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Goldmedaille für SPD-Sportdialog

SPD-Sportdialog mit Olympiasiegerin Uphoff-Selke sowie Weltmeisterin Stepp / Sport ist ohne Ehrenamt nicht möglich

Im Anschluss an die Podiumsrunde ergab sich eine lebhafte Diskussion über die Situation des Sports in Worms. Foto: Robert Lehr

Im Anschluss an die Podiumsrunde ergab sich eine lebhafte Diskussion über die Situation des Sports in Worms. Foto: Robert Lehr

Während des Sportdialoges 2019 der SPD Worms tummelte sich am Donnerstagabend alles, was in Worms in sportlicher Hinsicht Rang und Namen hat, im Clubhaus der Wormatia. Dazwischen natürlich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, womit ein breites Spektrum an Interessierten der Veranstaltung ihren ganz persönlichen Stempel aufdrückte.

SPD-Chef Jens Guth (MdL) hatte geladen und etliche Promis aber noch viel mehr Wormser Sportfunktionäre und –interessierte waren der Einladung gefolgt, gab es doch etliche Sportthemen zu diskutieren, die die Nibelungenstadt direkt oder indirekt berühren. Im Podium der Veranstaltung waren von politischer Seite Sportdezernent Uwe Franz und der Innenstaatssekretär Randolf Sticht, für den verhinderten Sportminister Roger Lewentz vertreten.  Den Sportlerbereich auf dem Podium vertraten kompetent und charmant die Olympiasiegerin im Dressurreiten Nicole Uphoff-Selke sowie die Tennis-Weltmeisterin Nina Stepp. Stadtsportverbandsvorsitzender Joachim Decker ergänzte das Team.

Sport weiterentwickeln
„Wie kann sich Sport in Worms weiterentwickeln?“, begrüßte Jens Guth seine zahlreichen Gäste und sprach damit gleich zwei wichtige Themenkomplexe an: personelle Ressourcen und Finanzen. „Die Schuldenbremse gilt nicht für die Sportförderung“, erläuterte Staatssekretär Sticht zu letztgenanntem und vermeldete beeindruckende Zahlen: „30 bis 40 Millionen Euro flössen in Rheinland-Pfalz jährlich in die Sportförderung“. Den Kommunen obliege es aber, die entsprechenden Rahmenbedingungen zur Ausführung zu schaffen; den Vereinen dies mit Leben zu füllen.

Sport ohne Ehrenamt nicht möglich
Ehrenamtlich Aktive zu finden, sei aber immer mehr ein Problem, wusste auch Weltmeisterin Nina Stepp zu berichten. Breiten- und Spitzensport seien ohne die ehrenamtlich Tätigen nicht möglich und diese würden immer weniger. Jens Guth veranschaulichte dies am Beispiel der TGW, dem größten Wormser Sportverein. TGW-Vorsitzender Georg Blockus holt mit dem Vereinsbus Seniorinnen und Senioren aus dem Seniorenheim ab, um ihnen Gesellschaft und Bewegung zu ermöglichen. Somit betätigt er sich aus Mangel an alternativem Personal auch noch als Vereins-Chauffeur.

Tätigkeiten honorieren
Diese Situation macht den 6.100 Sportvereinen in Rheinland-Pfalz – davon 104 in Worms – zu schaffen. Um diese Tätigkeiten zu honorieren, verleiht der Stadtsportverband auf Vorschlag der Vereine die Stadtsportmedaille in Silber für langjährig tätige Mitglieder, berichtete Joachim Decker über eine der Motivations- und Honorierungsmöglichkeiten des Stadtsportverbandes.

Sportanlagen in gutem Zustand
Olympiasiegerin Nicole Uphoff-Selke, die dem Spitzensport den Rücken gekehrt hat, bescheinigte indessen den Wormser Sportanlagen insgesamt einen guten Zustand. Dies kenne sie aus ihrer alten Heimat so nicht, vermeldete die Rheindürkheimerin. Und die Hallensituation würde sich mit drei neuen Hallen in der näheren Zukunft noch einmal deutlich entspannen, konnte Sportdezernent Uwe Franz berichten.

Sportförderung
Ebenso interessant wie hilfreich waren auch die Aussagen von Stich und Franz über die Möglichkeiten der Sportförderung sowohl für kleine als auch für große Projekte in eigenen Gebäuden oder Außenanlagen. Egal ob die Sanierung der Sanitäranlagen oder der Wunsch nach einem Rasenplatz anstünde, richtiger Ansprechpartner sei hier die kommunale Sportförderung.

Nach fast zweistündigem Dialog nahm Ehrengast Sticht dann verschiedene Themen mit nach Mainz in die Landeshauptstadt, um sie dort prüfen zu lassen. Eines davon immanent wichtig für die Kommune, denn es geht um die immer wiederkehrende Auseinandersetzung mit der ADD bezüglich des 20-prozentigen, städtischen Anteils von Förderungen bei Sanierungen- oder Neubau von Sportanlagen. „Die Vereine brauchen hier Planungssicherheit“, verlieh Jens Guth dem Ansinnen noch etwas Nachdruck. Außerdem versprach der Staatssekretär sich zugunsten der Vereine um eine Ausweitung der Sitzplatzmöglichkeiten in Schulsporthallen zu bemühen. Dies solle zum Standard werden, damit die Vereine größere und bessere Zuschauerunterbringungsmöglichkeiten bekommen.

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Geschrieben in Sport

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