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Licht und Schatten in Gundheim

Neujahrsempfang: Ortsvorsteher hofft auf mehr finanzielle Hilfen für Kommunen

Die kleinen Grashüpfer des TSV Gundheim verzückten das anwesende Publikum und mussten sogar eine Zugabe aufführen. Foto: Florian Helfert

Die kleinen Grashüpfer des TSV Gundheim verzückten das anwesende Publikum und mussten sogar eine Zugabe aufführen. Foto: Florian Helfert

VON FLORIAN HELFERT In Anbetracht des vierten Neujahrsempfang in der Gundheimer Turnhalle eröffnete Ortsbürgermeister Dieter Gutzler den bunten Reigen des Festes mit einer „fast schon kleinen Tradition als christliche Gemeinde“ mittels des gemeinsam gesungenen Liedes „Von guten Mächten treu und still umgeben“ aus der Feder des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer.

Dank des guten Zuspruches konnte Dieter Gutzler als Ortsbürgermeister zwar zahlreiche in der Orts- und in der Kirchengemeinde engagierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen, warb allerdings zugleich auch eindringlich für die Institution der freiwilligen Feuerwehr. „In Deutschland blicken wir auf eine sehr, sehr lange Tradition unserer freiwilligen Feuerwehren zurück“, so Gutzler, „wobei leider allein im vergangenen Jahr bundesweit rund 2.000 freiwillige Feuerwehren dichtgemacht haben“. Hiernach dankte er besonders seinem Beigeordneten Michael Leidemer, welcher laut Dieter Gutzler „unglaublich viel Zeit“ in das Neubaugebiet „In den Wolfsmorgen“ investiert habe – zumal aufgrund verschiedener Rückschläge.

Rück- und ausblickend informierte Michael Leidemer als Beigeordneter sowohl über die Chronologie als auch die Notwendigkeit des zu erschließenden Neubaugebietes „In den Wolfsmorgen“. Nun hoffe man, dass im März damit begonnen werden könne, die Bauplätze für künftige Anlieger vorbereitend zu erschließen. „Schließlich suchen viele junge Menschen verzweifelt Wohnraum“, so Leidemer.

Kommunen finanziell ausgelastet
Hiernach übernahm wieder Ortsbürgermeister Dieter Gutzler und berichtete, dass der Kindergarten im Zuge mittelfristig fehlender Kindergartenplätze erweitert werden müsse. Ihn am aktuellen Standort zu erweitern, gestalte sich jedoch schwierig und einen Neubau für rund 1,5 Millionen Euro lehne er ebenso wie der Gemeinderat mit Blick auf den Haushalt ab: Von den jährlichen Einnahmen in Höhe von circa 900.000 Euro sind nach Angaben des Ortsbürgermeisters 80 Prozent abzuführen und von den verbleibenden 20 Prozent auch noch Personalkosten zu finanzieren. „Ohne eine ausreichend finanzielle Hilfen von Bund und Land ist der seit 2013 geltende Rechtsanspruch für Eltern großartig – für uns als Gemeinde aber sehr schwierig umzusetzen“, berichtete Gutzler angesichts knapper Haushaltsressourcen von „viel Kopfzerbrechen, wenig Freude und zu wenig Unterstützung“. Aktuell werde überlegt, ob das Pfarrheim als Kita umgebaut werden könne.

Ausgezeichnetes Engagement
Aufatmen konnten Ortsbürgermeister Dieter Gutzler und sein komoderierender Beigeordneter Michael Leidemer hingegen rund um das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Gundheim. So dankten sie allen Beteiligten des Trauercafés, dem Seniorenarbeitsteam sowie allen Vereinsvertretern, welche sich gemeinsam über einen Spendenscheck aus dem Adventszauber in Höhe von 3.612 Euro freuen durften. Außerdem dankten sie Nicole Leidemer und Birgit Höhn für das von ihnen vor elf Jahren gegründete Kinder- und Bewegungstheater Lirumlarum sowie der Alsheimerin Jutta Schreiber-Zink als Organistin der Gemeide. Obendrein würdigten sie Hanni Leidemer für deren Engagement rund um die 23 Sternsinger nebst 16 sie begleitenden Personen.

Neben dem Segen der Sternsinger rundeten musikalische Chorbeiträge sowie die tanzenden „Grashüpfer“ des TSV Gundheim den Neujahrsempfang genauso wie Klaus Blum ab, welcher die Reproduktion eines Gundheimer Bildmotives an die Ortsgemeinde übergab, das im Original im Wormser Stadtarchiv lagert.

Geschrieben in Aus dem Nibelungenland, VG Wonnegau am 8. Januar 2018

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