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20.24 Uhr | 30. Juni 2020

Geheimtipp mit wunderbaren Entwicklungschancen

SPARKASSEN-IMMOBILIEN-TALK: Experten gaben Einschätzung von Auswirkungen der Pandemie für Worms und die Region / Neue Wege und steigende Nachfrage

Immobilienspezialist Georg Ortner , das Vorstandsmitglied der Sparkasse Worms-Alzey-Ried Frank Belzer, Yvonne Rosenberger, Direktorin Immobilien der Sparkasse, sowie Architekt Jörg Deibert, blickten beim Immobilien-Talk auch auf die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt.

VON STEFFEN HEUMANN | Digital, aber dennoch persönlich informierten im Rahmen der ersten Video-Talkrunde Immobilienspezialist und Moderator Georg Ortner, das Vorstandsmitglied der Sparkasse Worms-Alzey-Ried Frank Belzer, Yvonne Rosenberger, Direktorin Immobilien der Sparkasse, sowie Architekt und Projektentwickler Jörg Deibert am Dienstagabend über das Thema „Immobilien in unserer Region vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Pandemie“.

Auch in diesem Bereich gehe man neue Wege, wie Frank Belzer mit Bezug auf den Live-Chat erläuterte. Allerdings habe auch Corona die eigenen vier Wände in ein anderes Licht gerückt. Ebenso vielfältig wie das Angebot, gestalte sich die Aufgabe, Menschen in ein neuen Zuhause zu bringen, betonte Belzer als Verantwortlicher für das Immobilien-Geschäft der Sparkasse. Neue Wege musste auch Yvonne Rosenberger mit ihrem Makler-Team zu Beginn der Corona-Pandemie beschreiten, „denn unser Geschäft geht und steht mit dem Kontakt zum Menschen“, so Rosenberger. Unter Berücksichtigung der geltenden Maßnahmen sei aber auch bei den Kunden die Verunsicherung schnell gewichen und die Besichtigung per Video mittels 360 Grad-Kamera habe schnell an Akzeptanz gewonnen. 800 Immobilien wurden seitens der Sparkasse Worms-Alzey-Ried im abgelaufenen Jahr vermittelt und 3.000 Wohnungen finanziert.

Coronabedingte Atempause

In schwierigen Zeiten Prognosen zu wagen, sei kein leichtes Unterfangen, wie Frank Belzer erklärte. Die Zeichen standen vor Corona zwar auf Wachstum, aber dennoch seien die Bäume nicht in den Himmel gewachsen. Das Interesse am Kauf habe einen Dämpfer erhalten, urteilte Belzer. Potentielle Käufer und Verkäufer hätten sich eine Atempause bei der Entwicklung genommen. Der Sparkassen-Experte ist allerdings überzeugt, dass der Traum von den eigenen vier Wänden auch aktuell realisierbar sei. Die Immobilienpreise befänden sich auf einem erschwinglichen Niveau. Und Worms, wie das Umland, gelte auch aufgrund der Lage, Infrastruktur sowie der verkehrlichen Anbindung als Geheimtipp.

Gute Aussichten für Investoren

Architekt und Projektentwickler Jörg Deibert wertete ebenfalls die exponierte Lage der Region, inklusive S-Bahn-Anbindung und Rheinschiene sowie die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt inklusive der prosperierenden Kulturlandschaft als Standortvorteil. „Worms verfügt über wunderbare Entwicklungschancen“, fügte der Architekt an. Dass die Stadt aus dem Dornröschenenschlaf erwache, böte auch Investoren gute Aussichten. In jedem Fall sei großes Potential vorhanden. Viele ältere Menschen würde die Citylage bevorzugen. Das setze bezahlbare Mieten voraus, während bei Einfamilienhäusern in den Vororten vor allem die Infrastruktur und Qualität des Objektes entscheidend sei, erläuterte Deibert.

Unabhängig von der Zielgruppe sei man bestrebt, gemeinsam im Interesse des Kunden eine Lösung zu finden, beschrieb Yvonne Rosenberger den Makler-Alltag. Mit dem Eigentum-statt-Miete-Rechner oder dem Preisfinder biete die Sparkassen-Homepage nützliche Funktionen. Für eine konkrete Marktpreis-Einschätzung sei aber auch die Erfahrung und Kompetenz der Sparkassen-Immobilienmakler gefragt. Man sei wieder auf einem guten Weg in Richtung „Vor-Corona-Zeiten“, fügte Rosenberger an. Die steigende Nachfrage sei ein Indiz für Aufschwung und Normalität. „Immobilien gehören in jedes gute Vermögenshaus“, lautete die Empfehlung der Spezialistin.

Neues Maklergesetz verschafft mehr Klarheit

„Eine ausgewogene Sache“, kommentierte Frank Belzer das neue Maklergesetz, wonach de Kosten für die Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer hälftig geteilt werden. Die Regelungen nach dem Bestellerprinzip schaffe mehr Klarheit. Auch Yvonne Rosenberger legte Wert auf Fairness und wünschte sich, dass der Erfolg honoriert werde. Mit Angeboten zur Besichtigung im virtuellen Rundgang durch projektierte Objekte, über die Wohnflächenermittlung, das Terminmanagement, Drohnenaufnahmen oder das Homestaging, bei dem leerstehende Wohnungen für den Verkauf behaglich von Einrichtungsprofis gestaltet werden, wurde auch der Service des Geldinstitutes im Immobilienbereich optimiert.

Während sich Büro- und Gewerbeimmobilien immer noch einer hohen Nachfrage erfreuen, gestalte sich das Immobiliengeschäft beim Einzelhandel oder in der Gastronomie durch Corona eine Spur schwieriger. Aber auch hier gelte für Objekte die Einzelfallbetrachtung, wie Frank Belzer konstatierte. Jörg Deibert wertete die Corona-Krise auch als Chance. „Mehr Kleinteiligkeit“, propagierte der Architekt. Im Erdgeschoss einkaufen, in den oberen Etagen wohnen. Büros seien nachgefragt. Insbesondere Existenzgründer könnten Leerstände auffüllen, meinte der Projektentwickler. Doch die City sei nicht immer erste Wahl. Der ländliche Raum und Randgebiete hätten unter den Aspekten Sicherheit und Homeoffice als Wohnraum an Bedeutung gewonnen, warf Georg Ortner ein. „Das trifft den Zahn der Zeit“, bestätigte Yvonne Rosenberger, allerdings seien das Internet, die Infrastruktur vor Ort und die Anbindung an den ÖPNV oftmals entscheidende Kriterien.

Unisono galt für die Expertenrunde beim Blick auf den hiesigen Immobilienmarkt. „Wir leben in einer besonderen Region!“ Bei der Frage, ob aktuell der richtige Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf einer Immobilien sei, wusste Franz Belzer die Antwort. „Der Markt verspricht Stabilität. Bei 4 konkreten Nachfragen nach einem Objekt, gibt es leider auch drei enttäuschte Kunden“.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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