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Di., 06. Januar 2015, 21:25 Uhr
HSG Worms – TG Osthofen treffen am Sonntag um 18 Uhr in der Nikolaus-Doerr-Halle aufeinander / Für die Fans beider Lager gibt es zusätzlich ein XXL-Frühstück
Große Spannung vor dem Anpfiff des Handball-Nachbar-Derbys
Solch packende Szenen erwartet die Handball-Fans, wenn am Sonntag, um 18 Uhr, das Nachbar-Derby zwischen dem Gastgeber HSG Worms und der TG Osthofen in der Nikolaus-Doerr-Halle angepfiffen wird. Die Szene zeigt Andre Ermisch von der HSG Worms beim erfolgreichen Torwurf gegen eine ausgespielte TGO-Abwehr. Archivfoto: Klaus Diehl
Von Klaus Diehl Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Wenn das zutrifft, wäre die HSG Favorit in diesem Spitzenspiel. Nach Saulheim und Budenheim ist das morgige Spiel die dritte große Herausforderung für die junge HSG-Mannschaft. Bekannt ist, dass alle Trainer der Rheinhessenliga die TGO als Meisterschaftsfavoriten sehen.
Durch eine Niederlage in Budenheim ließ die TGO überraschend zwei Punkte liegen und ist so punktgleich mit der HSG, die nur durch ihren Punktabzug wegen Nichterfüllung der geforderten Schiedsrichter zwei Punkte aberkannt bekam. Die Mannschaft von HSG-Coach Gerd Zimmermann ist seit 15 Spielen ungeschlagen und möchte dies auch bleiben. Mit der Weiterverpflichtung der Trainer für die nächste Saison und dem Ziel des Aufstieges spätestens in der nächsten Saison, haben die HSG-Verantwortlichen den Druck von der Mannschaft genommen.
Wie immer auch die Prognosen sind – die HSG-Spieler freuen sich auf das Derby und möchten weiter ungeschlagen bleiben.
„Wir werden uns mit sechs Trainingseinheiten auf das Spiel vorbereiten und möchten uns auf diesem Weg beim Wormser Sportdezernenten Uwe Franz sowie Dieter Haag vom Gebäudebewirtschaftungsbetrieb bedanken, dass wir in den Ferien die Nikolaus-Doerr-Halle ausnahmsweise benutzen dürfen“, so Co-Trainer Hans-Karl Böhnert. Im Abschlusstraining werde entschieden, wer auflaufe. Alle Spieler seien im Training und so habe Gerd Zimmermann die Qual der Wahl, so Böhnert weiter. Die TGO sei genau beobachtet worden und man werde sich taktisch auf sie einstellen. Offen sei noch, ob eine offensive oder defensivere Abwehrvariante taktisch bevorzugt werden werde.
Auf jeden Fall wird die Nikolaus-Doerr-Halle aus allen Nähten platzen, was für eine tolle Stimmung sorgen dürfte. Ein weiteres Bonbon wird von Globus in Bobenheim-Roxheim angeboten. Jeder mit Eintrittskarte bekommt im dortigen Markt ein XXL Frühstück.
Im dritten Anlauf heißt das absolute Ziel bei den TGO-Herren die Meisterschaft und Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. TGO-Coach Frank Herbert sieht hierbei die HSG im Vorteil. Zum einen wegen der bisher lupenreinen Bilanz einer sehr guten Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf und zum anderen, da er mit seiner Mannschaft in den Weihnachtsferien nicht wie gewünscht in der heimischen Wonnegauhalle trainieren konnte. Für ihn nur schwerlich nachvollziehbar.
Denn wenn man seitens der Verantwortlichen als Ziel die Meisterschaft ausgibt, so sollte man auch dafür sorgen, für entsprechende Rahmenbedingungen, zudem vor solch einem absoluten Spitzenspiel, zu schaffen.
Vier Wochen Trainingszeit bis zum Saison-Highlight Denn in den knapp vier Trainingswochen bis zu diesem Handball-Highlight zum Auftakt des neuen Jahres, wollte er sich schon gezielt auf dieses Spiel vorbereiten, zumal er erstmals auch die Chance sah, mit nahezu allen Spielern eine bessere Vorbereitung für 2015 zu schaffen, als dies durch Verletzungen und anderen Gründen bisher möglich war. Da mussten Spieler und Trainer zusätzliche Belastungen auf sich nehmen, um in anderen Hallen trainieren zu können.
„Marschrichtung“ wird spielentscheidend Letztlich dürfte sich der TGO-Coach aber gewiss sein, dass letztlich der Ausgang dieses Derbys – ob positiv oder negativ – in erster Linie auch davon abhängt, mit welcher Marschrichtung er seine Spieler auf das Parkett der Nikolaus-Doerr-Halle schickt und wie diese von seinen Spielern umgesetzt werden kann.
Da ist ein hochbrisantes, spannendes und sicherlich auch kämpferisch auf hohem Level stehendes Spiel zu erwarten. Hierbei ist auch zu wünschen, dass es den Verantwortlichen des HVR für die Schiedsrichterbesetzung gelingt, ein absolut neutrales Gespann aus einem anderen Landesverband mit der Leitung zu beauftragen.
Denn beim Spiel bei der Budenheimer Reserve zum Abschluss des Jahres 2014, war dies mit einem Saulheimer Gespann, deren Zweite ja auch noch Chancen auf die Meisterschaft hatte, gelinde ausgedrückt sehr unglücklich besetzt worden.