Sie sind hier: Home » Handball » Im Zeichen des Abschieds

Im Zeichen des Abschieds

Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Männer: HSG Worms unterliegt zum Heim-Finale der Saison 2018/2019 HSG Rhein-Nahe Bingen im Rheinhessen-Derby mit 28:31 (16:19)

Letztmals im Trikot der HSG Worms: Spielmacher Denis Markert verabschiedete sich im rheinhessischen Lokalderby der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar nach über fünf Jahren in Worms gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit einer guten Leistung in Richtung Heimat zum TSV Speyer. Foto: Felix Diehl

Letztmals im Trikot der HSG Worms: Spielmacher Denis Markert verabschiedete sich im rheinhessischen Lokalderby der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar nach über fünf Jahren in Worms gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit einer guten Leistung in Richtung Heimat zum TSV Speyer. Foto: Felix Diehl

VON JÜRGEN JAAP | Rein von den Zahlen her sieht’s so aus: Die HSG Worms hat ihr letztes Heimspiel der Saison 2018/2019 vor 250 Zuschauern gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit 28:31 (16:19) verloren. Hätten die Wormser Drachen nicht längst ihr Saisonziel „sicherer Klassenerhalt“ unter Dach und Fach gebracht, und wäre es nicht der letzte Auftritt dieser Spielzeit in der heimischen Nikolaus-Dörr-Halle gewesen, der unter ganz anderen Vorzeichen als den „rein sportlichen“ stand, so würde man sich bei den Wormser Gastgebern wohl ziemlich über die Heimpleite im rheinhessischen Lokalderby der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar gegen HSG Rhein-Nahe Bingen geärgert haben. „Klar, man will sich natürlich nicht mit einer Niederlage von seinem treuen Publikum aus der Saison verabschieden“, räumte HSG-Cheftrainer Marco Tremmel ein. Aber am Maifeiertag stand in der Nikolaus-Dörr-Halle anderes als das Derby ganz oben auf der Agenda. Saisonende ist eben auch Zeit des Abschieds.

Fünf Spieler wurden verabschiedet

„Eingerahmt“ vom Lokalderby sagten Thorsten Schlüter, der HSG-Vorsitzende, und Florian Stenner, stellvertretender Vorsitzender der HSG Worms, fünf verdienten Spielern adieu. Allen voran die beiden Brüder Denis Markert und Florian Markert aus Römerberg bei Speyer, die fünfeinhalb Jahre das Trikot der HSG trugen. „Eine sehr erfolgreiche Zeit mit der Meisterschaft in der Rheinhessenliga, dem Aufstieg in die Oberliga und dazu der Auszeichnung von Denis als Oberliga-Top-Torjäger“, wie Florian Stenner resümierte. Fabian im Rückraum und als stabile Größe im Mittelblock der Abwehr, Denis als wieselflinker Spielmacher mit vielen raffinierten Wurfvarianten: Die Brüder Markert werden der HSG Worms fehlen.

Wie auch Torwart Thomas Elgert, der nach einer monatelangen Verletzungspause nach Kreuzbandriss gegen Bingen nochmals zwischen den Pfosten stand, der HSG Worms fehlen wird. „Handball rücke bei Thomas etwas zurück, denn im Hause Elgert ist Nachwuchs angesagt“, so Florian Stenner. Ebenfalls in Richtung TSV Speyer wie auch die Gebrüder Markert verlässt Jakub „Kubo“ Balaz die Wormser Drachen. Der wurfgewaltige Linkshänder war im rechten Rückraum der HSG Worms eine tragende Säule. „Fünfter“ im Bunde der Verabschiedeten war schließlich Rechtsaußen Alex Eusterholz, der alle vier Jahre seit dem Aufstieg in die Oberliga mit den Wormser Drachen bestritt.

Früher Rückstand als Hypothek fürs komplette Spiel

Handball wurde aber auch gespielt. Zu Beginn allerdings vorwiegend von den Gästen. 6:2 stand es nach sieben Minuten, in denen speziell der starke Rückraum der Binger „regierte“. Für Adrian Taday, den jungen Torwart der Wormser, gab’s zunächst kaum einmal die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. „Diesem Rückstand sind wir die ganze Zeit hinterhergelaufen“, fand Marco Tremmel. An den starken Kreisläufern der HSG Worms lag es allerdings nicht, dass das Derby verloren wurde. Kapitän Markus Metzdorf (3) und der robust im Mittelblock und am Kreis agierende Neuzugang Sascha Hanke (4) vom VTV Mundenheim hielten ihr Team im Spiel. Die Hypothek des frühen Rückstands schleppten die Wormser Drachen aber durch das ganze Match.

