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Gerüstet für den Katastrophenfall

Schlüsselrolle: Der Rheinland-Pfalz-Tag 2018 in Worms wurde durch das Klinikum Worms medizinisch abgesichert

Das System BHP 50 war im Parkhaus des Wormser Klinikums für den Ernstfall beim RLP-Tag in Worms verfügbar.

Vom 1. bis 3. Juni 2018 gastierte der Rheinland-Pfalz-Tag in Worms, dessen vielfältiges Angebot die Besucherinnen und Besucher ganz entspannt und vor allem sicher genießen konnten. Das Vertrauen, dass mit allen den fantastischen Ereignissen und Angeboten keine Gefahren für die teilnehmenden Menschen ausgehen würden, hing mit einer außerordentlich komplexen Vorplanung und Organisation seitens der Stadt Worms, des Landes Rheinland-Pfalz und vielen Organisationen zusammen. So ist es glücklicherweise zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen. Dass solche Zwischenfälle bis hin zu Terror-Attentaten mit vielen Verletzten und Toten dennoch nicht in das Land der Fantasie gehören, zeigen die letzten Jahre auch in Deutschland. Somit war es geboten, für eine solche Situation professionell vorbereitet zu sein und auch in Worms für den Katastrophenfall vorzusorgen, um innerhalb kürzester Zeit sofort für den Fall vieler Verletzter gerüstet zu sein.

Hierzu spielte das Klinikum Worms eine Schlüsselrolle, was einerseits die Behandlung vieler Verletzter, aber auch die Sichtung (Triage) der unterschiedlich stark Verletzten und – falls erforderlich – deren rasche Verlegung in weitere klinische Einrichtung außerhalb Worms betraf. Die Klinik für Unfallchirurgie innerhalb des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Klinikums Worms ist seit vielen Jahren als Traumazentrum zertifiziert und spielt eine führende Rolle sowohl im Traumanetzwerk Rheinhessen, als auch im bundesweiten Traumanetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

Besondere Vorkehrungen

Der Chefarzt des Zentrums, Prof. Dr. Jochen Blum, ist hier seit Jahren eingebunden in die medizinischen Versorgungskonzepte, die den Umgang mit Terror-Attentaten und deren Folgen betreffen. So betrifft dies neben der Kooperation mit der Bundeswehr, die über direkte Erfahrungen im Umfeld von Terrorattacken verfügt, auch die enge Kooperation mit Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten. Ein diesbezüglicher Kongress im Bundeswehrkrankenhaus Koblenz, bei dem Prof. Blum das Klinikum Worms im letzten Jahr repräsentierte, hat hier neue und effektivere Konzepte und Methoden propagiert und auch trainiert. Gerade weil der Rheinland-Pfalz-Tag auch politische Komponenten enthält, wurde deutlich, dass besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen, um im Fall eines Falles effektiv gerüstet zu sein.

Teams verdoppelt

Somit wurden zum einen im unfallchirurgischen Bereich die Teams für die drei Tage verdoppelt. Zum anderen wurde im Parkhaus des Klinikums eine besondere Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz integriert, der sogenannte BHP 50, ein komplexes System aus Behandlungsplätzen in Zelten, in denen bis zu 50 Verletzte – insbesondere auch Schwerverletzte – behandelt werden können. Durch den Hubschrauberlandeplatz des Klinikums war zudem die weitere Infrastruktur für Verlegungen in andere Zentren gewährleistet. Damit verbunden war ein sehr hoher Aufwand an Personal und Materialien, die letztlich glücklicherweise nicht in den direkten Einsatz kamen, aber sofort bereit gestanden hätten.

Für das Schlimmste gerüstet

Der Leiter des Traumazentrums am Klinikum, Prof. Dr. Blum konnte hier von Seiten des Klinikums zusammen mit dem Leitenden Oberarzt der Unfallchirurgie, Dr. Philippe Roux und dem Leiter der Notaufnahme, Thomas Waldhofer, die Koordination mit den Rettungsdiensten und Notärzten vor Ort abstimmen. Das System BHP 50, welches dem Bundesland Rheinland-Pfalz gehört, und mit Allem ausgestattet ist, was für die Akutbehandlung Schwerstverletzter erforderlich ist, wurde davor zuletzt beim Tag der Deutschen Einheit 2017 in Mainz eingesetzt. Insgesamt ein hoher Aufwand für ein Ereignis, welches glücklicherweise ohne größere Schäden ablief – aber umso wichtiger, dass man für das Schlimmste gerüstet war.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile am 13. Juni 2018

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