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Grünes Licht für Luther als Ampelmännchen 

Rheinland-Pfalz-Tag: Reformator weist jetzt Passanten den Weg in Worms 

Das Luther-Ampelmännchen. Foto: Tobias Albers-Heinemann

Das Luther-Ampelmännchen. Foto: Tobias Albers-Heinemann

„Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!“ Diese Sätze soll der Reformator Martin Luther nach der Anhörung durch den Kaiser im Jahr 1521 in Worms gesagt haben. Sie sind Motivation für ein neues Kunstprojekt, das schon jetzt zum bevorstehenden Rheinland-Pfalz-Tag in Worms (1. bis 3. Juni) in rot und grün erstrahlt. In der Lutherstadt werden ab sofort Fußgänger vom Reformator persönlich zum Stehen und Gehen gebracht. Seit dieser Woche leuchtet Martin Luther in der Stadt des historischen Reichtags als Ampelmännchen für Fußgänger. Am Übergang vom Reformationsdenkmal am Lutherring zur Wilhelm-Leuschner-Straße weist er Passanten an vier Stellen den richtigen Weg. 

Standfeste Person in Rot
Die Idee dazu hatte das Projektteam der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zum Rheinland-Pfalz-Tag mit den Pfarrern Fabian Vogt und Jeffrey Myers. In genauer Abstimmung mit der Stadt entwickelten sie das Konzept. Heraus kam ein Luther mit allen seinen Seiten, komprimiert auf ein buntes Ampelglas. Jetzt leuchtet der berühmte Reformator als dynamisches Männchen in Grün, das zum wagemutigen Schritt anleitet. Oder er fordert als standfeste Person in Rot zum Innehalten, was auch ganz im Sinn der heutigen Straßenverkehrsordnung ist. „Wir wollten das historische Ereignis in Worms mit Luthers berühmten Satz noch einmal ganz locker mitten in den Alltag bringen“, fasst Vogt die Idee zusammen. Für Myers war es eine „richtig tolle Erfahrung, dass sofort viele in der Stadt von der Idee begeistert waren“. 

„Martinsmännchen“ noch bis 2021?
Derzeit ist noch nicht klar, ob die Luther-Ampeln auch über den Rheinland-Pfalz-Tag hinaus in Worms ein besonderer Hingucker bleiben. Die Voten nach dem Bekanntwerden der Initiative sind in den sozialen Medien aber eindeutig. Sie reichen von „Super Aktion“ bis „Voll süß“. Und die Wormser haben den Lichtzeichen schon einen Kosenamen gegeben: „Martinsmännchen“. Die evangelische Kirche ist im Gespräch, dass die Stadt – ja eben – grünes Licht dafür gibt, dass Luther auch bis 2021 an den Straßenübergängen leuchtet. Dann jährt sich zum 500. Mal der Reichstag mit Luthers legendärem Spruch. Und klar: Wer könnte im Schatten des weltgrößten Reformationsdenkmals dann besser für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen als der Reformator selbst? 

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Geschrieben in Worms und Ortsteile am 16. Mai 2018

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