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Metzler gewinnt Direktmandat – Held über Landesliste im Bundestag

Der Siegeszug der Christdemokraten bei der Bundestagswahl spiegelt sich auch bei den Ergebnissen des Wahlkreises Worms-Alzey-Oppenheim wider

Mit versteinerter Miene nehmen die Sozialdemokraten das Endergebnis entgegen. Von links: OB Michael Kissel, Verena und Marcus Held sowie Kathrin Ankam-Trapp. Foto: Gernot Kirch

Mit versteinerter Miene nehmen enttäuschte Sozialdemokraten das Endergebnis entgegen. Von links: OB Michael Kissel, Verena und Marcus Held sowie Kathrin Anklam-Trapp. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die nackten Zahlen und Vergleiche zu den vorangegangenen Bundestagswahlen sprechen für sich, um den historischen  Sieg der Christdemokraten im Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim beim Urnengang 2013 auszudrücken. Zunächst zur Wahlbeteiligung, sie lag bei 73 Prozent in 2013 zu 72 Prozent im Jahr 2009. In absoluten Zahlen waren dies 148.000 Männer und Frauen, die ihre Stimme abgaben.

CDU legt rund 7 Prozent zu
Bei den Zweitstimmen, also den Stimmen, die für die Zusammensetzung des Bundestages verantwortliche sind, konnte die CDU im Wahlkreis 207 ihren Stimmenanteil um sieben Prozentpunkte erhöhen. Erreichte sie 2009 nur 32,4 Prozent der Stimmen, waren es 2013 fast 40 Prozent. Die Sozialdemokraten lagen 2009 bei 27,1 Prozent und in 2013 bei 29,8 Prozent. Insgesamt also auch ein Zuwachs für die SPD, aber weit geringer als bei der CDU.

FDP, Grüne und Linke schwächeln
Schaut man auf die FDP, so rutschte diese gewaltig ab. Im Jahr 2009 kam sie sensationell  auf 15,7 Prozent, 2013 brachte sie es nur noch auf 5,9 Prozent. Auch die Grünen mussten Federn lassen. Von 10 Prozent in 2009 verloren sie auf 8,4 Prozent in 2013. Einen deutlichen Abschwung auch bei den LINKEN. Waren sie 2009 mit 8,4 Prozent sehr stark, landeten sie 2013 bei 5,1 Prozent.

AfD mit 5,6 Prozent
Beachtenswert das Abschneiden der Alternative für Deutschland (AfD), die es aus dem Stand, also beim ersten Antreten im Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim auf 5,6 Prozent schafften. Die Kandidaten des Wahlkreises, Ursula Bieder, äußerte sich gegenüber dem Nibelungen Kurier mit einer zwiespältigen Gefühlslage. So sprach sie von einem starken Ergebnis und einem Achtungserfolg, doch habe sie sich, auch bundesweit, mehr versprochen. Sie persönlich werde erst wieder bei den nächsten Bundestageswahlen antreten, doch kündigte sie an, dass die AfD bei Europa- wie Kommunalwahlen erneut antreten und und einen engagierten Wahlkampf zeigen werde.

Jan Metzler gewinnt Direktmandat
Der Kampf um das Direktmandat, das mit der Erststimme vergeben wurde, schien ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Marcus Held (SPD) und Jan Metzler (CDU) zu sein. Doch entschied es Jan Metzler am Ende mit 42 Prozent klar gegenüber 37 Prozent, die Marcus Held erhielt, für sich. Der Sieg von Jan Metzler muss als Erdrutsch gewertet werden, denn seit der ersten Bundestagswahl im Jahr 1949 wurde der Wahlkreis stets von einem Sozialdemokraten gewonnen. Zuletzt saß Klaus Hagemann (SPD) 19 Jahre lang im deutschen Bundestag und repräsentierte dort die Region.

Bei der Wahl 2009 war Klaus Hagemann auf 37, 6 Prozent der Stimmen gekommen, sein Herausforderer Dr. Ludwig Tauscher (CDU) nur auf 36 Prozent. Somit hat Jan Metzler sechs Prozentpunkte zugelegt. Ein Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit wohl kaum einer erwartet hatte.

Nach Bekanntgabe des Endergebnisses räumte Marcus Held im Wormser Rathaus seine Niederlage ein und gratulierte seinem Konkurrenten Jan Metzler zu dessen Sieg und bedankte sich für den fairen Wahlkampf. Als Gründe für seine Niederlage sagte Marcus Held, dass er gegen den Bundestrend mit dem Merkel-Faktor nicht angekommen sei. Eine Rolle habe sicher auch gespielt, dass ihm, wie der SPD, gerade in Osthofen und Guntersblum die geplanten bzw. durchgeführten Fusionen nicht geholfen hätten. Er persönlich sei tief enttäuscht, doch nun gehe sein Blick nach vorne, zu den nächsten Wahlen.

Interessant auch, während Jan Metzler klar die Städte Worms und Alzey gewinnen konnte, hatte Marcus Held nur in Oppenheim die Nase vorne.

Held über Landesliste in den Bundestag

Ein kleines Happy-End gab es spät am Abend aber dennoch für Marcus Held, denn dadurch dass FDP und AfD unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde bleiben und nicht in den Bundestag einzogen, rutschte Marcus Held (SPD) über die rheinland-pfälzische Landesliste in den Bundestag.

 

 

Die kompletten Ergebnisse zum Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim sind nachzulesen unter: www.wahlen.rlp.de Dort unter Wahlergebnis gehen, dann Bundeswahl 2013 anklicken und auf Einzelergebnisse nach Wahlkreisen gehen.

 

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5 Kommentare für "Metzler gewinnt Direktmandat – Held über Landesliste im Bundestag"

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