Wobei: Mitte der ersten Hälfte kam Worms ob eines starken Auftritts von Konstantin Herbert (6) aus dem Rückraum kurzzeitig auf 10:11 heran. Wieso es nichts mit dem angestrebten Derbysieg wurde, dafür hatte TSG-Coach Marco Tremmel eine einleuchtende Erklärung: „Wir haben im Gegensatz zu Bingen unsere Überzahl nicht konsequent genutzt.“ Selbst in Unterzahl trafen die Gäste und zogen bis auf 17:23 davon (38.). Die Partie war entschieden, wenngleich die Wormser nie aufsteckten. Schließlich aber setzte sich der Tabellenfünfte verdient mit 28:31 durch. Trotz der Niederlage blieb bei Marco Tremmel aber vor allem eines hängen: „Wir haben eine gute Rückrunde gespielt, in der wir schnell den Klassenerhalt klargemacht haben.“

Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar – Männer:
HSG Worms – HSG Rhein-Nahe Bingen 28:31 (16:19)
HSG Worms: Taday, Elgert, Palzer; Happersberger (2), Steinführer (5), Theuer, Seyfried, Hanke (4), Denis Markert (2/1), Herbert (6), Metzdorf (3), Brestrich (1), Balaz (5), Dietz.
Zuschauer: 250

Wehmut liegt in der Luft: NK-Sportredakteur und Handballfreund Klaus Diehl wird vom stellvertretenden HSG-Vorsitzenden Florian Stenner unter den stehenden Ovationen des HSG-Publikums in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Foto: Felix Diehl.

Wehmut liegt in der Luft: NK-Sportredakteur und Handballfreund Klaus Diehl wird vom stellvertretenden HSG-Vorsitzenden Florian Stenner unter den stehenden Ovationen des HSG-Publikums in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Foto: Felix Diehl

Abschied von treuen Weggenossen der HSG Worms

Gerne hätte Klaus Diehl wohl einen Sieg seiner HSG Worms gesehen. Eine kleine Träne der Wehmut war bei ihm aber eher deshalb erkennbar, weil Florian Stenner auf „fünf Jahrzehnte Tätigkeit der Familie Diehl bei der HSG Worms und bei SG Eintracht Herrnsheim“ zurückblickte. Der Sport-Redakteur des Nibelungen Kurier ging Anfang April 2019 in den wohlverdienten Ruhestand. „Klaus Diehl hat über fünf Jahrzehnte den Sport in Worms und ganz speziell den Handballsport mit jeder Faser seines Körpers gelebt“, betonte Florian Stenner. Und für das leibliche Wohl der Spieler, Zuschauer und Fans der HSG Worms sorgte Hansi Lieb, der ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde. Legendär: „Die Gyros-Pfanne im Training.“ Ebenfalls nicht mehr an Bord der HSG Worms wird Torwart-Trainer Eckhard Markert sein, der zusammen mit seinen beiden Söhnen Denis und Fabian nach Speyer wechselt.

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Handball, Sport

Kommentare sind geschlossen

Nibelungen Kurier - Zutrittsprüfung

Herzlich willkommen
beim Internet-Auftritt des Nibelungen Kurier – der Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland.

Seit rund 35 Jahren geben wir zweimal wöchentlich eine gedruckte Ausgabe heraus. Zusätzlich bieten wir diesen kostenlosen Onlinedienst an, auf dem wir täglich das Neueste aus Worms und der Region für Sie bereitstellen. Sowohl die gedruckte als auch die Onlineausgabe sind werbefinanziert.

Warum sehe ich nibelungen-kurier.de nicht?

Sollten Sie Probleme haben, versuchen Sie es mit einem alternativen Browser zum Beispiel:

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter info@nibelungen-kurier.de gerne zur Verfügung.


Impressum
Nibelungen Kurier Verlag GmbH
Print-Carl-Anlage 20
67547 Worms
Telefon: 06241 9578-0
Fax: 06241 9578-78
info@nibelungen-kurier.de

Geschäftsführer: Frank Meinel und Dieter Schaller
Amtsgericht Mainz, HRB 11190
Umsatzsteuernummer-ID DE 1499 65202
Verantwortlich für den Inhalt: Frank Meinel

Datenschutzerklärung