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Kleine Raupe mit großer Wirkung

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners entlang des Radwegs zwischen Herrnsheim und Abenheim / Radweg für jeweils einen Tag bzw. zwei Tage gesperrt in der 17. und 18. sowie ggf. auch in der 19. Kalenderwoche

Klein, aber gemein – so könnte man die Raupen des Eichenprozessionsspinners charakterisieren. Zumindest ab dem dritten Larvenstadium. Denn dann haben sie feine Brennhaare, die mit Widerhaken versehen sind und eine giftige Substanz enthalten. Diese kann beim Menschen schmerzhafte Hautauschläge und sogar Asthmaanfälle auslösen. Die Brennhaare können mit dem Wind bis zu 100 Meter weit verbreitet werden und sind über Monate wirksam. In den vergangenen Jahren hat sich der Schädling nahezu im gesamten Bundesgebiet stark ausgebreitet. Besonders betroffen sind Weinbaugebiete aufgrund ihres milden Klimas. Die Stadtverwaltung Worms hat auf die Problematik bereits in den vergangenen zehn Jahren mit Bekämpfungsmaßnahmen erfolgreich reagiert.

Damit der Radweg zwischen Herrnsheim und Abenheim auch in diesem Jahr ohne Einschränkungen genutzt werden kann, muss nun wieder eine Behandlung der betroffenen Bereiche durchgeführt werden, damit anschließend auch die e Totholz aus den Bäumen entnehmen kann, was für die Verkehrssicherheit am Radweg wichtig ist.

Radwegen-Nutzer müssen auf anderen Weg ausweichen
Die Maßnahme wird durchgeführt in der 17. und 18. Kalenderwoche, gegebenenfalls auch in der 19. Kalenderwoche (Zeitraum zwischen 23. April und Anfang/Mitte Mai) bei trockenen und nicht zu windigen Witterungsverhältnissen. Die Ausbringung des Präparates erfolgt mittels Sprühkanone vom Boden aus. Der Radweg ist während des Absammelns der alten Nester einen Tag und während des Ausbringens des Pflanzenschutzmittels für zwei Tage gesperrt. Genaue Tage können leider nicht benannt werden, da die Einsätze vegetationsbedingt und witterungsabhängig kurzfristig geplant werden müssen. Die Nutzer des Radweges sollten sich auf die Maßnahme einstellen, um ggf. auf einen anderen Weg auszuweichen.

Als Pflanzenschutzmittel kommt ein biologisches Präparat auf Basis des Bacillus thuringiensis zum Einsatz. Die von dem Bakterium produzierten Substanzen werden zur biologischen Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt. Dieses wird auch seit vielen Jahren bei der Schnakenbekämpfung (KABS) und im biologischen Landbau verwendet. Für Menschen, Säugetiere, Fische und Vögel ist es völlig ungiftig und darf daher ohne Auflagen entlang von Gewässern wie Badeseen und Bächen eingesetzt werden. Das Mittel ist außerdem ungefährlich für Bienen.

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland am 16. April 2018

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