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Hochwertiges Essen zu bezahlbaren Preisen

Haupt- und Finanzausschuss: „Kommunale Küche“ für Kitas und Ganztagsschulen auf dem Prüfstand / Austausch mit Schulleitern und Eltern

Gesundes Essen zu vernünftigen Preisen soll auch in Wormser Kitas und Schulen Standard sein. Jetzt prüft die Stadt, ob in Kooperation mit einem externen Dienstleister oder Träger auch die Kosten reduziert werden können, wenn die Versorgung neu geregelt wird. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN Rund 170.000 Euro betrugen die Brutto-Kosten 2017 der Stadt Worms, um 350 Kinder in den Kindertagesstätten und 750 Kinder und Jugendliche im Rahmen einer Ganztagsschule mit einem Mittagessen zu versorgen. Geliefert werden die Mahlzeiten von externen Dienstleistern. Der Kostendruck führt nicht selten zu einer Qualitätsminderung. Folglich reifte die Überlegung, dass eine „Kommunale Küche“ in Eigenregie durch den Integrations- und Dienstleistungsbetrieb der Stadt (IDBgGmbh) den Wunsch nach qualitativ hochwertigen Speisen zu bestmöglichen Speisen realisieren und auch Kosten reduzieren könne.

Im Haupt- und Finanzausschuss wurde das Vorhaben am Mittwoch diskutiert. Allerdings mit dem Ergebnis, dass der Stadtrat nun die Realisierung einer „Wormser Küche“ in Kooperation mit einem privaten Träger prüfen soll und dieser Prüfung ein Austausch mit der Schulleiterkonferenz sowie Elternvertretern vorausgeht, ehe ein erneuter Antrag den Gremien vorgelegt wird. In Vorgesprächen sei das Vorhaben sowohl beim DRK-Berufsbildungswerk als auch seitens der Lebenshilfe als möglichem Partner einer Kooperation mit dem IDBgGmbh begrüßt worden, wie Oberbürgermeister Michael Kissel erläuterte.

Eine Kooperation erachtet auch Timo Horst für die SPD bei der anstehenden Prüfung als vernünftige Variante. Für den IDBgGmbh alleine seien sonst massive Investitionen erforderlich, um die Menge an Essen bewerkstelligen zu können. „Es gibt bereits gesellschaftliche Kräfte und private Anbieter auf diesem Sektor, da sind die Hürden, das Projekt in Eigenregie zu stemmen, einfach zu hoch“, so Horst.

„Eine zielführende Idee“, wie Dr. Klaus Karlin für die CDU erklärte. Die Produktion müsse aber in Worms erfolgen, schränkte Karlin ein. Qualität und Preis müssten in jedem Fall stimmen, so Klaus Karlin, dessen Fraktion dann gerne eine „Wormser Kooperation“ befürworte, wenn der Ertrag daraus auch in der Stadt bleibe. Bei Richard Grünewald, Bündnis 90/Die Grünen, wichen nach der Änderung des Beschlussantrages mit dem Blick auf eine Kooperation die Bedenken. „Da war mir Angst und Bange“, betonte Grünewald. Eine Kapazitätsaufstockung beim Integrations- und Dienstleistungsbetrieb der Stadt hätte seine Partei strikt abgelehnt.

INFO: Durch die Einbindung des Integrations- und Dienstleistungsbetriebes der Stadt in das Projekt können etwaige Überschüsse im Konzern Stadt verbleiben, den Bestand der IDBgGmbh sichern und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden, so in der Antragsbegründung.

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