
Bei gleich zwei Festveranstaltungen im Andreasstift und in Pfeddersheim feierten Vertreterinnen und Vertreter aus Nolay (Frankreich) und aus Worms, speziell aus Pfeddersheim, das 60-jährige Bestehen dieser französisch-deutschen Partnerschaft.
Das Jubiläum erinnert an das Jahr 1966, als die Partnerschaft zwischen Pfeddersheim und Nolay gegründet wurde. Die Partnerschaft fußt auf dem Geist des Élysée-Vertrags von 1963 und dem Bestreben, Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine friedliche, kooperative Zukunft zu gestalten.
Der damalige Pfeddersheimer Stadtrat beschloss, sich für eine Partnerstadt in Burgund zu bewerben. Bürgermeister Heinrich Schmitt reiste nach Oberwesel und kam mit Nolay als Partnerstadt zurück. Die ersten beiden Pfeddersheimer in Nolay waren der Rektor der Volksschule Pfeddersheim, Wilhelm Kuchen, und der Busunternehmer Wilhelm Hennrich.
Noch vor dem Unterzeichnen der Partnerschaftsurkunden in Pfeddersheim und Nolay fanden regelmäßige Schüleraustausche statt. Die ideale Besetzung für die offizielle Partnerschaft gab es in der Zeit, als Willi Löv Bürgermeister war und sein Bruder Jürgen Löv als Französischlehrer die Partnerschaft vorantrieb.
Es entstanden Freundschaften, gegenseitiges Verständnis und Respekt – getragen von persönlichem Engagement. So waren die Pfeddersheimer Feuerwehr, der Gesangverein, das Akkordeonorchester und andere Pfeddersheimer Vereine bereits in Nolay, der Katholische Musikverein spielte in der Nolayer Kirche St. Martin und Dekan Springer predigte.
„Die Partnerschaft zwischen Nolay und Pfeddersheim ist fest verankert in den Herzen vieler Menschen. Sie hat sich zu einer Freundschaft entwickelt, die nicht nur zwischen Verwaltungen, sondern vor allem zwischen Bürgern und Bürgerinnen gepflegt und ausgebaut wird“, so Bürgermeisterin Stephanie Lohr in ihrer Festrede. Sie dankte allen, die die Städtepartnerschaft begleitet und vorangebracht haben, vor allem dem Freundeskreis Pfeddersheim – Nolay und insbesondere Holker Pfannebecker, der mit seinem unermüdlichen Einsatz die Beziehung aktiv und herzlich halte.
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