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Harte Landung auf holprigem Boden

Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar: TSG Pfeddersheim quittiert beim 0:1 gegen FC Hertha Wiesbach erste Heimpleite der Saison

Tobias Bräuner stand erstmals nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf der TSG Pfeddersheim. Der TSG-Kapitän spielte bis zu seiner Auswechslung nach einer Stunde eine solide Partie, konnte der Mannschaft aber keine entscheidenden Impulse in der Offensive geben. Foto: madi

Stille im Uwe-Becker-Stadion. Die Spieler der TSG Pfeddersheim verharren noch ein paar Momente auf dem Rasen. Auf den Rängen hier und da ein Kopfschütteln, aber keine Vorwürfe. Plötzlich ein lauter Aufschrei. In der Nähe des Mittelkreises im Weinbergstadion tanzen die Gäste vom FC Hertha Wiesbach umher. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandieren die Saarländer. Erstmals in der Saison 2018/2019 hat die TSG Pfeddersheim am 26. Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar ein Heimspiel verloren. 1:0 gewannen die Kicker aus Wiesbach im Landkreis Neunkirchen. Für die Saarländer drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Für die Rheinhessen ein Dämpfer in einer bislang ausgesprochen erfolgreich verlaufenen Spielzeit. Die Attacke auf die Oberliga-Spitzenränge bleibt erst einmal stecken. TSG Pfeddersheim rutscht durch die Niederlage um einen Rang auf den vierten Tabellenplatz zurück.

„Wiesbach lebte Abstiegskampf“

„Uns fehlten heute ein paar Prozent“, räumte Mathias Tillschneider kurz nach dem Abpfiff der Partie ein. Woran das lag, dafür hatte der flinke rechte Verteidiger der TSG Pfeddersheim auch eine Erklärung: „Wiesbach verteidigte hoch und giftig, wir fanden nicht zu unserem sonst so sicheren Passspiel.“ Die Saarländer setzten die Gastgeber von Beginn weg mit Pressing im Mittelfeld frühzeitig unter Druck. Damit drückte das von FC-Coach Michael Petry prima auf die schwierigen Platzverhältnisse des holprigen Rasens im Uwe-Becker-Stadion eingestellte Hertha Wiesbach dem Spiel seinen eigenen Stempel auf. „Wiesbach lebte Abstiegskampf“, befand Mathias Tillschneider. Pfeddersheim wollte seine spielerischen Qualitäten auf dem unebenen Rasen in die Waagschale werfen. Doch vergeblich. Das von TSG-Kapitän Tobias Bräuner nach langer Verletzung ob eines Bänderrisses erstmals von Beginn wieder angeführte Team kam einfach nicht richtig auf Touren. Im Duell „spielstarke Techniker“ versus „tüchtige Arbeiter“ erkämpften sich die Saarländer bald ein Übergewicht.

Ein Übergewicht, das sich im ersten Drittel der Partie maßgeblich im Mittelfeld manifestierte. Nennenswerte Torchancen gab es eine halbe Stunde lang daher keine. Typisch für die komplette erste Hälfte zwei „Beinahe-Tore“. Wiesbach hatte es ausnahmsweise einmal geschafft, den Kampf um den Ball vom Mittelfeld in den Strafraum der TSG zu verlagern. Dort warf sich Ruddy Mpassi ins Getümmel und traf nach einigen missglückten Klärungsversuchen der TSG-Defensive aus kurzer Distanz ins Tor (30.). Doch Schiedsrichter Torsten Moog (SV Niederberg) verweigerte dem Treffer wegen eines Foulspiels von Mpassi im Kampf um das Leder zurecht die Anerkennung. Die TSG versuchte es mit Spielzügen. Riccardo Presti kam rechts einmal durch, zog ab, seinen Schuss drückte Goalgetter Andreas Buch über die Linie – wieder ein Pfiff, ebenfalls kein Tor. Abseits soll’s gewesen sein. Eine knappe und durchaus strittige Entscheidung.

Sonntagsschuss wird Tor des Tages

Kurz nach dem Wechsel dann das Tor des Tages. Einen Eckball klärte die TSG-Abwehr zu kurz, der Ball flog Maurice Urnau direkt auf den Schlappen, der volley abzog und unhaltbar unter die Latte traf (51.). „Ein Sonntagsschuss“, staunte selbst Gästecoach Michael Petry. Die Frage, die dieser Schuss aufwarf: Wann würde Pfeddersheim endlich den Schalter umlegen können? Sie wurde erst spät beantwortet. Akira Udagawa leitete mit einem satten Weitschuss aus 25 Metern, den FC-Keeper Philip Luck glänzend parierte, die Schlussoffensive der TSG ein (75.). „In dieser Phase hätten wir uns das Remis verdient gehabt“, fand Marc Heidenmann.

TSG-Chancen gab’s aber erst, als Pfeddersheim vom Spielmodus in den Kampfmodus schaltete. Der 1:1-Ausgleich indes blieb der TSG versagt. Erst kamen Andreas Buch und der nach langer Verletzung erstmals wieder spät in die Partie Spiel gekommene Sebastian Kaster im Strafraum nicht richtig zum Abschluss (86.). In der Schlussminute strich ein Tillschneider-Kopfball nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Aus und vorbei. FC Hertha Wiesbach jubelte und die TSG Pfeddersheim war nach zwei Siegen zuletzt hart auf dem holprigen Boden der Tatsachen gelandet.

TSG Pfeddersheim: Ruby – Mathias Tillschneider, Himmel (56. Zolotarev), Ludwig, Schmidt – Öhler – Udagawa, Bräuner (60. Kassa), Kodraliu – Presti (65. Kaster).

Zuschauer: 200

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Geschrieben in Fußball, Sport

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