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10.13 Uhr | 3. Mai 2021

Klimaneutralität als Ziel der Stadt Worms bis zum Jahr 2035

ADFC/BUND/NABU/VCD: Stellungnahme der Verbände zur Beschlussvorlage des Stadtentwicklungskonzept Mobilität-Planfall 5d

Modellprojekt Fahrradstraße: 25 Prozent Radverkehr in der Innenstadt ist nur eine Forderung auf dem Weg zur Klimaneutralität, Foto: Robert Lehr

Die Verkehrs- und Umweltverbände (ADFC, BUND, NABU, VCD) fordern vom Wormser Stadtrat eine Beschlussfassung des Zieles einer bis zum Jahr 2035 klimaneutralen Mobilität. Das muss neben einer Strategie und deren Umsetzung auch konkrete Maßnahmen beinhalten. Notwendig sind neben zählbaren/messbaren Kriterien, eine regelmäßige Überprüfung unter Beteiligung der Bürger und bei Bedarf eine Nachsteuerung zur Erreichung dieses Zieles. Das Übereinkommen von Paris 2015, die aktuelle Klima-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und die Selbstverpflichtung der Stadt Worms als Mitglied des Klima-Bündnisses begründen zusammenfassend die weitergehende Forderung der Verbände, dass die Stadt Worms das Ziel einer Klimaneutralität auch des Verkehrssektors beschließt und diese bis zum Jahr 2035 kontrolliert und mit konkreten Maßnahmen anstrebt.

Angestrebter Beschluss nur ein Trittstein

Der am 5. Mai 2021 angestrebte Beschluss des Stadtrates, den Planfall 5d als Berechnungsgrundlage für das Verkehrsprognosemodell 2030 des Stadtentwicklungskonzepts Mobilität zu verwenden, ist bis auf die Kenngröße der innerstädtischen Wegenutzung per Rad von 25 Prozent hilfreich, aber auf dem Weg zur Klimaneutralität der Mobilität in Worms kein ausreichender Trittstein. Es bedarf eindeutig festgelegter Planungs- und Maßnahmenziele des gesamten Modalsplits in Worms, also auch des motorisierten, des öffentlichen und des Fußverkehrs. Diese sind bestenfalls, wenn überhaupt, nur rudimentär im Planungsfall 5d beschrieben.

Verkehrs- und Umweltverbände bieten den Fraktionen Mitarbeit an

Die Verkehrs- und Umweltverbände bieten den Fraktionen der Stadtrates ihre Mitarbeit an, eine Strategie mit dem Ziel der Klimaneutralität zu erarbeiten, unter besonderer Berücksichtigung einer Zeitachse der nächsten 14 Jahre mit konkreten und messbaren Maßnahmen. Die fortschreitende Klimaveränderung erfordert auf diesem Weg eine Überprüfung alle 2 Jahre mit einer Bürgerbeteiligung und einer wirksamen Nachsteuerung, wenn die jeweiligen Zwischenziele nicht erreicht werden. Aus Sicht der Umwelt- und Verkehrsverbände ist die Hinzuziehung fachlicher Beratung über das derzeitig genutzte Planungsbüro Habermehl & Follmann hinausgehende Know-How unumgänglich. Wünschenswert und hilfreich wäre eine permanente Begleitung des Prozesses durch ein Beratungsbüro, das im Bereich Nachhaltigkeit bereits einschlägige Erfahrungen vorweisen kann, so Günter Niederhöfer abschließend im Namen der Umwelt- und Verkehrsverbände ADFC, BUND, NABU und VCD.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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