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Jonglage mit drei Bällen und drei Spielerinnen

Tennis: Damen 30 der TG Osthofen schaffen zum Saisonstart in der Verbandsliga trotz Unterzahl ein 7:7-Unentschieden gegen TC Jockgrim

Rein mit dem Ding: Julia Renz, Spitzenspielerin der Damen 30 der TG Osthofen, entwickelt mit ihrer glatt durchgezogenen Rückhand mächtig Tempo und punktet so häufig direkt.  Foto: Marcus Diehl.

Rein mit dem Ding: Julia Renz, Spitzenspielerin der Damen 30 der TG Osthofen, entwickelt mit ihrer glatt durchgezogenen Rückhand mächtig Tempo und punktet so häufig direkt. Foto: Marcus Diehl.

VON JÜRGEN JAAP | Mit dem erwachenden Frühling blühen auch die Anhänger des Tennis-Sports so richtig auf. Die Medenspiele, so heißen die Mannschafts-Saisonspiele des Sommers im Tennis der Jugend und Erwachsenen in Deutschland, starten in allen Spielklassen im Mai durch. Der NK lässt die gelben, grünen oder weißen Filzkugeln in seiner Serie „Spiel, Satz und Sieg im Nibelungenland“ über die Tennisnetze der Region fliegen. Werfen wir dazu einen Blick in die Verbandsliga der Damen 30, wo es die TG Osthofen zum Saisonstart auf der Tennisanlage im Sommerried mit Pfalzliga-Meister und Aufsteiger TC Jockgrim zu tun bekam.

Spiel, Satz und Sieg im Nibelungenland

Wenn doch alles immer so leicht und locker wäre. Ob ihres kleinen Kunststücks mit drei Tennisbällen ist Meike Steinhauser jedenfalls so mancher Szenenapplaus gewiss und die ungeteilte Aufmerksamkeit des kleinen Lennard dazu. Magisch tanzen die Kugeln von der linken zur rechten Hand. Einen von der Jonglage faszinierten Balljungen hat Meike Steinhauser mit dieser Einlage direkt vor dem entscheidenden Doppel der Partie der Damen 30 der TG Osthofen gegen TC Jockgrim klargemacht. Lennard, der dreijährige Sohn von Julia Renz, bringt die Bälle ins Spiel. Die Spitzenspielerin der TGO hat jetzt an der Seite von Meike Steinhauser einen Auftrag. Das Unentschieden in trockene Tücher bringen, denn die Wonnegauerinnen liegen gegen den starken Aufsteiger aus der Pfalzliga vor dem letzten Match des Tages mit 4:7 hinten.

Ein Rückstand, der insbesondere darin seine Ursache fand, dass TGO-Teamchefin Katharina Fronius nur drei einsatzfähige Spielerinnen zur Verfügung hatte. Kurios: Claudia Maier, die Nummer zwei im Team, durfte wegen des Regelwerks des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz nicht ran. „Man darf an einem Spieltag nicht in zwei Mannschaften auflaufen“, erklärte Katharina Fronius die missliche Situation ihrer Truppe. Claudia Meier griff am Samstag bei den Damen 50 zum Racket. Die Doppel mussten ob Dauerregens auf den Sonntagmorgen vertagt werden. Das Aus für Claudia Meier bei den Damen 30. Also gab’s schon vor dem ersten Ballwechsel gleich einmal fünf „Gratis-Zähler“ für die Pfälzerinnen.

Klassenerhalt ist 2019 das Hauptziel der TGO-Damen 30

Sei’s drum. Von Balljunge Lennard prima mit den gelben Filzkugeln versorgt, machten sich Julia Renz und Meike Steinhauser daran, den einen Mannschaftspunkt in Osthofen zu behalten. Das TGO-Duo bestimmte gegen Gabi Ritter und Olivia Auer das Match von Beginn weg. Die Vorhand-Peitsche von Julia Renz und die Raffinesse von Meike Steinhauser nebst einem flach über das Netz zischenden Rückhand-Slice drückten dem Spiel den Stempel auf. 6:1 hieß es bald, ehe die Pfälzerinnen zweimal kurz bei einer 1:0- und 2:1-Führung im zweiten Durchgang jubilieren durften: „Wir liegen vorne, lasst uns aufhören.“ Doch das TGO-Duo hörte nicht auf, punktete fleißig und gab kein einziges Spiel mehr ab.

Der Punktgewinn war damit perfekt. „Ein wichtiger Teilerfolg“, wie Katharina Fronius bemerkte. Wegen einer Baby-Pause kann die Teamchefin diese Saison nicht mitwirken, daher ist die Zielsetzung für die Truppe, die im letzten Jahr noch als Zweite hinter Meister TC Bürgerweide Worms über die Ziellinie ging, klar umrissen: „Wir wollen die Spielklasse halten.“ Dafür sorgten Julia Renz in einen spannenden Match der Spitzenspielerinnen gegen Gabi Ritter, sowie „Laufwunder“ Meike Steinhauser gegen Kirsten Keller am Morgen bereits in ihren Einzeln. Mit zwei Siegen hielten sie ihre Mannschaft im Rennen, während Xenia Petzold der starken Olivia Auer in zwei Sätzen unterlag. Am Ende hatte auch Lennard seine drei Bälle wieder – und konnte schon einmal selbst das Jonglieren üben.

Tennis Damen 30 Verbandsliga

TG Osthofen – TC Jockgrim 7:7 (6:7)
Einzel:
1: Julia Renz vs. Gabi Ritter 6:2 | 6:7 | 10:5
2: Xenia Petzold vs. Olivia Auer 3:6 | 3:6
3: Meike Steinhauser vs. Kirsten Keller 7:6 | 6:4
4: – vs. Laura Singer 0:6 | 0:6 (kampflos)
Doppel:
1: Renz / Steinhauser vs. Ritter / Auer 6:1 | 6:1
2: Petzold / – vs. Singer / Heike Schackert 0:6 | 0:6 (kampflos)

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