
Am gestrigen Donnerstag wurde die Präsentation „NIBELUNGEN. Liebe – Verrat – Untergang“ im Museum Andreasstift eröffnet. Nach der Schließung des Nibelungenmuseums 2024 soll dieses im Andreasstift verkleinert und im neuen Gewand weitergeführt werden. Nach der Eröffnung des Nibelungen-Kinos diesen Frühjahrs im Altertumssaal ist mit der neuen Interimpräsentation im angrenzenden Ausstellungsraum das museale Konzept nun vollständig.
In der Präsentation wird die Handlung des Nibelungenlieds in Wort und Bild dargestellt. „Es ist eine Herausforderung, eine Zeit greifbar zu machen, aus der nur wenige handfeste Exponate erhalten sind. Die neue Ausstellung bedient sich deshalb altbekannter und neuer sowie analoger und digitaler Elemente – ein multimedialer Dialog, den wir fortschreitend weiterführen werden und der in Zukunft sicherlich auch noch neue Formen annehmen wird“, führte der wissenschaftliche Leiter Dr. Olaf Mückain aus.
Die Ausstellung sei für Touristen sowie Wormserinnen und Wormser geeignet und habe ein pädagogisches Angebot für Schulklassen und Studierende, wie Oberbürgermeister Kessel in seiner Ansprache betonte.
Der Konzeptkünstler Eichfelder hatte entscheidenden Anteil an der visuellen Präsentation: In einer Ring-Installation werden sowohl die Protagonisten als auch die bekanntesten Interpreten der Sage auf zwölf Monitoren vorgestellt.
Eine Europakarte sowie ein navigierbarer Zeitstrahl verorten die Sage in ihrer räumlichen und zeitlichen Dimension. Außerdem werden 13 Objekte ausgestellt, darunter der Tarnmantel, eine Leihgabe der Nibelungen-Festspiele aus der Inszenierung „Überwältigung“ von 2019, der Falke aus Kriemhilds Traum und der Schatz.
An einer Station können Besuchende ihr Mittelhochdeutsch testen und es gibt die Möglichkeit, sich mit Requisiten zu verkleiden und Fotos zu machen.
„Es ist wichtig, dass die Nibelungen als kulturelles Erbe der Stadt ganzjährig sichtbar und erlebbar bleiben“, sagte Oberbürgermeister Kessel. „Die Ausstellung bietet eine tolle Möglichkeit, einem großen Publikum zu zeigen, dass die Nibelungen-Thematik für Worms nicht nur ein saisonaler Zuschauermagnet ist, sondern auch über die Festspielzeit hinaus in vielfältigen Angeboten zu erleben ist.“
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