
Im Rahmen des Projekts „#lautsein @Gedenkstaette_Osthofen“ lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Sonntag, dem 21. Juni, zu einem Chorprojekttag in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Am Ziegelhüttenweg 38) ein. Der Projektchor trifft sich schon um 11 Uhr in der Gedenkstätte, um das Lied einzuüben.
Um 13.30 Uhr findet eine öffentliche Führung auf den Spuren von Chormusik über das Gelände der Gedenkstätte statt. Am Beispiel eines ehemaligen Häftlings und Chormitgliedes wird der Lageralltag im KZ Osthofen beleuchtet und die Rolle von Gesang im Nationalsozialismus thematisiert. Am Ende der Führung wird das Lied „#lautsein“ von Maybebob durch einen Projektchor in der ehemaligen Häftlingshalle der Gedenkstätte aufgeführt.
Musik zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Immer wieder schlossen sich Menschen zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Bereits im 19. Jahrhundert gründeten sich erste Gesangsvereine, deren Mitglieder neben der Freude am gemeinsamen Singen auch häufig eine gemeinsam politische Einstellung teilten. Doch was passierte mit diesen Vereinen im Nationalsozialismus? Wie verhielten sich die Mitglieder? Und gab es Chormusik auch im Konzentrationslager? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die öffentliche Führung auf den Spuren von Chormusik über das Gelände der Gedenkstätte.
Das Chorprojekt wurde von Marietta Schlüter entwickelt, die in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr die Gedenkstätte unterstützt.
Anmeldungen zum Mitsingen sind bis Sonntag, dem 14. Juni, an marietta.schlueter@gedenkstaette-osthofen.lpb.rlp.de möglich.
Der Besuch der Führung ist auch unabhängig von der Teilnahme am Chor und ohne Anmeldung möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.