Begeisterung der Fans

Für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ein Pokerspiel mit ungewissem Ausgang. Schon 2018 in Russland kassierte die Mannschaft einen „Bad Beat“ und schied als Titelverteidiger mit viel Pech bereits in der Vorrunde aus. Doch jetzt geht der neue Bundestrainer „All-In“. Hansi Flick möchte unter Beweis stellen, dass er nach dem FC Bayern München auch die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft in kürzester Zeit wieder auf Vordermann gebracht hat.

Der Ausdruck „All-In“ kommt vom Pokern und bezeichnet eine Situation, in der ein Spieler alles, was er hat, in die Mitte schiebt, um eine Entscheidung zu erzwingen. Genau das passiert ab 20. November auch in Katar, wenn Hansi Flick die neu formierte Deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Rennen um den Pokal schickt. Dann wird sich zeigen, ob der neue Bundestrainer eine Welle der Euphorie unter den Fans auslösen kann, die eine gute Grundlage für den Erfolg ist.

Glühwein, Schals und Private Viewing

Doch die großen Fanmassen auf den Fanmeilen werden diesmal wohl ausbleiben. Ob auf öffentlichen Plätzen oder vor den Gaststätten, die Anhänger müssen sich diesmal auf warme Kleidung, Glühwein, Schals und Handschuhe einstellen. Je nachdem, wie sich das Herbstwetter in Deutschland entwickelt, wird das Public Viewing ein ungewohntes Bild darstellen. Gut möglich, dass viele das gemeinsame Fußball-Gucken mit einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ausklingen lassen.

Die meisten Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar werden tagsüber angepfiffen, der späteste Beginn wird um 20.00 Uhr deutscher Zeit sein. Man kann also davon ausgehen, dass die geltenden Lärmschutzregelungen auch diesmal wieder gelockert werden. Das soll den Fans erlauben auch nach 22.00 Uhr zu jubeln, ohne dass es Anzeigen hagelt.

Rückzug ins Private?

Immerhin muss man davon ausgehen, dass sich viele Fußballpartys in die Häuser und Wohnungen verlagern werden. Public Viewing im Ambiente unter Freunden wird in diesem Jahr voraussichtlich die Massenveranstaltungen ablösen. Damit wird es gleichzeitig zum Private Viewing, bei dem man unter sich bleibt.

Für die Lockerungen der Lärmschutzbedingungen sind die Kommunen verantwortlich. Trotzdem sollten Fans, die ihre Lieblingsmannschaft zu Hause anfeuern möchten, ihre Nachbarn vorab informieren. Sonst könnte es gut sein, dass nach 22.00 Uhr plötzlich die Polizei vor der Tür steht und Mäßigung fordert, bzw. die Fußballparty zu Hause auflöst. Gelingt es der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft groß aufzuspielen, wird die Begeisterung im Lande schlagartig zunehmen. Doch gerade ein Fußball-Großevent bietet auch den Außenseitern die Chance zu glänzen.

Eine Chance für Außenseiter?

Angesichts der vielen Neuerungen, mit denen die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar aufwarten kann, wäre es keine Überraschung, wenn es zum Sieg eines Außenseiters kommen sollte. Schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar stürmte mit Kroatien ein Land ins Finale, mit dem vorab niemand gerechnet hätte. Doch die Geschichte der Fußball-Großevents ist voll von Überraschungen. Die größten davon lieferten sicherlich Dänemark und Griechenland als große Sensationen.

Die beiden Länder trugen sich in die Liste der Fußball-Europameister ein und das, ohne dass vor Turnierbeginn jemand auch nur einen Cent auf sie gesetzt hätte. Den Vogel dabei schoss sicherlich Dänemark ab, denn das Land war gar nicht für die Fußball-Europameisterschaft qualifiziert. Doch nach dem Teilnahmeverbot für Jugoslawien rückte Dänemark nach. Die Spieler waren bereits im Urlaub, als sie die Nachricht erhielten. Die 10 Tage Vorbereitungszeit reichten aus, um die ausgeruhten Fußballer in Form zu bringen.

Bild von Marlon Sommer auf Pixabay

Losgelöst von jeglicher Erwartung besiegten sie den amtierenden Weltmeister Deutschland im Finale und wurden Fußball-Europameister. Die Beispiele beweisen, dass auch große Überraschungen möglich sind. Deutschland zählt zwar nicht zu den Top-Favoriten des Turniers, doch das große Comeback ist durchaus möglich.

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