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21.17 Uhr | 28. Juli 2020

Katharina Schmitt kandidiert für Landtag

Wormser Grüne: Auch die übernächste Wahl schon fest im Blick: Christian Engelke möchte in den Bundestag

Mit Katharina Schmitt schicken das Bündnis90/Die Grünen Worms ihre stellvertretende Fraktionsvorsitzende im
Frühjahr 2021 in das Rennen um einen Sitz im Mainzer Landtag. Foto: Florian Helfert

Mit Katharina Schmitt schicken das Bündnis90/Die Grünen Worms ihre stellvertretende Fraktionsvorsitzende im
Frühjahr 2021 in das Rennen um einen Sitz im Mainzer Landtag. Foto: Florian Helfert

VON FLORIAN HELFERT | „Wir denken Politik von unten nach oben“, bewarb sich Katharina Schmitt am Sonntag unter ihren Parteifreunden, im Frühjahr für die Wormser Grünen ein Mandat des rheinland-pfälzischen Abgeordnetenhauses erringen zu wollen. Hierfür werde sie zudem auf der Landesliste der Grünen um einen aussichtsreichen Listenplatz kandidieren, „weil es eine Chance ist, als Wormser Grüne in der Landespolitik stärker aktiv zu werden“.

Anschließend erinnerte sie an grüne Erfolge in der Landesregierung. Beispielsweise, dass jede zweite Kilowattstunde Strom in Rheinland-Pfalz bereits aus erneuerbaren Energien stamme oder an die rheinland-pfälzische Initiative zugunsten der Ehe für alle. „Ich wäre gerne dabei“, richtete Katharina Schmitt allerdings ihren Blick auf der Wahlkreisversammlung der Grünen nach vorne, „eine Energiewende in Bürgerhänden, zukunftsfähige Verkehrswege für verschiedenste Fortbewegungsmittel oder aktuell Corona-Hilfen mitzugestalten“. Bei drei Enthaltungen stimmten im folgenden Wahlgang 24 Mitglieder der Grünen für Katharina Schmitt als ihre Kandidatin zur Landtagswahl im kommenden Jahr.

„Worms verdient eine eigene grüne Abgeordnete“, erklärte Versammlungsleiterin und Gastrednerin Pia Schellhammer, grüne Landtagsabgeordnete für Rhein-Selz/Wonnegau, ihren Wunsch, künftig dann als Team auf Landesebene zusammenarbeiten zu können.

„Auf Nachfrage von Katharina habe ich gerne als B-Kandidat zugesagt“, zeigte sich David Hilzendegen bereit, wie schon einmal als „schmückendes Beiwerk“ während einer Landtagswahl zu dienen. Bei zwei Enthaltungen und vier Gegenstimmen wurde auch er mehrheitlich gewählt.

„Gutes Leben für alle“
Im weiteren Verlauf des Zusammentreffens legten die beiden Grünen Christian Engelke und Monika Theiss je ihr Interesse an einer Kandidatur für ein Bundestagsmandat dar. „Grüner bin ich“, so der 32-jährige Engelke, „aufgrund unserer Zukunftsthemen“. In seiner Rede sprach er sich dann für ein gutes Leben für alle, ganz gleich von Herkunft, Geschlecht oder etwa Religion, sowie für stärkere Beiträge für den Klimaschutz aus.

„Geld kann man nicht essen“, betonte Monika Theiss in ihrer Bewerbungsrede und, dass jeder etwas zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen könne. „Ich bin wütend auf mich“, ärgerte sie sich, „erst mit dem Weckruf der nächsten Generation politisch aktiver geworden zu sein“.

Am Ende vergab eine Mehrheit der Wormser Grünen nach einer Fragerunde ihr Votum an ihr Stadtratsmitglied Christian Engelke, wobei Bettina Penk-Schütt als Vorsitzende der Wormser Grünen ausdrücklich beiden für ihren erkennbaren Elan dankte.

Abgerundet wurde der Sonntagnachmittag mit einem Bericht des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Richard Grünewald über Initiativen und Erfolge seiner Stadtratsfraktion vor Ort. „Die Mittel für den Ausbau der Radwege sind dank uns auf eine Million Euro pro Jahr verzehnfacht worden“, legte Grünewald dar. Ferner erinnerte er daran, dass auch das beschlossene Radwegenetz eine gute Nachricht darstelle.

„Jetzt ist der Mut des Oberbürgermeisters gefordert“, so Grünewald in Anbetracht des Schuldenstandes der Stadt Worms sowie von 25 Millionen Euro pro Jahr zugunsten des Straßenbaus respektive des Straßenunterhaltes, „bei den Straßen zu sparen!“ Immerhin seien mehr als 50 Prozent der zurückgelegten Wege in Worms kürzer wie zwei Kilometer und somit ideal für das Fahrrad oder das E-Bike.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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