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12.24 Uhr | 22. September 2021

Kein Jugendlicher soll verlorengehen

Landkreis Alzey-Worms: Startschuss für die Jugendberufsagentur / Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung

Heike Strack, Chefin der Mainzer Arbeitsagentur, Landrat Heiko Sippel und die Leiterin des Jobcenters Alzey-Worms, Ilka Huber (v.l.), unterzeichneten die Gründungsvereinbarung für die Jugendberufsagentur im Landkreis Alzey-Worms.    Foto: Simone Stier

Heike Strack, Chefin der Mainzer Arbeitsagentur, Landrat Heiko Sippel und die Leiterin des Jobcenters Alzey-Worms, Ilka Huber (v.l.), unterzeichneten die Gründungsvereinbarung für die Jugendberufsagentur im Landkreis Alzey-Worms. Foto: Simone Stier

Nicht alle jungen Menschen haben die gleichen Startchancen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: sei es der fehlende Schulabschluss, Probleme im sozialen Umfeld, fehlende Orientierung oder Motivation. Die Arbeitsverwaltung und die Jobcenter aber auch die Träger der Jugendhilfe leisten hier wertvolle Orientierungsarbeit.

Jeder für sich hat eigene Kompetenzen und eigene Angebote. Für Jugendliche bedeutet das jedoch auch immer unterschiedliche Anlaufstellen und verschiedene Ansprechpartner.

Im Landkreis Alzey-Worms arbeiten die beteiligten Behörden über Kooperationen und Austauschformate schon viele Jahre erfolgreich zusammen. Heute wurde jedoch ein wichtiger Schritt zum konkreten Ausbau dieser Zusammenarbeit formuliert:

Am Vormittag unterzeichneten Landrat Heiko Sippel, Ilka Huber, Leiterin des Jobcenters und Heike Strack, Chefin der Mainzer Arbeitsagentur, eine entsprechende Gründungsvereinbarung, die den Startschuss für eine sogenannte Jugendberufsagentur (JBA) legt.

Was ist eine Jugendberufsagentur?

Jugendberufsagenturen sind örtliche Kooperationsprojekte , die die Integrationschancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Arbeitswelt und Gesellschaft verbessern sollen. Ihre Ausgestaltung wird durch das Engagement der Mitarbeiter in der Kommune, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter vor Ort beeinflusst.

Dem liegt die Idee zugrunde, die Kompetenzen dieser Institutionen miteinander zu verzahnen und zu koordinieren. Junge Menschen können damit so „wie aus einer Hand“ unterstützt werden. Diese Idee hat sich mittlerweile in ganz Deutschland etabliert.

Im Landkreis Alzey-Worms bedeutet dies aufgrund der örtlichen Strukturen, dass man nicht räumlich zusammenrückt, sondern unter einem virtuellen Dach das gemeinsame Beratungsangebot für die Jugendlichen präsentiert. Genutzt werden kann hierbei eine gemeinsame Datenbank, über die sich ein rascher Austausch der Partner ermöglichen lässt. Auch gemeinsame Veranstaltungen sollen in die Planung gehen, um mit niedrigschwelligen Angeboten an die Jugendlichen heran zu treten, die im Berufswahlprozess Hilfe brauchen.

Für Schüler kann dann der erste Kontakt zur JBA sehr einfach über die Schulsprechstunden der Berufsberatung hergestellt werden. Junge Erwachsene, die nicht mehr zur Schule gehen, sollen künftig nach der ersten virtuellen Kontaktaufnahme ein persönliches Beratungsangebot in Alzey oder in Worms nutzen können . Alles getreu dem Motto:

Die detaillierte Ausgestaltung der Zusammenarbeit und viele technische Fragen sollen zeitnah in Projektgruppen behandelt werden. So wird die Idee JBA auch im Landkreis nach und nach eine individuelle Form annehmen.

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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